Im Jahr 1996 ist der Bierausstoß der japanischen Brauereien um lediglich 0,8% auf 69,11 Mio hl gestiegen.
Nach Angaben der Asahi Breweries, Tokio, entwickelten sich die einzelnen Brauereien wie folgt:
Brauerei Ausstoß in Mio hl Veränderung MA 1996 MA 1995
in %
Kirin 32,17 - 3,9 46,6% 48,8%
Asahi 21,00 + 12,6 30,4% 27,2%
Sapporo 11,83 - 1,8 17,1% 17,6%
Suntory 3,47 - 7,8 5,0% 5,5%
Orion 0,63 + 0,9 0,9% 0,9%
Bei den einzelnen Marken ergaben sich 1996 folgende Verschiebungen:
Ausstoß Veränderungen in Mio hl in %
Asahi Super Dry 18,42 + 20
Kirin Lager 19,24 +/- 0
Kirin Ichibanshibor 9,10 - 6
Sapporo Black Label 9,00 - 2
Suntory Malt’s 2,69 - 1
Eine positive Entwicklung erfuhren die dunklen Biere..
Die United Breweries (UB) haben 51% der Aktien an der Nepal Breweries erworben. UB wird in der Brauerei in Nepal seine eigenen Marken brauen und das Marketing kontrollieren. Der Partner aus Nepal wird seine Marken weiter herstellen. Bereits im vergangenem Jahr hat UB in Südafrika ein Joint Venture mit der National Sorghum Breweries abgeschlossen.
Stella Artois hat 1996 erstmals die 100 Mio-Pfund-Grenze im Einzelhandels-Umsatz überschritten und wurde die führende Biermarke in Großbritannien. Das Premium-Lager wird mittlerweile in Lizenz von Whitbread in Großbritannien gebraut. Mit einem Einzelhandelsumsatz von 102 Mio Pfund im Jahre 1996 ist Stella Artois das erste Bier unter den 25 größten Markenartikeln im Einzelhandel und liegt noch vor Heinz Baked Beans und Kellogg’s Corn Flakes.
In der Braurei Redruth in Cornwall wurde jetzt das erste chinesische Bier außerhalb Chinas unter Lizenz gebraut. Die Brauerei war vor zwei Jahren von Sir Kenneth Ping-Fan Fung (86), einem chinesischen Unternehmer, aufgekauft und vor dem Ruin gerettet worden. Das Originalrezept stammt von der Schwesterbrauerei Yinxing in Zentralchina. Als Rohstoffe werden neben dem örtlichen Wasser englisches Malz, Hopfen aus Nanjing, Hefe aus Yinxing und Reis aus China verwendet. Das Bier wird in China-Restaurants in Großbritannien vertrieben, aber auch nach Hong Kong exportiert. Die 65 Mitarbeiter produzieren darüber hinaus ein amerikanisches Lager in Lizenz sowie Indianhead, ein Bier aus Cornwall. Weitere Produkte sollen folgen.
Die dänische Brauereigruppe Carlsberg hat mit der Coca-Cola Co. ein Abfüll- und Vertriebsabkommen für die Marke Coca-Cola und andere Softdrink-Erzeugnisse für die Märkte in Dänemark und Schweden geschlossen. An dem Joint Venture Coca-Cola Nordic Beverages A/S, Kopenhagen, hält Carlsberg 51% der Anteile. Ob die Coca-Cola Norway A/S ebenfalls noch in das Joint Venture einbezogen wird, ist Gegenstand weiterer Verhandlungen.
Die Brauereien Antarctica und Kaiser wollen jetzt im brasilianischen Bundesstaat Ceará Braustätten in Betrieb nehmen. Dafür sollen 160 Mio US-Dollar bzw. 100 Mio US-Dolar investiert werden. Sie Antarctica-Brauerei wird in Aquiraz, 30 km südöstlich von der Hauptstadt Fortalez, gebaut und Mitte 1999 in Betrieb gehen. Die Kaiser-Brauerei wird im nächsten Jahr in Pacatuba, 30 km südlich von Fortalez, den Braubetrieb aufnehmen. Aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten und Steuern sowie der wegfallenden Transportkosten kann der Bierpreis dann in diesem Bundesstaat um 20% fallen.
In Deutschland ist der Getränkekonsum nach Berechnungen des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, München, 1996 erneut gesunken und zwar um 4,2 l auf 667,1 l pro Kopf der Bevölkerung. Zurückgeführt wird diese Entwicklung auf den verregneten Sommer 1996, die ungünstige Einkommensentwicklung und auf Veränderungen der Trinkgewohnheiten. Der Bierkonsum nahm um 3,2 l auf 134,5 l ab. Wein dagegen legte um 0,8 l auf 18,2 l zu. Der Gesamtkonsum an alkoholischen Getränken belief sich auf 163,6 l (1995: 166,4 l).
Der Verbrauch an alkoholfreien Getränken scheint lt. ifo die Sättigungsgrenze erreicht zu haben. Er liegt jetzt bei 225,5 l (227,4 l). Lediglich Fruchtsaft konnte um 0,4 l auf 41 l zulegen. Dabei wurde die Nachfrage vor allem durch Produktinnovationen stimuliert..
Die Bedeutung der multinationalen Firmen und die Macht der Werbung sind für die Brauer wichtiger denn je. Das schweizerische Brauwesen im Herzen Europas ist exemplarisch für diese Veränderungen. Seine bedeutsame Vergangenheit und die aktuelle Situation der Brauindustrie sollen Anlaß sein zu einigen Überlegungen über die Entwicklung des Brauwesens des Landes, aber mehr noch zu der wahrscheinlichen Entwicklung dieses Handwerks auch außerhalb der Schweizer Grenzen.
Die nachstehende Aufstellung des Deutschen-Brauer-Bundes gibt die Aufteilung bei der 0,5-l-Bier-Dose nach Preisklassen im Lebensmitteleinzelhandel und GAM in den Jahren 1994, 1995 und 1996 in Deutschland in % wieder: 1994 1995 1996 0,40 bis 0,49 DM 2,2 2,2 0,0 0,50 bis 0,59 DM 12,4 18,7 3,8 0,60 bis 0,69 DM 9,7 9,7 22,2 0,70 bis 0,79 DM 9,8 9,8 12,0 0,80 bis 0,89 DM 7,2 8,5 10,2 0,90 bis 0,99 DM 30,5 30,6 31,1 über 1,00 DM 28,2 20,4 20,7
Ende Juli 1996 wurde das größte und modernste Sudwerk Polens technisch und technologisch mit Erfolg abgenommen. Die Gesamtanlage von der Malzannahme bis hin zur Kaltwürzeübergabe an den Gärkeller wurde von der Maschinenfabrik Hrch. Huppmann GmbH, Kitzingen, geplant und ausgeführt.
Schon im Frühjahr 1994 befaßte sich die Brauerei Stöttner, Pfaffenberg, mit dem Neubau eines Sudhauses. Die Grundüberlegung für den Neubau war die Tradition zu bewahren und Neues zu schaffen. Dabei waren alle Überlegungen darauf konzentriert, mit der neuesten Technik und Technologie, die auf dem Markt sehr gut eingeführten Bierspezialitäten mit gleicher Qualität und Bekömmlichkeit zu brauen.
Innerhalb von drei Jahren stieg der Ausstoß der koreanischen Chosun-Brauerei um 3 Mio hl, und das mit einer einzigen Marke: Hite. Damit hat die Chosun-Brauerei aktuell einen Marktanteil am koreanischen Biermarkt von 42%.
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