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Die Frühvermälzung ist eine jährlich wiederkehrende Untersuchungsreihe des Lehrstuhls für Technologie der Brauerei I in Weihenstephan. Sie dient der Ermittlung von Qualitäts- und Verarbeitungseigenschaften der Braugerste schon kurz nach der Ernte. 1999 wurden hierzu 139 Proben aus dem In- und dem benachbarten Ausland einer Kleinmälzung sowie umfangreichen Gersten- und Malzanalysen unterzogen. Mit den dabei gewonnenen Ergebnissen und den hervorgetretenen Besonderheiten des Gerstenjahrgangs 1999 beschäftigt sich der folgende Beitrag. Der teils wechselhafte Juni mit Regenschauern während der Blüte ließ einen höheren Befall mit Pilzen erwarten. Für einen nennenswerten Ährenbefall war es letztendlich jedoch zu kühl. Tatsächlich überwogen Blattparasiten. „atmosphärische”) Blattflecken vor..

Die Maschinenhersteller haben den Mittelstand wiederentdeckt! Nachdem es in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich nur noch um immer höhere Abfüll-Leistungen ging, dominierten in diesem Jahr ganz klar die Anlagen für kleinere und mittlere Betriebe mit Stundenleistungen von unter 10 000 Gebinden. Diese Maschinen sind nun auch komplett rechnergesteuert, CIP-fähig, von einem oder höchstens zwei Mitarbeitern zu bedienen, einfach umzustellen und wartungsarm. Nur noch wenige zeigten Anlagen für Glasflaschen. PET und Dosen-Abfüll-, Etikettier- oder Verpackungsmaschinen standen an den meisten Ständen im Mittelpunkt. Und wo es doch noch um Glas ging, standen Bügelverschlußflaschen oder Mehrstückverpackungen im Fokus.

Seufz, Erleichterung. Was für ein Jahr. Wir haben es fast überstanden. Erst die totale Sonnenfinsternis im August, dann das Millennium-Oktoberfest, und kurz darauf Halloween. Steht uns nur noch der Computercrash an der Y2k-Wende ins Haus. Wenn wir auch den überstehen, ohne daß die Welt aus den Fugen gerät, geht’s auf ins nächste Jahr und ins neue Millennium.

Brauereien

Im 3. Quartal 1999 hat sich das Geschäftsklima der Brauereien, nicht zuletzt aufgrund des langen und warmen Sommers, deutlich verbessert. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo als befriedigend beurteilt, während sie in den vergangenen Monaten vielfach als sehr schlecht angesehen wurde. Der Ausstoß der Brauereien hat gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum wieder zugenommen; im 1. Halbjahr schrieben die Brauereien noch Minuszahlen. Besonders kräftig hat sich die Ausfuhr belebt. Die Exportaufträge werden jedoch nach wie vor als zu niedrig angesehen. Die Verkaufspreise blieben im Berichtszeitraum weitgehend stabil, was nach Einschätzung der Firmen auch für die nächsten Monate gilt. Im Exportgeschäft ist eine weitere merkliche Belebung zu erwarten.

Brauereien können dem Betreiber eines Getränkeabholmarktes untersagen, nicht von ihr gekennzeichnetes Faßbiergebinde mit einem eigenen Mindesthaltbarkeitsdatum zu versehen (LG Aachen, Urteil vom 22. 10. 1999 – 43 O 113/99, noch nicht rechtskräftig).
Eine Brauerei verkauft Faßbier mit KEG-Verschluß der Gebindegrößen 30 l und 50 l an den Getränkefachgroßhandel zur Abgabe an Gaststätten; diese Fässer tragen – im Gegensatz zu kleineren, ausschließlich für den Endverbraucher bestimmten Gebinden – kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern nur das Abfülldatum. Der Betreiber eines Getränkeabholmarktes hatte die Fässer der Brauerei mit einem eigenen Mindesthaltbarkeitsdatum gekennzeichnet, um sie in seinem Getränkeabholmarkt zum Verkauf anbieten zu können.

Die South African Breweries plant die Erweiterung der neuen Braustätte Kaluga von 500 000 hl auf 2,5 Mio hl mit einem Investitionsaufwand von 20 Mio USD. Nach SAB-Angaben liegt der Pro-Kopf-Bier-Konsum in Rußland bei 20 l/Jahr, die jährliche Wachstumsrate bei rd. 20%.

Roland Berger gab anläßlich des 25. Top-Management-Seminares für die Brauindustrie am 18. November 1999 in München zunächst einen Überblick über 25 Jahre Top-Management-Seminar unter dem Aspekt „Erfahrungen als Grundlagen von
Ideen” und zeigte dann Trends und Strategien für Vernetzungswillige auf.
Erfahrungen aus den verschiedenen Management-Seminaren wie z.B. Allerdings dürfe die Erfahrung die Kreativität nicht hemmen, sondern sollte sie eher fördern. Erfahrungsfreies Denken ist wichtig. Die Erfahrung darf nur als Filter, nicht als Bremse eingesetzt werden.
Die Wahrnehmung von Trends ist erfolgskritischer denn je: Die Trends wandeln und vernetzen sich, Marktgrenzen werden durchbrochen, der Wandel wirkt auf viele bedrohlich, bringt aber für die Unternehmer neue Chancen.a.a.B.

Marktkenner fordern schon seit Jahren, daß die Braubranche globaler werden muß. Die Frage ist nur, wie schnell dieser Prozeß abläuft und wie weit er geht. War noch vor einigen Jahren die Rede von einer „Coke- und Pepsifizierung” des Weltbiermarktes, so geht man heute eher davon aus, wie Ina Verstl in der „Brauwelt” Nr. 40/41, 1999, S. 1794, schrieb, daß das mögliche Szenario eines weltweiten „Bier-Duopols” in ganz weite Ferne gerückt ist. Für die kommende Dekade gilt viel mehr, daß fast alles möglich ist. Was der Markt nicht verzeiht, sind Stillsitzen und die Pfründe verteidigen. Diese Strategie sichert kein Überleben.
Die internationalen Verflechtungen der Braubranche werden im kommenden Jahrzehnt weiter ausgebaut. Die Marke wird mittlerweile in 170 Ländern vertrieben..

Mit „Two Dogs“, einem 1994 in Australien erfundenen Getränk, will die Eichbaum-Brauereien AG, Mannheim, nun den deutschen Markt erobern. Das Szene-Getränk aus Zitronen, Malz und Hopfen enthält 4,5% Alkohol, der – genau wie beim Bier – durch Gärung entsteht. Man hofft, durch die Olympiade 2000 werde sich der derzeit schon zu beobachtende Trend zu australischen Produkten noch verstärken.

Gertrud und Eberhard Löbell, „Biergenuß und Gaumenfreuden in Baden-Württemberg“, Gourmet & Lifestyle Verlag GmbH, 1999, 96 Seiten, gebunden, durchgehend mit vielen Farbfotografien, DM 49,80
Anläßlich des Tags des Bieres am 23. April wurde gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg e.V. und dem Baden-Württembergischen Brauerbund e.V. ein „Buch-Paket“ geschnürt. In dem großformatigen Bildband finden sich, neben einer Geschichte des Bierbrauens, viele nützliche, interessante und auch kuriose Informationen rund ums Bier und die Bierkultur.

Im zweiten Teil des Buches werden mit Fotografien zahlreiche Rezepte mit und zum Bier präsentiert sowie ausgewählte Brauereigaststätten, Restaurants und Brauereien in Baden-Württemberg..

Die im Oktober 1998 eröffnete Kölnarena setzt Maßstäbe in der Eventgastronomie. Sie gilt als Deutschlands größte und modernste Veranstaltungshalle, die pro Jahr - so schätzt man - von rund 1,5 Millionen Gästen in etwa 135 Großveranstaltungen besucht wird.
Welche Anforderungen diese Multifunktionshalle an die Schanktechnik stellt, verdeutlichen zwei Beispiele. Beim Eishockeyspiel der Kölner „Haie“ gegen die Düsseldorfer EG wird das erste Drittel abgepfiffen. Ein großer Teil der 16 000 Besucher strömt aus der Halle in die angrenzenden Gastronomie-Bereiche, um sich mit Getränken zu versorgen – möglichst ohne Wartezeit und in jedem Fall vor dem Wiederanpfiff. Ein straffes Projektmanagement stellte sicher, daß das enge Zeitraster eingehalten wurde..

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