"Fruchtsaftschorlen sind die ,Renner‘ bei den fruchtsafthaltigen Getränken", so Karl-Otto Becker, Präsident des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), auf der Jahrestagung in Königswinter. Wellness und Gesundheit, Spaß und Genuss bestimmen den Trend bei den Getränken. Die Fruchtsaft-Industrie hat sich auf den wachsenden Konkurrenzdruck eingestellt und sprüht vor innovativen Saftideen. Während Wellness-Drinks, ACE-Getränke und andere Produktneuheiten, beispielsweise auf Basis von exotischen Früchten, den Saftmarkt beflügelten, stagnierten andere Segmente. Unter dem Strich ist die Fruchtsaftbranche mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2002 nicht zufrieden. Über den VdF und seine Landesverbände sind zurzeit 443 Hersteller von Fruchtsäften/-nektaren und Gemüsesäften/-nektaren mit rund 7500 Beschäftigten organisiert. Im internationalen Vergleich haben die Deutschen seit Jahren den größten Durst auf flüssiges Obst. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt nach vorläufigen Erhebungen bei 40,2 Liter (2001: 40,5 Liter). Das ist mit Blick auf andere westeuropäische Länder (durchschnittlich 24,4, Liter/Kopf) und die USA (35,7 Liter/Kopf) weiterhin mit Abstand Spitze.
Den Verkauf des größten österreichischen Braukonzerns BBAG an Heineken quittieren die österreichischen Biertrinker mit einem Achselzucken. Die Konsumenten erwarten mehrheitlich weder Markensterben noch Einheitsbier, dafür aber mehr Auswahl. Mit billigeren Preisen rechnet man eher nicht, heißt es in einer "market"-Umfrage. Dabei erfasste das Meinungsforschungsinstitut rund 400 Personen ab 18 Jahren.
55 Prozent der Bundesbürger sind dafür, das zu Jahresbeginn eingeführte Dosenpfand wieder abzuschaffen. Das hat eine repräsentative Blitzumfrage des Emnid-Instituts im Auftrag der "WirtschaftsWoche" ergeben. Demnach sind 41 Prozent der Deutschen mit dem Dosenpfand einverstanden, keine Meinung dazu haben vier Prozent. Nach Angaben der "WirtschaftsWoche" wurden zu diesem Thema vor dem Pfingstwochenende 1000 Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren befragt.
Zwangsläufig kommt der private Unternehmer irgendwann in eine Situation, in der er sein Unternehmen übergeben muss. Wird diese Übergabe durch sein plötzliches Ableben erzwungen, sind oft Ratlosigkeit und Chaos für Hinterbliebene und Unternehmen gleichermaßen vorprogrammiert. Besser ist es, rechtzeitig zu planen und die Nachfolge seines Unternehmens systematisch zu regeln.
Wie der Vater, so der Sohn? Nichts an einer Stabübergabe ist unvermeidlich oder modellhaft. Außer dass mit ihr Hoffnungen, Wünsche und Lebensentwürfe einer Generation an die nächste weitergereicht werden. Sich dieser Last zu entledigen ist Aufgabe und Bürde zugleich.
In einer Vorlage bei der Börsenaufsicht gab der weltgrößte Brauer, Anheuser-Busch Cos. Inc., bekannt, dass man dem Chairman vergangenes Jahr sowohl das Gehalt wie auch die Zulagen gekürzt hat, nachdem er vom Posten des Chief Executive Officers zurückgetreten war. In gleicher Vorlage wurde verkündet, dass das Gehalt des neuen CEO erhöht wurde. Vergangenes Jahr bezog der Chairman August A. Busch III, 65, ein Gehalt von 900 000 USD, was eine deutliche Verringerung seiner Bezüge gegenüber 2001 darstellt, da er im Juli 2002 den Stab an den neuen CEO Patrick Stokes, 60, weitergegeben hat. 2001 betrug sein Gehalt knapp 1,2 Mio USD. Der Bonus im Jahr 2002 fiel auf 2,7 Mio USD, nachdem er 2001 noch 3,3 Mio USD betragen hatte. Auch wurde mitgeteilt, dass Busch III Optionen auf 1 Mio Aktien erhielt - 2001 waren es noch mehr als 1,08 Mio Aktien gewesen. Stokes, der nun Präsident und CEO von Anheuser-Busch ist, wurde ein Gehalt von 1,3 Mio USD bezahlt (2001: 1,1 Mio USD). Sein Bonus stieg von 2,2 Mio USD 2001 auf 3,1 Mio USD 2002, da, wie zu lesen war, er die Ertragsvorgaben erfüllen konnte.
Wie sagt der Butler im deutschen Silvester-Gaudium Dinner For One? "Eines Tages bringe ich die Katze um!" Gemeint ist natürlich der Löwe auf dem Boden, über dessen ausgestopften Kopf der Butler beim Servieren des Silvestermenüs fortwährend stolpert. Gleiches hat SA Breweries (SABMiller) mit seinem Löwen vor. Die rede ist natürlich von der altehrwürdigen Marke Lion, deren Relaunch als Bier für die Rave-Generation spektakulär fehlgeschlagen ist. Jetzt soll die Marke still vom Markt genommen werden. Viele Südafrikaner hegen zärtliche Erinnerungen an die 114 Jahre alte Biermarke Lion, die einst die beliebteste Marke von SAB war mit einem Marktanteil von über 50%.
Baltika, der größte Brauer Russlands und im Besitz von Baltic Beverages Holding, beäugt seit einiger Zeit den chinesischen Markt. Der Ausbau der Exportaktivitäten ist für Baltika ein Muss, schließlich soll das Wachstum des Konzerns beibehalten werden, auch wenn der russische Biermarkt in ein paar Jahren sein Plateau erreichen wird. Im April eröffnete Baltika die Khabarovsk Brauerei im Osten Russlands gelegen, nördlich von Wladiwostok. In diesem Gebiet leben 10 Mio Konsumenten. Jenseits der Grenze jedoch in der angrenzenden chinesischen Provinz Mandschurei, leben 120 Mio Menschen. Die Khabarovsk Brauerei hat eine Kapazität von 1,0 Mio hl Bier und kostete, laut eines Reports, 50 Mio USD.
Im März steigerte Carlsberg Breweries seinen Aktienbesitz in Carlsberg Okocim dank der Übernahme von 3,5% der Aktien, die zuvor der Bitburger Brauerei gehört hatten, auf 75%. Der Preis des Aktienpakets betrug 28 Mio DKK. Erst im Dezember 2002 hatte Carlsberg den Brauern aus der Eifel 9,9% der Anteile abgekauft zum Preis von 86 Mio DKK. Diese Transaktion, ebenso wie die zwischen Radeberger und SABMiller im Frühjahr, als Radeberger 98,8% seiner Anteile an der Brauerei Browar Dojlidy an den zweitgrößten Brauer der Welt in Höhe von 35 Mio EUR verkaufte, markiert den endgültigen Rückzug der deutschen Brauer aus dem polnischen Biermarkt. 2002 verkauften die vier Brauereien, die zu Okocim gehören, 3,5 Mio hl Bier. Gegenwärtig beträgt sie nur 1%..
Sie: "Wie ungeschickt von mir, ich habe sie nass gemacht." James Bond: "Hauptsache mein Martini ist trocken geblieben." Die Sprüche James Bonds sind Legende. Keiner konnte so unbeschreiblich cool wirken wie er. Selbst in der Hitze des Gefechts, wenn eine seiner Gespielinnen ihn bittet: "James, ich brauche dich." Und er darauf erwidert: "England auch." Mit dem Slogan "Er ist der wahre Held unserer Zeit" wurden die Bond-Filme schon in den 1960er Jahren vermarktet.
Während des Geschäftsjahres 2002 (bis 31. Dezember 2002) konnte der führende Brauer Mexikos, Grupo Modelo, seinen Nettoumsatz auf 36 Mrd Pesos erhöhen (+6,6%). Der Inlandsabsatz stieg um 3,6% und der Export um 13,5%. Der Nettoumsatz beim Export betrug 908 Mio USD. Der Durchschnittspreis in USD für einen Hektoliter Bier für den Export lag um 3,6% über dem des Vorjahres. Der Anteil des Exports am Nettoumsatz war 24,9%, der des Inlandsbierabsatzes 66,4%. Das Betriebsergebnis lag bei 9,4 Mrd Pesos, das EBITDA bei 10,9 Mrd oder 30,2% des Umsatzes. Der Bierabsatz 2002 habe eine neue Rekordhöhe von 39,9 Mio hl (+3,9%) erreicht, so Grupo Modelo in einer Erklärung. Der Inlandsabsatz in Hektoliter stieg um 1,3%, während der Export volumenmäßig um 11,3% zunahm.
"Prognosen, in den nächsten zwölf Jahren würden mehr als zwei Drittel der deutschen Brauereien geschlossen, widersprechen den bisherigen Erfahrungen und der tatsächlichen Entwicklung in den letzten Jahren." Dies erklärte der Pressesprecher des Deutschen Brauer-Bundes [EV], Erich Dederichs, in Bonn in Zusammenhang mit einer kürzlich veröffentlichten Studie einer Wirtschaftsberatung (s. Brauwelt Nr. 22, 2003, S. 666).
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