Home > Themen > Gastronomie

Gastronomie

Die Gasthausbrauerei - eine Facette im Brauwesen -- Schon der Name weist darauf hin, daß es sich um eine spezifische Form der Brauerei handelt und in die Erlebnisgastronomie einzuordnen ist. Diese Brauereien knüpfen an die alten Traditionen unserer Braukunst an, ausgestattet mit dem Know-how und der Technik von heute. Noch vor hundert Jahren gab es viele Kleinbrauereien mit ausgesprochen lokalem Charakter. Mit der Industrialisierung, der Konzentration und dem sprunghaft angestiegenen Bedarf, konnten diese Brauereien weder quantitativ noch wirtschaftlich mithalten. Fest steht jedenfalls, daß die anfängliche These, diese Entwicklung lebe nicht lange, durch die Realität widerlegt wurde. Deshalb ist die Fragestellung Gasthausbrauerei - Mode oder Trend, eindeutig mit Trend zu beantworten.

Die Neckarmüllerei - Gasthausbrauerei in Tübingen eröffnet - - Fast immer war die Hausbrauerei die Keimzelle der nachfolgenden größeren Brauerei. Es kann nun auch umgekehrt gehen, indem eine größere Brauerei sich eine solche Hausbrauerei zulegt, um so einem gastronomischen Bedürfnis nachzukommen. Das Brauhaus Mössingen, mit seinem traditionsbewußten Brauherrn Heinrich Fischer, ergriff die Gelegenheit beim Schopfe, als Tübingen das Gelände der früheren Neckarmüllerei zur Disposition stand. Diese einstige Neckarmüllerei war nie eine Müllerei, wiewohl dieses Anwesen direkt am Neckar liegt. 30 000 Studierenden ist allemal der Bedarf gegeben. Dies war im Februar 1991, und im September war es dann endlich soweit, daß der Oberbürgermeister von Tübingen, Dr..


Mikrobrauerei als komplette Einheit -- Auf der GIA in Paris, die vom 17. bis 21. 11. 1992 stattfand, wurde eine 5- hl-Anlage vorgestellt, die am Vormittag angeliefert und nachmittags bereits in Betrieb genommen werden kann. Zwei Wochen später wird das Bier, unter- oder obergärig, direkt neben dem Sudhaus gezapft. Die mit Eichenholz verkleidete Brautheke dominiert den Gastraum und vermittelt ein erlebnisorientiertes Ambiente. Nach Angaben des Herstellers, Packo International, und der Bavaria- Braugasthof, Bau + Service GmbH, Neustadt-Wied, belaufen sich die notwendigen Investitionen auf rd. 220 000 DM für das Grundmodul, dessen Kapazität auf 500 hl/Jahr ausgelegt ist. Geliefert wird die neue Gasthausbrauerei als komplette Einheit, auf einem Rahmen montiert (5 m x 2,30 m x 2,40 m)..


Integral-Sudwerk in Gasthausbrauerei in Betrieb genommen -- Mit der Eröffnung der Gasthausbrauerei Zum Oderspeicher in Frankfurt/Oder am 6. November 1992 wurde das erste in Deutschland aufgebaute Integralsudwerk der Projekt- Engineering GmbH (Inpe), München, in Betrieb genommen. Bei einer Ausschlagmenge von 10 hl/Sud sind die Geräte zum Maischen/Kochen und Läutern in einem turmartigen Behälter untergebracht, dessen Kupferhaube mit den Rohrleitungen in das darüberliegende Obergeschoß reicht. Um das Sudwerk ist sehr geschmackvoll eine Bier- und Speisebar gruppiert, an der die Gäste die Braumeisterin, Frau Dominikowski, hautnah bei der Arbeit beobachten können. Die eigentliche Brauerei befindet sich im darunterliegenden Kellergewölbe. zwei bis drei Wochen gelagert. 5 Mio DM investiert..


Wirtschaftliche Talfahrt auch in der Ernährungsindustrie -- Die wirtschaftliche Talfahrt hinterläßt auch in der Ernährungsindustrie ihre Spuren. Nach Angaben von Dr. Theo Spettmann, Vorsitzender der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß (ANG), Bonn, sind bereits 1992 aufgrund des deutlich abgeschwächten Konsumverhaltens keine Umsatzsteigerungen zu erwarten. Für 1993 befürchtet man einen weiteren Rückgang. Angesichts dieser rezessiven Entwicklung seien, so Dr. Spettmann, Erhöhungen der Personalkosten über die Produktivität hinaus, insbesondere für die überwiegend mittelständisch strukturierte Ernährungswirtschaft in West und Ost unverkraftbar..


Der Konsum bestimmt den Preis - Broker's Inn in Mannheim - - In der Mannheimer Kneipe Broker's Inn bestimmen Angebot und Nachfrage die Getränkepreise. Im vergangenen Jahr hatte der Gastwirt Hermann Reutter (31) den Gedanken, den Gast mit seinen Bestellungen den Kurs seines Bieres selbst bestimmen zu lassen, und sein Bruder Gustav (27), gelernter Systemanalytiker, arbeitete nach monatelanger Tüftelei das Börsenprogramm aus. Das komplizierte System mit einem Großrechner und acht Monitoren (Investition 350 000 DM) wird seit Februar 1992 aus der Schaltzentrale im Hinterzimmer der Gastwirtschaft gesteuert. Der Computer registriert jede Bestellung und errechnet in Minutenabständen den aktuellen Kurs. Das Getränk mit der höchsten Nachfrage steigt im Kurs. Wird z.B.


Finanzierung einer Gasthausbrauerei über Obligationsbier - - Im niederländischen Kaatsheuvel betreibt Sjef Groothuis eine Gasthausbrauerei, die bei einer Jahreskapazität von 35 hl auf nur 6 m2 Grundfläche immerhin vier Biersorten braut. Da das Geschäft gut läuft, soll die Kapazität auf wöchentlich zwei Sude a 10 hl und somit auf einen Jahresausstoß von 800 hl ausgeweitet werden. Die Finanzierung der dazu erforderlichen Investitionen (Geräte und Grundstück) soll über die Ausgabe von Obligationen in Höhe von ingesamt 40 000 DM, gestückelt in 80-DM-, 200-DM-, 400-DM- und 800-DM-Anteile, erfolgen. Die Gläubiger erhalten eine auf ihren Namen lautende Obligation. Die Verzinsung beträgt 10%, die im wahrsten Sinne des Wortes in Form eines speziellen Obligationsbieres ausgeschüttet wird..


Bei der Abfüllung von Faßbier treten zwar mit den heutigen technischen Einrichtungen (KZE, Keg, geschlossenes Abfüllsystem) nur verhältnismäßig selten Kontaminationen mit Bierschädlingen auf, häufig wird dieser gute mikrobiologische Zustand aber durch unzureichend gewartete Zapfanlagen wieder zunichte gemacht. Solche Verkeimungen können sich lt. Prof. Dr. W. Back, 24. Technologisches Seminar 1991 in Weihenstephan, besonders bei längeren Standzeiten in den Leitungen und Hähnen von Zapfanlagen aufschaukeln und zu Trübungen und Geschmacksfehlern führen. Nicht selten werden die Keime durch ständiges Ausschenken wieder ausgespült, so daß oft nur die ersten Gläser zu bemängeln sind. Die Keime sind aber nach wie vor vorhanden und werden auch auf andere Fässer verschleppt. Anschließend wird ca..


Kölschstangen im Computer -- Erst vor fünf Jahren begannen Ingrid und Philipp Graß aus dem rechtsrheinischen Kölner Vorort Mülheim mit dem Sammeln von Gläsern der Rheinischen Bitterbiere. Inzwischen umfaßt ihre Kollektion bereits mehr als 1000 Kölschstangen eines guten halben Hunderts Kölschbrauereien, von denen heute noch zwei Dutzend produzieren, und mehr als 1500 Altbiergläser von rund 230 Altbier-Brauereien aus ganz Deutschland. Ergänzt wird diese Spezialsammlung durch Zapfhahn-Schilder, Steinkrüge, Zierteller aus Keramik, alte Brauhaus-Abrechnungen sowie nostalgische Ansichtskarten von Kölsch oder Köbessen. Sohn Stefan (17) hat sich auf Minikrüge und Flaschenöffner spezialisiert, Tochter Simone (14) auf Bierdeckel. Der frühere Bankangestellte Ph..


Empfehlungen für gehärtete Biergläser -- Nicht im Bayerischen Medizinischen Wochenblatt (das es gar nicht gibt), sondern im British Medical Journalsetzen sich drei ernsthafte Wissenschaftler der Universitäten von Wales und Bristol mit der Frage auseinander, wie man Gläser als die bei Raufereien in Großbritannien oft gebrauchten Waffen im wahrsten Sinne des Wortes entschärfen kann. Untersuchungen in fünf Städten Großbritanniens ergaben, daß Gesicht und Hals die häufigsten Ziele der Angriffe mit Gläsern sind, daß diese sich vor dem Aufschlag gewöhnlich in gebrauchsfähigem Zustand befinden und daß Biergläser (noniks) bei weitem am meisten als Waffen eingesetzt werden. Etwa 70% der Opfer behalten entstellende Narben..


Bierbrauen zum Zuschauen: Unions-Bräu als Gasthausbrauerei - - Naturtrübes Unions-Bräu Bier - frisch aus dem Holzfaß wird künftig den Gästen des gleichnamigen Lokals im Münchner Stadtteil Haidhausen angeboten, das der Münchner Gastronom und Löwenbräu-Wiesenwirt Ludwig Hagn jetzt auf dem Grund und Boden der früher dort tätigen Unions-Brauerei Schülein & Co. betreibt. Das bis 1895 bescheidene, nach der Übernahme durch Kommerzienrat Josef Schülein großzügig ausgebaute und 1905 mit der Münchner Kindl Brauerei vereinigte Unternehmen brachte es in den Jahren 1912/13 bereits auf einen Bierausstoß von 317 000 hl und galt als zweitgrößte Aktienbrauerei Bayerns. 1921 kam es zur Fusion mit der Löwenbräu AG, deren Aufsichtsrat Josef Schülein fortan angehörte, während sein Sohn Hermann Direktor wurde..