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Die Gerüchteküche hat es ja seit längerer Zeit immer mal wieder hochgekocht, doch jetzt scheint es, als ob am Gerücht doch mehr dran ist als nur heißer Dampf, angesichts der jüngsten Entwicklungen bei Heineken (Kauf der BBAG) und Scottish & Newcastle. Durch den Verkauf der Pub-Ketten ist S&N jetzt als fokussierter Braukonzern aufgestellt, der auf dem europäischen Biermarkt weiter wachsen möchte.

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China ist nicht nur der größte Biermarkt der Welt und einer der am schnellsten wachsenden. Er ist zugleich auch der Lackmus-Test für Brauer, ob ihre Schwellenmarkt-Strategie stimmt. Das behauptet zumindest die WestLB Panmure Bank, London, in einem kürzlich erschienenen Report. Bisher - und da muss man sich auf Schätzungen verlassen - schreibt allein SABMiller in China schwarze Zahlen. Trotzdem haben sich viele europäische Brauer, mit der Ausnahme von Scottish & Newcastle und Heineken, der eine "baldige Investition" in Aussicht gestellt hat, im ersten Halbjahr 2003 in China engagiert. Dafür haben sie 480 Mio USD auf den Tisch gelegt. Laut Angaben von WestLB Panmure beläuft sich die Investitionssumme auf insgesamt über 1 Mrd USD.

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Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am 18. August 2003 auf Jose Nelson Schincariol, 60, den Besitzer des drittgrößten brasilianischen Brau- und Getränkekonzerns geschossen worden, als er gegen 22.30 Uhr zu Hause ankam. Zwei Männer feuerten fünf Schüsse auf Schincariol ab, als er aus seinem Wagen stieg. Schincariol lebte in Itu, einer Stadt 130 km westlich von Sao Paulo. Dort ist auch der Hauptsitz seines Konzerns. Schincariol war allein in der Garage, als ihn die Kugeln trafen. Er hatte weder Bodyguards noch einen privaten Sicherheitsdienst. Obwohl er sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, erlag er drei Stunden später seinen schweren Verletzungen. Schincariol leitete den Braukonzern mit den höchsten Zuwachsraten in Brasilien..

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Mitte September 2003 wurde François Jaclot zum Finanzchef des Konzerns Interbrew ernannt. Er übernimmt den Posten von Luc Missorten, der den Brauer diesen Sommer verließ, um sich „geschäftlichen Optionen außerhalb des Konzerns zu widmen“, wie es in der offiziellen Verlautbarung hieß.

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Nach Jahren reger Akquisitionstätigkeit hat die Foster’s Group (Wein, Bier, Spirituosen) erst einmal ihre Pläne auf Eis gelegt, weitere Firmen zu übernehmen, da sich die Lage auf dem US-amerikanischen Weinmarkt (Foster’s gehört hier der Weinkonzern Beringer) als unerwartet schwierig herausgestellt hat und der starke australische Dollar negativ zu Buche schlug. Für das Finanzjahr 2003 (bis 30. Juni 2003) gab Foster’s einen Rückgang des Nettogewinns um 17,5 Prozent auf 462,9 Mio AUD (276 Mio EUR) bekannt. Der Gewinn im zweiten Halbjahr war gar um 46 Prozent eingebrochen auf 128 Mio AUD (76 Mio EUR).

Markt

An der Weltbiererzeugung von 1,444 Mrd hl hatten die 50 größten Bierländer einen Anteil von 95 Prozent. Die Aufstellung "Market Leaders and their Challengers in the Top 50 Countries" von Joh. Barth & Sohn GmbH & Co. KG, Nürnberg, und Germain Hansmaennel, Straßburg, gibt einen sehr guten Überblick über die Situationen in den einzelnen Biermärkten weltweit. In den Top 20 Ländern stellen sich die Biermärkte wie folgt dar:

Verpackung

Nach einer Prognose der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) verschwinden Getränkedosen und Einwegflaschen wegen der Pfandpflicht vom deutschen Markt. Der Mehrweganteil bei Getränken wird im vierten Quartal 2003 voraussichtlich wieder die in der Verpackungsverordnung vorgeschriebene Quote erreichen. Etwa 80 Prozent des Einwegabsatzes erfolgt nach Einschätzung der GVM mittlerweile über so genannte Insellösungen, bei denen Unternehmen Bier, Mineralwasser und Erfrischungsgetränke nur noch in jeweils eigenen, besonders geformten Einwegflaschen vertreiben (s.a. Brauwelt Nr. 43, 2003, S. 1297). Einweg-Insellösungen setzen voraus, dass Unternehmen Verpackungen in Verkehr bringen, die sich durch eine besondere Form oder andere technische Merkmale (Prägungen, Neckring, Gestalt der Öffnungslasche oder Größe des Spundlochs) von allen übrigen im deutschen Markt angebotenen Verpackungen unterscheiden. Betreiber solcher Insellösungen sind davon befreit, von anderen Firmen in Verkehr gebrachte Verpackungen zurückzunehmen und Pfand zu erstatten, sodass die zum 1. Oktober in Kraft getretenen Rücknahmevorschriften nahezu ins Leere laufen.

Rohstoffe

Notizen vom 32. Internationalen Braugersten-Seminar 2003

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Das 300. Exemplar der Schrotmühle Millstar System Lenz wurde jetzt von der Firma Huppmann nach Warka in Polen an eine Brauerei des Heineken-Konzerns geliefert. Sie ist zugleich das zwölfte Exemplar der 40-Tonnen-Serie. Das Besondere dieses Systems ist die Kombination der Vorteile aus Nass- und Trockenschrotung. Die Ausbeute ist gleich hoch wie bei der Trockenschrotung, die Eignung des Schrotes für den Brauprozess besser. Der Aufwand an Maschinentechnik und Wartung dagegen ist geringer als bei der Trockenschrotung.

Rohstoffe

Schill-Malz wurde vor über 140 Jahren gegründet und ist heute in der fünften Generation in Familienbesitz. Im Inland hat Schill-Malz 4 Mälzereien, die alle Brauereien in Deutschland frachtgünstig mit qualitativ hochwertigem Malz beliefern können. Durch eine Kooperation mit Tivoli Malz in Hamburg wurde vor einigen Jahren die gemeinsame Tochterfirma GlobalMalt gegründet, die erfolgreich die Aktivitäten des Malzverkaufs und der Malzproduktion in den Ländern außerhalb der Europäischen Union bündelt. Der Standort in Worms am Rhein ist Sitz des größten Werkes von Schill Malz. In 10-monatiger Bauzeit konnte hier in diesem Jahr eine neue 2-Horden-Hochleistungsdarre gebaut werden, die zu den größten Ihrer Art in Deutschland gehört..

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