Die Winkels Getränke Logistik GmbH & Co. Holding KG, Karlsruhe, übernimmt rückwirkend zum 1. Januar 2011 die Pro-Getränke-Gruppe, Mannheim, zu der die HM InterDrink Getränke-Service GmbH und die GGS Gastronomie-Getränke-Service GmbH & Co. KG (beide Mannheim) zu jeweils 100 Prozent sowie die Gross + Klein Getränke GmbH + Co. KG, Neunkirchen, zu 49 Prozent gehören. Winkels bündelt damit im Südwesten Deutschlands ein Umsatzvolumen von aktuell mehr als 400 Millionen EUR pro Jahr, ein Absatzvolumen von über sieben Millionen Hektoliter und beschäftigt 750 Mitarbeiter. Das 1930 gegründete Familienunternehmen verfügt über drei Produktionsstandorte, an denen die Eigenmarken alwa, Aqua Vitale, Fontanis, Bella Fontanis, Griesbacher, Früwe, Lucull und Markgrafen abgefüllt werden..
Der Duisburger Getränke-Logistiker Bier-Hövelmann GmbH & Co. KG übernimmt zwei Getränkefachgroßhandlungen in Moers: die Union-Getränke Zupancic GmbH & Co. KG und den Bierverlag Schäfer GmbH & Co. KG. Die Kaufverträge wurden unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahmen stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Kartellamt.
Von den ca. 55 größten befragten Getränkefachgroßhandels-Unternehmen besitzen die 32 größten Unternehmen mit eigenem Einzelhandel ca. 1956 eigene Geschäfte (Vorjahr: 1877) mit einem Umsatz von 938 Mio EUR (Vorjahr 943,5 Mio EUR). Da dieser Geschäftsbereich eine Sonderstellung im GFGH einnimmt, soll er auch mit der Anzahl der Geschäfte und dem jeweiligen Umsatz detailliert aufgeführt werden (Tab. 1, 2).
Das warme Frühjahr bescherte den deutschen Getränkefachgroßhändlern im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 2,28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was der kühle, nasse Juli dämpfte. Dennoch gehen die 680 Mitgliedsbetriebe des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels e. V. (BV-GFGH) „verhalten optimistisch ins zweite Halbjahr 2011“, resümiert Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des BV-GFGH die Konjunkturumfrage über die Entwicklung im ersten Halbjahr, an der über 20 Prozent der Getränkefachgroßhändler teilnahmen. Danach verzeichnen die Betriebe zum ersten Mal seit drei Jahren im ersten Halbjahr ein Ertragsplus von 1,91 Prozent gegenüber einem Minus von 2,58 Prozent 2010. Ein Drittel der Unternehmer geht für das zweite Halbjahr von besseren Umsätzen als im Vorjahr aus, während fast ein Viertel bessere Erträge erwartet.
Die nachfolgende Rangfolgeliste für die Jahre 2010 und 2009 zeigt die 48 meldenden GFGH-Unternehmen mit dem Gesamtumsatz und Gesamtabsatz (in Mio hl) für Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 30 Millionen EUR. Weiterhin erfolgte eine Aufteilung in Überregionalität, Nord-, Ost-, West- und Süddeutschland. Ferner ist in einer separaten Spalte jeweils nur der Anteil ohne eigenen Einzelhandelsumsatz aufgeführt.
Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts (Wochenschrift für Brauereien XIX Jahrg. Nr. 9) wurde im damaligen Deutschen Reichsgebiet mit einer Einwohnerzahl von circa 47 Millionen im Jahre 1886/87 ein mutmaßlicher Bierverbrauch von circa 44,182 Millionen Hektolitern festgestellt. Der Bierverbrauch stieg im Braujahr 1890/91 auf 52,488 Millionen Hektoliter, um im Jahr 1899/1900 70,6 Millionen Hektoliter zu erreichen. Der Pro-Kopf-Konsum erreichte bei 54,4 Millionen Einwohnern schon damals 125,1 l. Er war zu jener Zeit um circa 15 Prozent höher als heute. Lesen Sie hier auch, wie sich die Märkte für Mineralwasser sowie Fruchtsäfte und Nektare im Laufe der Jahre veränderten.
Ende Juni fand die große Weizenbier-Verkostung der Brauer mit Leib und Seele im Beisein des ehemaligen Bundesaußenministers, Dr. Klaus Kinkel, in Tettnang statt. Die Frage nach der Verbindung zwischen dem ehemaligen Minister und den Brauern mit Leib und Seele bzw. der gastgebenden Kronenbrauerei Tettnang beantwortete Dr. Kinkel in seinem Grußwort unter dem Beifall der gut 500 Gäste: „Ich weiß noch genau, als ich in meiner Studienzeit hier an dieser Stelle im Hof der Kronenbrauerei gearbeitet habe. Ich sehe die Bilder vom Lager, der Scheune und dem Sudhaus vor mir. Der Kronenbräu war damals Onkel Franz Tauscher.“ Als Bierfahrer in Tettnang gestartet, erwarb sich Kinkel seine Bierkompetenz..
Das zweite Quartal 2011 stand für die Brauereien im Zeichen einer konjunkturellen Abschwächung. Das zeigt der saisonbereinigte und geglättete ifo-Geschäftsklimaindex, der aus den Urteilen der Testfirmen zur aktuellen Geschäftslage und zu den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate gebildet wird. Dieser Index rutschte von –7,90 Indexpunkten im ersten Quartal 2011 auf –13,21 Punkte im zweiten Quartal ab. Die allgemeine Geschäftslage wurde allerdings noch im Großen und Ganzen als zufriedenstellend bewertet, vereinzelt gab es sogar „gut“-Stimmen. Die Produktionstätigkeit wurde im Quartalsverlauf ausgeweitet, im Juni von 26 Prozent der Testfirmen. Für die nächsten drei Monate sind keine Produktionsveränderungen geplant. Die Fertigwarenlager waren weitgehend normal, im Juni sprachen allerdings 16 Prozent der befragten Firmen von verhältnismäßig großen Beständen.
Der Absatz von Mineral- und Heil-wasser sowie Erfrischungsgetränken stieg nach Angaben des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen im Jahr 2010 um 0,4 Prozent auf 13 184,9 Mio Liter (Vorjahr: 13 138,5 Mio l); wertmäßig konnte ein Anstieg von einem Prozent auf 3032,5 Mio EUR (Vj.: 3003,3 Mio EUR) für die gesamte Branche erreicht werden.
„Wir sind am Ende der Globalisierung des Biermarktes.“ Mit diesem Statement begann Dr. Ina Verstl, BRAUWELT International, ihren Vortrag über die nächsten Phasen bei der Globalisierung des Bier- und des Spirituosenmarktes beim EBC-Kongress Ende Mai in Glasgow.
Für die Schweiz prognostiziert GfK GeoMarketing im Jahr 2011 eine verfügbare Kaufkraft von 32 086 EUR je Einwohner. Den Österreichern stehen pro Kopf im Schnitt 20 200 EUR pro Jahr für Konsum, Miete oder Lebenshaltungskosten zur Verfügung. Damit liegen die Österreicher und die Schweizer vor den Deutschen: Für den durchschnittlichen Bundesbürger wird 2011 eine Kaufkraft von 19 684 EUR erwartet.
Für Biermischgetränke gib es nach der offiziellen Statistik im Jahr 2010 einen Absatzrückgang um 2,7 Prozent. In der Biersteuerstatistik fehlen circa zehn bis 15 Prozent. Lesen Sie hier, was die Betrachtung der Zahlen durch BRAUWELT-Autor Dr. K. Kelch ergab.
Im ersten Quartal 2011 konnte die Mehrzahl der 58 sächsischen Brauereien einen Absatzzuwachs von rund fünf Prozent verbuchen. Der Gesamtbierabsatz in Sachsen stieg per Februar 2011 um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Bundesdurchschnittt: +3,0 %). Für März wird mit einem Plus von fünf Prozent gerechnet. Im Jahr 2010 wurden in Sachsen 8,2 Millionen Hektoliter und damit 5,5 Prozent weniger als 2009 konsumiert.
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