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Reinigung/Desinfektion

Bestimmung und Verhalten von Atrazin im Brauprozeß. Teil 2: Analytik -- Für die Bierbereitung ist das Wasser mengenmäßig der bedeutendste Rohstoff, so daß eine Untersuchung über das Verhalten von Atrazin im Brauprozeß sehr wichtig ist, da diese Substanz immer öfter bei Trinkwasseruntersuchungen Anlaß zu Beanstandungen gibt. Im ersten Teil dieser Artikelreihe (Brauwelt, Nr. 32, 1992, S. 1483) gaben die Autoren eine Literaturübersicht zur Atrazin-Thematik. Im vorliegenden 2. Teil geht es um die Analytik, wobei die größte Problematik in der eindeutigen Identifizierung der gesuchten Substanz liegt.

Formaldehyd -- Alles ist Gift - es kommt nur auf die Dosierung an, befand Paracelsus bereits im 16. Jahrhundert. Mit dieser Erkenntnis könnte man alle Diskussionen um die Toxizität von Substanzen, die in den letzten Jahren geführt wurden, ad acta legen, unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um - Nitrosamine im Bier; - Natriumcyclamat als krebserregenden Süßstoff; - Butter als Herzinfarkt begünstigenden Brotaufstrich; - nitrithaltige Wurstwaren; - Alkohol als Genuß- und Suchtmittel handelt. Unsere Massenmedien beschaffen sich Informationen und verarbeiten sie zu gefährlichen Halbwahrheiten, die wissenschaftlich völlig unfundiert sein können. Berufsgenossenschaften und Verbände bis hin zum einzelnen Bürger werden dadurch stark verunsichert.


Unter Tensiden versteht man oberflächenaktive Substanzen, die in verdünnten Lösungen als Netzmittel, Emulgatoren oder Detergentien wirken. In den einzelnen lebensmittelverarbeitenden Industriezweigen verwendet man zur Emulgierung von Fett und zur Lösung von nichtfettigen, wasserunlöslichen Schmutzpartikeln gezielt Tenside, die sich aufgrund ihrer hydrophylen und hydrophoben Bestandteile an der Grenzfläche der feindlichen Stoffe anreichern und dadurch die sogenannte Grenzflächenspannung abbauen. Der eine Teil des Tensid-Moleküls krallt sich gewissermaßen an ein Wasser-Teil, der andere an ein Fett- Teil. So reißen sie gewissermaßen das Fett von der zu reinigenden Oberfläche und verteilen es fein im Wasser. Tenside in Reinigungsmitteln müssen zu über 80% biologisch abbaubar sein..


Verbesserte Druckfarbenhaftung auf Etiketten -- In der Brauwelt Nr. 35, 1990, S. 1435, wurde bereits über die erzielte Verbesserung der Druckfarbenhaftung auf Papieretiketten berichtet. Dieses erreichte Ergebnis für hochwertige naß- und laugenfeste Etikettenqualitäten findet breiten Nutzen im Sinne einer wirksamen Umweltentlastung, in diesem speziellen Fall der Laugen- und Abwasserentlastung. In der obengenannten Veröffentlichung wurde dargelegt, in welchem Maße die Komplexität bei der Reinigung von Mehrwegflaschen eine Zusammenarbeit zwischen der Getränkeindustrie und dem Zulieferanten erfordert..


Oberflächenreinigung mit Trockeneis -- Die neue Reinigungstechnologie, die jetzt von der Kohlensäurewerk Deutschland GmbH, Bad Hönningen, vorgestellt wurde, basiert auf dem Einsatz von Trockeneis. Das sogenannte CyroClean- Verfahren eignet sich nach Angaben des Herstellers u.a. auch für die Oberflächenreinigung von bei der Nahrungsmittelherstellung anfallenden Lebensmittelresten. Das aus natürlicher Quellen-Kohlensäure hergestellte Trockeneis wird in pelletierter Form zum Strahlen eingesetzt. Diese Pellets haben eine Temperatur von - 79xC und weisen eine besondere Beschaffenheit auf. Sie werden mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt. Die sublimierenden Pellets tragen die Oberfläche des zu reinigenden Materials nicht ab..


Die Anforderungen an die Haltbarkeit des Bieres werden immer höher geschraubt. Aus diesem Grunde kommt einer entsprechenden Desinfektion in allen Prozeßabschnitten eine wachsende Bedeutung zu. Die Faktoren, die es bei der Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels für die jeweilige Aufgabenstellung zu berücksichtigen gilt, werden im folgenden Beitrag detailliert behandelt. Dies sind neben dem Wirkungsspektrum der verschiedenen Mittel in erster Linie der Eiweißfehler und die Temperaturempfindlichkeit, die Benetzbarkeit, die CIP-Fähigkeit, die Umweltfreundlichkeit und nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit sowie arbeitsmedizinische und arbeitstechnische Aspekte.