Gesundheitslobby kontra Bier -- Nach dem neuesten Report über den internationalen Biermarkt, herausgegeben von Euromonitor, London, dürften von den sieben untersuchten Ländern nur Japan und Spanien in den nächsten fünf Jahren einen Biermarkt mit signifikantem Wachstum haben. Der Report befaßt sich mit fundamentalen Faktoren, die in den USA, Großbritannien, Japan, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland den Absatz von Bier behindern. Dabei geht es in erster Linie um Aktivitäten der immer stärker werdenden Anti-Alkohol-Lobby in diesen Ländern. Für Japan prognostiziert der Report ein mengenmäßiges Wachstum von über 12% bis zum Jahre 1997. Der Markt dort wird geprägt sein von Preisstabilität und einem sich beschleunigenden Absatz infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs..

Gesamtbierabsatz nach Bundesländern im August 1994 -- Tabelle

Getränke-Konjunkturtest August 1994 -- Biere: Die Testergebnisse lassen einen zufriedenstellenden, teilweise auch guten Geschäftsverlauf erkennen. Nahezu ein Fünftel der befragten Brauereien sprach von einer guten Geschäftslage. Die Produktion wurde nochmals auf breiter Front von knapp der Hälfte der Testfirmen ausgeweitet, nachdem schon im Juli kräftige Produktionserhöhungen vorgenommen worden waren. Die Verkaufspreise zeigten - von ganz vereinzelten Erhöhungen abgesehen - keine Bewegung. Auch für die nächsten drei Monate werden stabile Verkaufspreise erwartet. Die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate werden vereinzelt optimistisch beurteilt, d.h. man rechnet mit verstärkten Belebungsimpulsen. Die Fertigwarenlager erwiesen sich weiterhin vereinzelt als zu klein..

Brauerei- und gaststättenorientiertes Marketing gefragt -- Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) lud während der 3. Internationalen Fachmesse für Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Lebensmittelhandel, imega '94, unter dem Stichwort Gastgewerbe und Brauwirtschaft zur Podiumsdiskussion Bayerns Bier - ein Stück vom Glück. Vertreter des Bayerischen Brauerbundes, der Münchner Brauereien sowie des Hotel- und Gaststättenverbandes diskutierten über die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Brauerei und Gastwirtschaft, inwieweit das Bier zum Erhalt der traditionellen bayerischen Gaststätte beiträgt und daß ein gut geführtes Wirtshaus auch für die Brauerei wichtig sei. Als erster bot Dr. Schneider. Bei wie vielen Betrieben dies nicht so ist, zeige der häufige Wirtewechsel.

Zwar hat die siebenwöchige Hitzeperiode im Juli und August dieses Jahres die seit einem Jahr anhaltende negative Absatzentwicklung aufgefangen. Dennoch bestehen keine Aussichten mehr, den Produktionsrückgang des Jahres 1993 von - 5,2 Prozent auszugleichen, faßte Dr. Friedrich Pachmayr, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Erfrischungsgetränkeindustrie e.V. (BDE), die Situation seiner Branche auf der Bundestagung '94 in Weimar zusammen. Bis zu Beginn der Hitzeperiode im Juli habe der Trend der negativen Absatzentwicklung weiterhin angehalten, und die Erfrischungsgetränkehersteller wiederum ein Minus von 1,6% in der ersten Jahreshälfte hinnehmen müssen. Vor allem werde der Gewinn keineswegs das halten, was der nominelle Umsatzzuwachs verspricht. Diese neuen Getränke.

Erzeugerpreisindex für Bier und Verbraucherpreis für Flaschenbier -- Tabelle

Gesamtschätzung der Hopfenernte 1994 für das Bundesgebiet -- Tabelle

Gesamtbierabsatz nach Bundesländer im Juli 1994 -- Tabelle

Marktorientierte Produktentwicklung und -optimierung -- Unter dem Motto Innovationen, Qualität und Umweltschutz stand eine Veranstaltung, zu der die Bitburger Brauerei Th. Simon eine Reihe von Fachjournalisten am 7. und 8. Juni 1994 nach Bitburg eingeladen hatte.

Was dem Handel in Europa erlaubt und verboten ist -- Tabelle

Biersorten im Lebensmitteleinzelhandel und in Abholmärkten (Anteil in %) -- Tabelle

Malz aus Deutschland weltweit exportiert -- Deutsches Malz aus einer sehr mittelständisch, teilweise kleingewerblich strukturierten Mälzereiwirtschaft war in der Zwischenkriegszeit und in den ersten 1 1/2 Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg im internationalen Handel eher belanglos. Im folgenden Beitrag analysiert der Autor die Entwicklung der deutschen Malzwirtschaft in den letzten dreißig Jahren.

Die 0,5-l-Bierdose hat sich im deutschen Lebensmittelhandel einen Marktanteil von durchschnittlich 12% erkämpft. -- Die regionalen Unterschiede fallen aber recht deutlich aus: Im Norden und im Osten Deutschlands wird ein Viertel bis ein Drittel der Biermenge in Dosen verkauft; im Süden und im Westen liegt der Anteil noch unter 10%. Im 1. Halbjahr 1994 ist die Menge der verkauften Halbliterdosen erneut um 20% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Druck auf Konsumbiersegment -- Auch beim Bier sind die Handelsmarken auf dem Vormarsch. Innerhalb der zwei Monate Juni/Juli 1994 wurden in Deutschland rund 300 000 hl davon verkauft. Peter Windschall von der GfK Panel Services, Nürnberg, schätzte anläßlich der Konferenz Zukunftspotentiale der deutschen Brauindustrie, innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte das Billigsegment rund 20 Prozent des deutschen Bierausstoßes ausmachen. Diese Entwicklung werde maßgeblich über die Discounter forciert, deren Entwicklung ebenfalls boomt. Von unten, so Windschall, werde damit zusätzlicher Druck auf das Konsumbiersegment erzeugt, das schon von oben durch die Preiskämpfe der Premium-Brauereien in Bedrängnis geraten ist..

Getränke-Konjunkturtest Juli 1994 -- Biere: Im Juli hat sich die Geschäftslage der Brauereien wieder verbessert. Dank des günstigen Sommerwetters stiegen Nachfrage und Ausstoß im Vergleich zum Vormonat stark an. Zudem konnten einige Brauereien bessere Verkaufspreise erzielen. In den kommenden Monaten dürften jedoch nach Einschätzung der Testteilnehmer keine weiteren Preiserhöhungen durchsetzbar sein. Das Exportgeschäft wird sich nach Ansicht eines Teils der Brauereien wieder beleben. Insgesamt sind die Geschäftsaussichten nicht ungünstig, wenngleich für die Herbstmonate - saisonbedingt - eine leichte Abschwächung erwartet wird. Wegen des starken Nachfrageanstiegs erwiesen sich die Lagerbestände verschiedentlich als zu klein..

Was (Brau-)Techniker über Marketing wisses sollten -- Bei dem vom Marketing- und Kommunikationsberater Rüdiger Ruoss, Chur, veranstalteten Seminar Was Brau-Techniker über Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wissen sollten wurde anhand vieler Beispiele deutlich, daß die Werbung der großen deutschen Brauereien erschreckend uniform ist. Das Seminar fand am 8. und 9. September 1994 in Freising statt. Nur wenige Unternehmen heben sich ab. Der Begriff der Premium-Marke ist stark inflationiert, er wird inzwischen in allen möglichen Produktsparten bis hin zum Motorenöl gebraucht. Nach aktuellen Marktuntersuchungen können 60% der Verbraucher keine Markenunterschiede zwischen den großen Biermarken feststellen. Einen interessanten Weg schilderten Michael Beck v.B. Prof.

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