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Brautradition in Düsseldorf -- Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges e.V. veranstaltete am 20. April 1993 einen Altbierabend, in dessen Verlauf die Vertreter der Düsseldorfer Altbierbrauereien anderthalb Stunden lang über das Wohl und Wehe dieses sensiblen Lebensmittels, das die Gemüter schon mal erhitzen kann, diskutierten, wie es der Vorsitzende Baas Heinz Lindermann formulierte. Mit von der Partie waren Herbert Enderlein (Schumacher), Peter Frankenheim (Frankenheim), Karl-Heinz Gatzweiler (Gatz), Simon Gatzweiler (Schlüssel), Manfred Neumann (Schlösser) und Josef Schnitzler (Uerige). Die Leitung der Gesprächsrunde lag bei Cornelius Bormann, Chefredakteur des WDR Düsseldorf (Das ist hier ja voller als im Dritten Programm!). med. dent. Lutz U. Bellmann, auch Mitglied der GGB, gegeben.a..

Japan Schlechte Aussichten für Bierabsatz. -- Nach jährlichen Zuwachsraten von drei Prozent wird das laufende Jahr für die japanischen Brauereien kaum zusätzliche Absätze bringen. Man muß froh sein, die Vorjahreszahlen wieder zu erreichen. Aufgrund des schlechten Wetters ist der Umsatz in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres um 1% zurückgegangen. In diesem Zeitraum setzte der Marktführer Kirin (50% Marktanteil) 12,23 Mio hl Bier ab (- 1,1%), Asahi Breweries (25% Marktanteil) 5,92 Mio hl (- 2,1%), Sapporo ( 20% Marktanteil) 4,56 Mio hl (+ 2,9%) und Suntory 1,85 Mio hl (- 7,5%) ab. Das neue Asahi Super Dry kam in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf einen Absatz von 1,1 Mio hl..

Indien Handelspartner gesucht. -- Indische Getränkeunternehmen suchen nach Partnern, um alkoholische Produkte auf den noch sehr aufnahmefähigen heimischen Markt zu bringen. Nach einem Bericht des Asian Wall Street Journal gibt es in Indien bereits drei deutsche Brauereien, die dort auch ihr Bier herstellen. Nach einer Studie der indischen Bierindustrie, die 31 Brauereien umfaßt, betrug der Inlandsbierverbrauch 1991 rd. 3,85 Mio hl. Bis zum Jahre 1995 rechnet man mit einer Steigerung auf 6,13 Mio hl. Der Pro-Kopf-Verbrauch wurde für 1988 mit 0,5 l ermittelt. Das wird zum einen auf die Armut zurückgeführt, zum anderen auf das absolute Alkoholverbot, das in vielen indischen Staaten gilt. Von 1974 bis 1989 sind in Indien keine Braulizenzen mehr vergeben worden.a. Brauwelt Nr. 11, S. 457)..

Großbritannien Schwächere Biere, um Steuer zu sparen. -- Die britischen Brauereien senken den Alkoholgehalt einiger ihrer Biere, um die unter dem Finanzminister Lamont angehobene Biersteuerschuld zu mindern. Früher richtete sich die Biersteuer nach dem Stammwürzegehalt vor der Gärung. Jetzt wird der Alkoholgehalt des Bieres herangezogen, das die Brauerei verläßt. Nach Angaben der Brewers' Society hat dies zu Mehrkosten für die britischen Brauereien in Höhe von 160 Mio DM geführt. Courage, mit einem Marktanteil von 20% der zweitgrößte englische Braukonzern nach Bass, hat den Alkoholgehalt von neun Bieren und von Holsten Pils, das importiert wird, gesenkt. Nach Angaben des Unternehmens erhöhte sich die Biersteuer, die es entrichten muß, zum 1. Juni 1993 um 50 Mio DM.T. Vor dem 1..

Großbritannien Japanisches Unternehmen auf Platz 3 in der bitischen Erfrischungsgetränkeindustrie. -- Nach einer Studie von Zenith International, Bath/UK, ist das japanische Unternehmen Mitsubishi Corporation mit einem für 1993 hochgerechneten Absatz von 3,5 Mio hl der drittgrößte Anbieter von alkoholfreien Erfrischungsgetränken in Großbritannien. Mit großem Abstand liegt Coca-Cola & Schweppes Beverages mit 17 Mio hl an der Spitze, vor Britvic Soft Drinks mit 8,70 Mio hl. An vierter Stelle folgt Carters mit 3 Mio hl und A.G. Barr mit 2,8 Mio hl.

Großbritannien Biermixgerät für die eigene Bar. -- In Großbritannien wird jetzt für rd. 300 DM die Fountain House Machine (FH 2000) angeboten, mit deren Hilfe man sich zu Hause aus Bierkonzentrat, geliefert von einer britischen Großbrauerei, sein eigenes Bier herstellen und ausschenken kann. In der Maschine wird zunächst normales Wasser mit CO2 angereichert. Bei entsprechendem CO2-Druck wird dann die exakte Menge an Konzentrat zudosiert. Der Alkoholgehalt dieses Bieres entspricht dem eines normalen Lagerbieres. Die Kosten, die durch das Konzentrat und die CO2-Patronen entstehen belaufen sich auf umgerechnet 3,50 DM/l. Traditionelles, selbstgebrautes Bier ist zwar billiger, dürfte aber geschmacklich stark abfallen..

Die britische Brauszene -- Der vorliegende Bericht über die britische Brauszene gibt einen Überblick über den Bierausstoß in Goßbritannien, die neuesten Gesetzgebungen sowie Absatztendenzen auf dem Markt. Der Autor geht auch auf die Entwicklung der Richtlinien für den Verkauf von Bier in Großbehältern ein. Ebenfalls werden Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltprobleme erörtert, sowie technische Entwicklungen einiger Brauereien Großbritanniens.

VR China Zusammenschluß der Tsingtao-Brauereien. -- Die vier Brauereien, die das chinesische Bier Tsingtao herstellen, haben sich zu einem gemeinsamen Unternehmen, der Tsingtao Brewery Co. Ltd, zusammengeschlossen. Geplant ist, Aktien der neuen Gesellschaft an der Börse in Hongkong (Kategorie H) und in Shanghai (Kategorie A für Ausländer) zu plazieren. Der Erlös der Aktienemission soll zum Ausbau der Produktionskapazität von derzeit 2,4 Mio hl auf 4 Mio hl eingesetzt werden. Anheuser-Busch, St. Louis/USA, will für umgerechnet 18,1 Mio DM 5% der Aktien kaufen. Anheuser-Busch will höher einsteigen. Hierüber laufen die Verhandlungen noch. Die Beteiligung von Anheuser- Busch an Modelo, Mexiko, könnte als Beispiel für eine Beteiligung an Tsingtao gelten..

Brasilien Starke Rezession behindert Bierabsatz. -- Die starke, weiter anhaltende Rezession und eine Inflationsrate von einem Prozent pro Tag hat sich 1992 auch auf den Bierausstoß ausgewirkt. Insgesamt wurden 53,0 Mio hl Bier erzeugt. Davon kamen 22,5 Mio hl bzw. 42,5% von der Brahma- Skol-Gruppe, 20,5 Mio hl (38,7%) von der Antarctica, 7,0 Mio hl von Kaiser, 2,5 Mio hl von Schincariol und 0,5 Mio hl von Cerpasa. Brahma, Antarctica und Kaiser konnten ihre Position behaupten. Überraschenderweise hat Schincariol seinen Ausstoß noch einmal verdoppeln können, während Cerpasa weiter abfiel. Im Vorjahr hatte die Gesamtproduktion 63,0 Mio hl betragen. Der Pro-Kopf- Verbrauch ist 1992 von 42 l im Vorjahr auf 35 l zurückgegangen. Auch 1993 besteht wenig Hoffnung auf eine wirtschaftliche Besserung.

Dosenbier mit Zuwächsen in Europa -- Im Jahre 1992 hat der Absatz von Dosenbier in Europa trotz ungünstiger wirtschaftlicher Bedingungen und allgemein schlechten Wetters zugenommen. Nach dem Bevpack-Report '93 der Zenith International, Bath/UK, sind die Absätze an Dosenbier in 16 europäischen Ländern von 1990 bis 1992 um 10,3% auf 35 Mio hl und damit von 10% Marktanteil auf 11,2% angestiegen. Bei den kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken war ein kleiner Zuwachs von 2,3% auf 40,45 Mio hl zu verzeichnen. Ihr Marktanteil sank leicht von 17,1% auf 16,7%. Wegen der wirtschaftlichen Rezession ist der Bier- und Erfrischungsgetränkeabsatz 1992 generell in Europa nicht so gut gewesen. Die Erfrischungsgetränke in Dosen erzielte in fast allen europäischen Ländern Steigerungen..

Neues Kneipenkonzept -- Im Rahmen einer Präsentation des Gastronomie-Konzept-Systems der Service-Ring GmbH am 25. Juni 1993 am Timmen-dorfer Strand, stellte Gerd Borges, Inhaber der Privatbrauerei Franz Joseph Sailer, Marktoberdorf, ein neues Kneipenkonzept vor. Unter dem Motto Strandgut - die Wanne ist voll soll Mitte Juli ein Prototyp in Marktoberdorf eröffnet werden. Borges stellte die provokante Frage, ob der Ausschank von Faßbier überhaupt noch aktuell ist. Eine Untersuchung von 100 vertragsgebundenen Gaststätten habe ergeben, daß 20 Prozent Fremdbiere über das Wochenende abgegeben wurden. So macht man keine Geschäfte. Der eine Teil hat die hohen Investitionskosten, und der andere Teil sahnt durch den Schwarzverkauf preisgünstiger Biere ab. Erste Tests liefen lt. Borges erfolgreich..

Belgien Gesteigerter Bierexport. -- Den belgischen Brauereien ist es 1992 gelungen, ihre Bierexporte um rd. 10% auf 3,46 Mio hl auszudehnen. Mittlerweile werden 25% des belgischen Bierausstoßes exportiert. Besonders zugenommen haben die Exporte in EG-Länder (+ 14%). Fast 50% des belgischen Bierexportes gingen mit 1,7 Mio hl nach Frankreich, 20% bzw. 0,692 Mio hl in die Niederlande und 9% bzw. 0,312 Mio hl nach Italien. Spanien rangierte 1992 mit 0,3 Mio hl an fünfter Stelle und hat Deutschland fast eingeholt. Im Inland ist eine verstärkte Ausrichtung auf Pils-Biere erfolgt, ohne daß die Nachfrage nach Spezialbieren nachgelassen hätte. 1992 war das Jahr der Leichtbiere in Belgien..

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