Die Einflüsse verschiedener Parameter auf das Absorptionsintegral (AI) präsentierten Mitarbeiter der Bitburger Brauerei anlässlich des 28. EBC-Kongresses in Budapest. Mithilfe des AI können summarisch Alterungskomponenten und -indikatoren erfasst werden. Ziel dieser Arbeit war es, die Einflüsse auf dem Weg zum Verbraucher genauer zu erfassen und daraus Lösungen bei Verbraucherbeschwerden abzuleiten.
Die Aufbewahrungstemperatur zeigte einen quadratischen Einfluss auf den Anstieg des AI über die Zeit. Unter 10°C zeigten sich keine Veränderungen des AI über die Zeit. Dass es sich beim AI eher um einen Aspekt der thermischen Alterung handelt als um ein Oxidationsfaktor, zeigte die Zugabe von Luft in die Flasche. Im frischen Bier waren die Werte nahezu konstant..
Die Untersuchung von Desinfektionsmitteln an Biofilmen im Brauereiumfeld präsentierte ein Poster von VTT anlässlich des 28. EBC-Kongresses in Budapest. Verschiedene Untersuchungsverfahren wurden miteinander verglichen. Als wirksam stuften die Forscher ein Desinfektionsmittel dann ein, wenn ein Abtötungseffekt (ME) von größer als 3 Log-Einheiten (MW=3) erzielt wurde. Desinfektionsmittel auf Basis Ethanol und Isopropyalkohol zeigten generell eine gute Abtötungswirkung gegen echte Biofilme (ME = 3,6 - 9,0). Alkohol konnte auch bei den höher konzentrierten Biofilmen von Mischkulturen mit zwei Organismen noch eine gute Abtötungswirkung entwickeln. Die Abtötungseffekte von Peressigsäure-Produkten hingegen variierten zwischen ME = 1,5 - 8,9 und waren damit teilweise nicht ausreichend..
Die Rolle der Polyphenole und Oxidationsprozesse im Sudhaus auf die Bierqualität untersuchten Wissenschaftler aus Tschechien und berichteten darüber anlässlich des 28. EBC-Kongresses in Budapest. Der wichtigste technologische Schritt zur Erzielung eines geschmacksstabilen Bieres ist neben der Mälzungsarbeit das Maischen und Würzekochen. Zur Quantifizierung dieser Aussage wurde die Sauerstoffbelastung im Sudhaus untersucht und der Einfluss auf die Malz- und Hopfenpolyphenole analysiert.
Ungefähr 65% der gesamten Malzpolyphenole und 75% der Anthocyanogene wurde durch PVPP Behandlung der ungehopften Würze entfernt. Diese Behandlung verringerte die Reduktionskraft um etwa 50%. Mehr als 50% der Reduktionskraft in der ungehopften Würze kam vom Malz..
Ein Verfahren zur Bestimmung der Ethanolkonzentration auf Basis der NIR-Absorptionsmessung zeigten Mitarbeiter von Brau-Union und Anton Paar anlässlich des 28. EBC-Kongresses in Budapest. Dazu wurden etwa 200 Biere in einem neuen NIR-Analysenapparat mit konventioneller Destillationsanalyse verglichen. Das NIR-System erreichte mit Autosampler eine Wiederholbarkeit von ± 0,010% (v/v). Die Genauigkeit im Vergleich zur Referenzmethode, der Destillation, ist im Durchschnitt aller Proben bei ±0,04% (95% Vertrauensintervall). Die Analysendauer beträgt etwa 1 Minute pro Probe.
Die Zugabe von Gallotanninen zum Brauwasser als Möglichkeit zur Verbesserung der Geschmacksstabilität untersuchten Forscher aus Belgien und den Niederlanden und berichteten darüber anlässlich des 28. EBC Kongresses in Budapest. Die vom Malz eingebrachten reduzierenden Eigenschaften sind nicht stark genug, um negative Auswirkungen von Oxidationsreaktionen und der Lipidperoxidation zu verhindern. Gallotannine können Metalle in Chelatkomplexen binden, die reagieren als Radikalfänger und sind reduzierende Verbindungen. Die gerbenden Eigenschaften verursachen eine Koagulation und Flockung vor allem von schwefelhaltigen Proteinen. Diese Eigenschaften könnten andererseits auch negativ für die Bindung wesentlicher Wuchsstoffe für die Hefe und für schaumaktive Verbindungen sein..
Eine Erweiterung der intrazellulären pH-Wert-Messung präsentierten die Brauerei Kirin und Co-Autoren vom Lehrstuhl für Technologie 1, Weihenstephan, und von Kirin, Japan, anlässlich des 28. EBC-Kongresses in Budapest. Über den intrazellulären pH-Wert kann auf die Vitalität einer Hefe geschlossen werden. Die neue Messmethode, die im Poster beschrieben wurde, basiert auf der Flusszytometrie. Mit diesem Verfahren ist es möglich, den intrazellulären pH-Wert der Hefe (ICP-Methode) unter niedrigem extrazellulärem pH-Umfeld zu messen. Das Verfahren beschreibt die in-situ Aktivität der Plasmamembran der Hefe. Mit der Flusszytometrie ist es nun möglich, größere Zellmengen schnell (10 000 Zellen/min) und genau zu analysieren und daraus auf den Zustand der Hefe zu schließen.
1997 veröffentlichte das Forum für Technologie und Technik der European Brewery Convention (EBC) unter dem Titel "Brewery Utilities" ein Handbuch zur Versorgungstechnik in Brauereien. Die Brauwelt veröffentlicht im Rahmen einer Serie Auszüge aus diesem Handbuch. Nach den ersten beiden Themen "Einsatz und Rückgewinnung von CO2" und "Druckluft - Grundlagen und Prinzip der Kompression" beschreibt dieser dritte und letzte Teil der Serie die zur Versorgung mit Druckluft notwendige Anlagentechnik.
Kompressoren
Tabelle 1 zeigt charakteristische Daten der verschiedenen Kompressortypen.
Kolbenverdichter
Von diesen Typen wird der Kolbenverdichter am häufigsten eingesetzt. Die Kompression findet dabei in Front eines Kolbens statt, der sich in einem Zylinder bewegt.
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Der Arbeitgeber ist nach dem Nachweisgesetz vom 20.7.1995 verpflichtet, den Arbeitnehmer auf einen anzuwendenden Tarifvertrag auch dann hinzuweisen, wenn der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt worden ist. Unterlässt er dies, ist es ihm nach § 242 BGB verwehrt, sich gegenüber Zahlungsansprüchen des Arbeitnehmers auf eine im Tarifvertrag befindliche Verfallklausel zu berufen.
Das Nachweisgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich nieder zu legen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen.
Die Nachweispflicht soll jedem Arbeitnehmer eine Gewähr dafür bieten, welche kollektiven Verträge auf sein Arbeitsverhältnis einwirken. 4..
Optimierungen in allen Bereichen des Sudhauses und neue Verfahren zur Würzekochung und Nachverdampfung waren die zentralen Aspekte bei den Sudhausbauern auf der drinktec-interbrau 2001. Im Einzelnen beschäftigten sich die Anlagenbauer unter anderem damit, hohe Schrotkapazitäten auch beim Nassschroten zu erreichen. Schonenderes Maischen soll zum Beispiel durch optimiertes Rührflügeldesign erzielt werden. Bessere Ausnutzung des Rohfrucht-Extrakts durch Feinstvermahlung und die Optimierung der Abläuterung durch intelligente Steuerungen sind weitere Aspekte, die präsentiert wurden.
Mittlerweile haben fast alle Sudhausbauer Systeme zur Nachverdampfung bzw. zur Vermeidung der Nachbildung von DMS im Programm. Ihre Robustheit werden sie nun in der Praxis unter Beweis stellen müssen.
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Deutsche Brauereien haben gerade am Ende des 20. Jahrhunderts bzw. am Anfang des 21. Jahrhunderts mit einer Reihe von Entwicklungsproblemen zu kämpfen. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier sinkt seit 1986 kontinuierlich. Die konsumintensive Bevölkerungsschicht im Alter von 30 – 59 Jahren wird in einigen Jahren zahlenmäßig massiv abnehmen, nachdem der Anteil dieser „klassischen Biertrinker“ in den vergangenen Jahren noch leicht stieg.
Die Anforderungen an eine moderne Analytik zielen neben den analytischen Kennzahlen wie Präzision und Reproduzierbarkeit heutzutage ganz wesentlich auf Faktoren wie Zeitnähe zum Prozess, Geschwindigkeit und Effizienz. Die Nah-Infrarot-Spektrometrie (NIRS) ist hierbei in einer Reihe von Industriezweigen (pharmazeutische, kosmetische, chemische, Textil-, Lebensmittel-
industrie) eine in der Routine etablierte instrumentelle Analytik, die diese Anforderungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Form erfüllen kann.
Hierbei stehen Anwendungen der Qualitätssicherung der Rohstoffe und der Prozesskontrolle im Vordergrund. Diese umfasst sowohl die Rohstoffe Malz und Hopfen als auch die der Betriebs- und Hilfsstoffe wie Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
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Der Arbeitskreis "Sortenempfehlungen" des Vereins zur Förderung des bayerischen Qualitätsgerstenanbaus e.V. hat nach einer Meldung des Bayerischen Brauerbundes jetzt auch die Sorte "Danura" in die Sortenliste 2002 aufgenommen, da sie die Anforderungen an eine Braugerste erfüllt. Sie lässt auf Grund ihrer agronomischen und brautechnischen Eigenschaften Verbesserungen im Qualitätsbraugerstenanbau erwarten. Durch ihre Frühreife ist sie besonders gut geeignet zum Anbau in Lagen mit kürzeren Vegetationszeiten.
Die Liste für 2002 umfasst somit folgende Sorten, die als Grundlage für die Anbauempfehlungen der Ämter für Landwirtschaft und Ernährung gelten:
- Sortengruppe I (hochauflösend): Anabell, Barke, Danuta, Pasadena, Ria, Riviera, Scarlett, Thuringia..
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