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Nach den jetzt vorliegenden Zahlen des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), Bonn, lag der Geamtabsatz der Branche im 1. Halbjahr 1997 um 0,3% höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während der Absatz von Mineral- und Heilwasser insgesamt auf Vorjahresniveau lag, konnten Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke um 1,8% zulegen. Nach Aussagen von VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe haben in erster Linie die überproportionale Entwicklung in den neuen Bundesländern (+8,5%) und der Erfolg der Innovationen zu dem zufriedenstellenden Ergebnis beigetragen. Mineralwässer mit natürlichen Fruchtauszügen stiegen um 30% an, in erster Linie in Nordrhein-Westfalen (+103%) und in den neuen Bundesländern (+ 95%). Insgesamt scheint sich der Trend zu stillen Mineralwässern fortzusetzen.n

Die Vereinigug der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide Nord- und Südbaden, Karlsruhe, vertritt angesichts der schlechten betriebswirtschaftlichen Aussichten auch für die Gerstenernte 1998 die Ansicht, daß mindestens 30% der Braugerstenanbaufläche stillgelegt werden müßten, um eine Marktkorrektur zu erreichen. Als Alternativen zur Braugerste werden Stoppelweizen, Raps, Mais und Erbsen genannt.

Der Pro-Kopf-Verbrauch für Bier ist in den letzten zehn Jahren um knapp 15 l zurückgegangen. Die Braubranche reagierte darauf einerseits mit Rationalisierungen, Fusionen und Stillegungen, andererseits mit einer enormen Steigerung der Werbeausgaben zur Markenführung und zur Sicherung der Marktanteile. Von 1993 bis 1996 sind die Werbeaufwendungen für Bier von 425 Mio DM auf 663 Mio DM gestiegen. Im Mediasplit erhöhten sich nach Angaben von IP Deutschland, Kronberg/Ts, die TV-Werbeaufwendungen für Bier von 41% im Jahre 1993 über 60% im Jahre 1996 und auf 64% im ersten Halbjahr 1997. Radio kam im Mediamix der Bierbranche auf 20%, Printmedien auf 15%. Den größten Anteil am TV-Sendermix hatte im ersten Halbjahr 1997 RTL. Immer wieder warnen Branchenkenner vor einem „Over Kill“ in der Werbung..

Die Kölner Kunstvermittlung Tress hat den Plakatnachdruck „Biere de Maxeville“ in ihrem Angebot. Für 30 DM einschließlich Porto und Verpackung kommt das Plakat nach Bestellung unter Tel. und Fax 0221/7 12 75 84 direkt ins Haus.

Der tschechische Biermarkt mit rd. 70 Brauereien und einem Jahresausstoß von 17 Mio hl ist mit einem Faßbieranteil von 50% einer der größten Faßbiermärkte Europas. Auch der Konzentrationsgrad ist relativ hoch. Die vier größten Brauereien, Pilsner Urquell-Gambrinus, Staropramen, Radegast, Südböhmische Brauereien und Budweiser, produzieren nach Angaben der GEA Till GmbH, Kriftel, 60% des Bierausstoßes, also etwa 10 Mio hl. Davon werden etwa 5 Mio hl in Kegs abgefüllt. Die von GEA Till installierte Keganlagen in Pilsen, Radegast, Jihoceske und Budweis haben eine Kapazität von insgesamt ca. 4 Mio hl.
Die Brauerei Pilsner Urquell hat bei GEA Till eine Keganlage mit einer Leistung von 1000 Kegs/h bestellt..

Gegen eine Fusion von Plzenske Prasdroj AS, Pilsen, und Radegast AS hat sich die Bass International plc, London, ausgesprochen. Dadurch würde, so Bass, ein „unfaires Monopol“ entstehen. Ein Zusammenschluß der beiden tschechischen Brauereien ergäbe einen Brauereikonzern mit einem Marktanteil von 40%, dreimal mehr als der nächstfolgende Mitbewerber. Bass hält 33,4% des Kapitals an Radegast sowie eine Mehrheit an den Prager Brauereien, der Numer drei im tschechischen Biermarkt hinter Pilsen und Radegast. Die Prager Brauereien hatten bereits früher ihr Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung an Radegast bekundet.

Der Kampf um die Anteile im Biermarkt Südkoreas wird härter. Marktkenner rechnen damit, daß die Chosun-Brewery ihre Spitzenposition von rd. 42% Marktanteil halten bzw. sogar noch ausbauen kann. OB, das Flaggschiff der Doosan-Gruppe hält 39% des Biermarktes. Nach drei verlustreichen Jahren befindet sich OB nun in einer Restrukturierungsphase, kann aber mit Chosun noch nicht konkurrieren. Auch das Joint Venture von Jinro Ltd. und Adolph Coors leidet unter großen Cash-flow-Problemen und wird seinen Marktanteil von 18% kaum ausweiten können. Die Chonsun-Brewery hat Anfang des Jahres ihre Kapazität von 8,3 Mio hl durch den Neubau der Hongchun Brewery auf 13,3 Mio hl angehoben. Man rechnet damit, daß der Bierkonsum in Südkorea mit dem wirtschaftlichen Wachstum zunimmt.

Im Jahre 1996 wurden in Schweden 5,23 Mio hl Bier (I - III) getrunken, 8,1% weniger als im Vorjahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch fiel von 65 l auf 59 l.
Insgesamt sind in Schweden 46,86 Mio hl an Getränke konsumiert worden, 3,6% mehr als 1995. Dabei stieg der Gesamt-Pro-Kopf-Verbrauch an Getränken von 513 l auf 532 l.
Mit 15,20 Mio hl lag Kaffee an der Spitze vor Milch mit 10,3 Mio hl. Nach Bier rangierten die kohlensäurehaltigen Getränke mit 4,7 Mio hl an vierter Stelle, vor Tee mit 2,60 Mio hl. Bier der Klasse I hatte einen Anteil am Gesamtbierkonsum von 16%, Bier der Klasse II von 39% und Bier der Klasse III von 35%. Hier hat es zum Vorjahr nur geringfügige Verschiebungen gegeben. Die Recyclingquote bei den Aluminiumdosen liegt bei über 90%. Das Pfand beträgt seit 1994 0,50 SEK/Dose.

Die österreichische Braubeteiligungs AG (BBAG), Linz, hat in den letzten neun Monaten in Rumänien drei Brauereien unter ihre Kontrolle gebracht: Arbema, Craiova und jetzt auch Brauerei Malbea, Constanta am Schwarzen Meer. Damit erhöhte die BBAG ihren Marktanteil in Rumänien von 5% auf nunmehr 14%. In Ungarn hat die BBAG sich bei Martfü und Sopron engagiert, in Tschechien bei Starbrno. In diesen zentral-osteuropäischen Hoffnungsmärkten will die BBAG weiter investieren. In den drei Braustätten in Rumänien beschäftigt die BBAG jetzt 1600 Mitarbeiter, 530 in Malbera. Dort werden in diesem Jahr ca. 340 000 hl Bier produziert, die Kapazität liegt bei 450 000 hl/Jahr. Im Jahre 2000 soll der Ausstoß dort 500 000 hl betragen, davon 100 000 hl östereichisches Lizenzbier (Kaiser und Gösser)..

Die Brauerei Grolsch N. V. , Enschede, hat dem Verkauf der britischen Ruddles Brewery Langham, an Morland plc, Abingdon, zugestimmt. Grolsch will sich in Zukunft ganz dem Premiumbier-Segment widmen. Daher paßt Ruddles nicht mehr ins Unternehmenskonzept. Morland ist eine Regionalbrauerei mit einem Jahresumsatz von rd. 200 Mio DM.

Die Utenos Beverages hat entschieden, zusammen mit der Baltic Beverage Holding (Hartwall/Orkla) eine Aktiengesellschaft zu gründen, an der jeder Partner 50% der Anteile hält. Die Carsberg-Gruppe hatte ebenfalls Interesse gezeigt. Utenos wird alle Markenrechte und sein ganzes Geschäft auf die neue Gesellschaft übertragen. BBH ist bereits einer der größten Bierhersteller im Baltikum und besitzt in jedem Land die jeweils führende Brauerei.

Die Labatt Brewing Co. Ltd.,Toronto, hat einen Vertrag mit Carlsberg geschlossen. Demnach übernimmt Labatt den Vertrieb der Carlsberg-Biere auch in den USA. Seit 1988 stellt Labatt Carlsberg-Biere in Lizenz her und vertreibt sie in Kanada. Elephant Red wird bereits in Kanada gebraut und von dort aus in die USA geliefert. Alle anderen Carlsberg-Biere, ca. 100 000 hl/Jahr, werden direkt von Europa in die USA exportiert und dort seit 1985 von Anheuser-Busch vertrieben. Im letzten Monat hat Labatt bereits einen Vertrag mit der Münchner Löwenbräu geschlossen. In zwei Jahren wird Labatt auch die Lizenzproduktion der Löwenbräu-Biere übernehmen und weitere 500 000 hl an Lizenzbieren brauen. Schätzungsweise braut Labatt 9 Mio hl für den Heimatmarkt und mehr als 1 Mio hl für den Export..

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