BRAUWELT FIVE Nachrichten der Hochschulen und Universitäten

Bei der industriellen Bierherstellung ist die Bierhefe unterschiedlichen Stressoren unterworfen. Diese können der Zellphysiologie schaden und damit die Fermentationsperformance und die Qualität des Produktes mindern.

Bodenständig sollte es sein, ohne viel Schnickschnack, wie Arno Böttner sagt. Herausgekommen ist ein Siegerbier. Böttner und sein Team haben sich beim Brauwettbewerb der Hochschule Flensburg Ende November 2016 mit ihrem Kellerbier „Treib(t)gut“ den ersten Platz gesichert. Dabei hat das Selbstgebraute nicht nur geschmacklich die Fachjury überzeugt, sondern auch die Präsentation der Gruppe am Abend des Wettbewerbs. Das Rezept stammte aus dem Internet. „Wir haben es aber noch nach unseren Vorstellungen verfeinert“, sagt Arno Böttner. Dass nur ein Braugang reichte, um das bernsteinfarbene Fünfprozentige so perfekt hinzubekommen, freut den Student der Schiffsbetriebstechnik umso mehr.

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat einen Neubau für den Studiengang Brau- und Getränketechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) genehmigt.

An der Technischen Universität Berlin wird voraussichtlich ab dem Wintersemester 2017/18 ein neuer Studiengang Bachelor of Engineering (B.Eng.) „Brauwesen“ (Regelstudienzeit 6 Semester, 180 LP) mit zunächst 20 Studienplätzen angeboten. Mit diesem Studiengang ersetzt die Fakultät III der TU Berlin gemeinsam mit dem Fachgebiet Brauwesen das ehemalige „Brautechnische Fachstudium“ (Diplom-Braumeister), das gemäß dem Berliner Hochschulgesetz als Diplomstudiengang nicht mehr weitergeführt werden kann. Die Studien- und Prüfungsordnung des B.Eng. „Brauwesen“ hat den Gremienweg der TU Berlin erfolgreich durchlaufen und liegt derzeit zur Genehmigung der Berliner Senatsverwaltung vor; durch die nachfolgende Veröffentlichung im Amtsblatt der TU Berlin tritt sie in Kraft.

In einer Kooperation zwischen dem University College Cork und dem Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie untersuchte Iain Whitehead in seiner Masterarbeit unterschiedliche Möglichkeiten zur Anwendung von MVD im Brauprozess.

Es ist ein gewaltiges Wissenschafts- und Konjunkturprogramm für den Lebensmittel-Sektor. Das Verbundprojekt „EIT Food“ der EU soll den Lebensmittel-Sektor kundenorientierter, ökologischer und wettbewerbsfähiger machen.

Unter diesem Motto trat Prof. Dr.-Ing. Thomas Becker am 1. Oktober 2016 sein Amt als neuer Dekan des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW) der TU München an. Bei den Hochschulwahlen im Sommer 2016 wurde Prof. Becker (Ordinarius des Lehrstuhls für Brau- und Getränketechnologie) für eine Amtszeit von drei Jahren zum Dekan gewählt. Somit wird Prof. Becker das WZW mit seinen sechs Studienfakultäten, sieben Forschungsdepartments, knapp 5300 Studierenden und über 90 Professoren bis ins Jahr 2019 führen.

Rund 280 Liter Bier trinken Bambergerinnen und Bamberger durchschnittlich im Jahr. Das überrascht kaum in der Region mit der weltweit höchsten Brauereidichte. Zum 500. Jahrestag des Bayerischen Reinheitsgebots untersuchten Prof. Marc Redepenning und Sebastian Scholl vom Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Universität Bamberg in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes jetzt die Bierkultur in Bamberg und im Landkreis.

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Verbesserung der Propagation von Schizosaccharomyces pombe, Kluyveromyces lactis und Kluyveromyces marxianus mittels Temperaturoptimum und Zellgrößenverteilung

Diese Arbeit untersuchte die für das Wachstum von potentiell bierschädlichen Bakterien relevanten Nährstoffverhältnisse in obergärigen Weizen- und untergärigen Lager-Vollbieren. Die Untersuchungen sollten der Verbesserung der bisher kaum berücksichtigten mikrobiologischen Situation in der Weizenbierherstellung und -abfüllung dienen.

In dieser Arbeit sollte durch einen rekombinanten Hefestamm das in der Gerste (Hordeum vulgare) vorkommende Speicherprotein B-Hordein im Labormaßstab produziert und nachgewiesen werden. Dazu wurde das entsprechende Gen über ein Plasmid in das Genom eines Pichia pastoris-Stammes integriert und das B-Hordein in einem Fermentationsversuch exprimiert.

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