Ostprodukte: Keine Chance auf dem westdeutschen Markt? -- In den neuen Ländern ist es einer Reihe von Herstellern - insbesondere aus dem Nahrungs- und Genußmittelgewerbe - gelungen, mit ihren Erzeugnissen den Weg zurück in die Regale des Handels und in die Warenkörbe der Verbraucher zu finden. Viele Unternehmen scheitern aber immer noch bei dem Versuch, die imaginäre innerdeutsche Grenze mit ihren Erzeugnissen zu überwinden und auf den Absatzmärkten in den alten Bundesländern Fuß zu fassen. Der folgende Beitrag versucht, die Schwierigkeiten des Markteintritts in den alten Bundesländern zu durchleuchten. Er schließt an den in der Brauwelt 21/1993 erschienenen Beitrag an. Sie sind als Buch in der Reihe ifo Studien zu Handels- und Dienstleistungsfragen, Band 43, erschienen..

Bekömmlich undwohltuend in der Werbung -- Das Landgericht Berlin hat in einer inzwischen rechtskräftigen Entscheidung die Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen eine Kornbrennerei abgewiesen und die Verwendung der Bezeichnung bekömmlich nicht als irreführend angesehen. Dagegen hat sich die Herstellerin eines Kräuterlikörs gegenüber der Verwaltungsbehörde unterworfen, die von ihr verwendeten Bezeichnungen -seiner wohltuenden Wirkung, -tut wohl seit- und -seine wohltuende Kraft zu unterlassen. In dem betreffenden Bescheid heißt es, der Täuschungstatbestand sei nach Auffassung des Landratsamtes erfüllt, da die zitierten Angaben über Umstände täuschten, die für die Bewertung des Lebensmittels mitbestimmend sind./18..

Herausforderungen in engeren Märkten -- Mittelfristig werden nur etwa 500 bis 800 Braustätten in Deutschland überleben können. Zu dieser Einschäthung für den Zeitraum vom Jahr 2000 bis 2010 kam Roland Berger in seinem Vortrag auf dem 19. Management-Seminar für die Brauwirtschaft, das am 18. und 19. November 1993 in München stattfand. Die derzeitige Situation der deutschen Brauindustrie sei von einer Stagnation der realen Preise gekennzeichnet, der sich in einem wachsenden Kostendruck auf die Betriebe äußere. Probleme bereite auch die schwindende Akzeptanz des Produktes Bier beim Verbraucher. Leider sei es nicht bei einem Nullsummenspiel geblieben, da in den letzten Jahren viel Geld auf der Straße geblieben sei; unterm Strich habe die gesamte Brauindustrie dabei verloren.

Musik in der Pfanne -- Eine avantgardistische Licht-Ton- Installation namens Kreisläufe zeigte die Berliner Künstlerin Christina Kubisch in den vier ehemaligen Gefäßen des Sudwerks der Fürstenberg-Brauerei. Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage vom 15. bis 17. Oktober konnten die Zuhörer die Funktionen der Technik in ästhetischen Dimensionen erleben. Das Innere der Pfannen und Bottiche ist von Schwarzlichtlampen erhellt, deren ultraviolettes Licht sowohl die Eigenstrukturen der Kessel als auch eine Reihe von fluoreszierenden Kabeln und Lautsprechern sichtbar macht, deren Formen an Strukturen aus der Pflanzenwelt erinnert. Durch die vom Sonnenlicht erzeugten Frequenzveränderungen werden die Ultraschallwellen in den Hörbereich des menschlichen Ohres gebracht..

DLG stellt neuen Bierführer vor -- Zur drinktec interbrau '93 stellte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) einen neuen Bierführer vor, der auf seinen 176 Seiten neben den DLG-prämierten Bieren auch einiges Lesenswertes rund ums Bier zu bieten hat. So steht der Bierführer ganz im Zeichen regionaler Bierspezialitäten und betont die Verankerung der Heimat sowie die Hinwendung zum traditionellen und naturverbundenen Bierambiente. Er weist zudem in seiner informativen Einführung auf Deutschland als das Bierland Nr. Am wichtigsten ist aber natürlich die DLG- Prüfung und das Prüfungssystem mitsamt dem Prüfungsteam, ein Wettbewerb, den die DLG seit 102 Jahren durchführt. Jedes Bier, das diesen Test besteht, kann sich zu Recht unter die deutschen Spitzenbiere einreihen. Dr.

Computergesteuert Marktanteile gewinnen -- Die Getränkewirtschaft kennzeichnet wie viele andere Wirtschaftszweige ein zunehmend härterer Wettbewerb, sinkende Margen und ständig steigende Vertriebskosten. Demgegenüber erheben Gastronomie und Handel verstärkt Anspruch auf individuelle Betreuung, besseren Service, kürzere Lieferzeiten und natürlich günstigere Preise. Nur mit verstärkter Kundenorientierung und größerer Systematik ist der Kampf um Marktanteile bei den über 220 000 gastronomischen Abnehmern, dem Lebensmittelhandel und dem Getränkegroßhandel zu gewinnen. Dies ist mit herkömmlichen Methoden der Marktbearbeitung nicht mehr zu erreichen. Auch für den Brauereivertrieb mit insgesamt 6000 Außendienst- Mitarbeitern hat das Computerzeitalter begonnen.

Unter dem Motto Bier aus der Region vom Bauer bis zum Brauer haben sich 60 Landwirte, eine Mälzerei und drei Brauereien aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim zusammengeschlossen. -- Sie wollen nicht nur die heimische Landwirtschaft unterstützen, sondern auch Transportwege sparen und eine umweltschonende Rohstoffproduktion mit möglichst geringem Pflanzenschutzmitteleinsatz sicherstellen. Die Landwirte können auf den Zwischenhandel verzichten, die Mälzer und Brauer erhalten eine qualitativ hochwertige, sortenreine Ware.

Interessante Biermärkte -- Anläßlich eines Presseforums stellten namhafte Vertreter der Getränkebranche aus verschiedenen Erdteilen am 24. September 1993 zur drinktec interbrau '93 die Marktchancen für Bier in ihren Ländern dar und gaben somit auch Entscheidungshilfen für Brauereien und Zulieferindustrie in Sachen zukünftiger Investitionen. Behandelt wurden u.a. die Biermärkte in Japan, China und Brasilien, die als interessant und auch zum Teil auch als entwicklungsfähig gelten. China will führende Biernation werden: Wie Cheng Yan Jun, Vizevorsitzender der Brauerei in Tsingtao betonte, will China, das 1992 100,5 Mio hl (+ 19,9%) Bier produziert hat, im laufenden Jahr Deutschland als Biernation Nummer 2 abgelöst haben und in absehbarer Zeit die USA eingeholt haben. Ltd.B. Stelle weltweit.

Dialog in Weiß. Auftaktveranstaltung zur Bündner Runde -- Vom 28. Februar bis zum 6. März 1993 lief im schweizerischen Graubünden ein ungewöhnliches Marketing- Seminar, zu dem der Marketing- und Kommunikationsberater Rüdiger Ruoss zusammen mit dem Getränke-Fachverlag Hans Carl eingeladen hatte. 24 Unternehmer und Manager aus Brauereien und dem Getränkefachgroßhandel waren nach Chur gekommen, um an der Pilotveranstaltung Bündner Runde teilzunehmen, die in anregender Atmosphäre als Gesprächsplattform für Industrie und Handel diente. Im nächsten Jahr startet die zweite Auflage des Seminars vom Samstag, 22. Januar, bis Donnerstag, 27. Januar, diesmal in Davos.

Was die Wüste mit Arnegger Alkoholfreiverbindet -- Unternehmens- und markenpolitische Neuerungen für Handel und Gastronomie stellte die Arnegger-Braugesellschaft mbH während der drinktec interbrau vor: Die Marke Arnegger Alkoholfrei präsentiert sich mit einem neuen Erscheinungsbild und verstärkten Marketingaktivitäten. Angefangen bei der Optimierung des Schriftzuges wurden die Ausstattungen entsprechend verfeinert, der Wiedererkennungswert blieb trotzdem erhalten. Das Alkoholfrei wird mit dem Slogan 'unerhört frisch' be orben womit den zunehmend sportlichen Eigenschaften, die alkoholfreiem Bier zugesprochen wird, Rechnung getragen werden soll. Es hat sich auch gezeigt, daß unser Zielpublikum sehr gut auf diese neue Art der Bierwerbung anspricht, betonte Hufnagel..

Studie Bier im Handel vorgestellt -- Die Privatbrauerei Diebels hat im Frühjahr 1993 eine Untersuchung zum Thema Bier im Handel beim Deutschen Handelsinstitut (DHI) in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse jetzt in Form einer Studie der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Vor zehn Jahren wurde die letzte thematisch vergleichbare Untersuchung angestellt; seither hat sich der Biermarkt erheblich gewandelt: Die Sortenvielfalt hat weiter zugenommen, alkoholfreie Biere und Leichtbiere haben ihren Platz in den Regalen gefunden, national distribuierte Premiummarken und andere Marken-Spezialitäten haben sich positiv entwickelt. Die Studie nimmt für sich in Anspruch, allgemeingültig und übertragbar zu sein, da die vier regionalen Märkte nach diesen Kriterien ausgesucht wurden..

Die Kulmbacher Mönchshof-Bräu GmbH übernahm zum 1. Oktober 1993 die Kaiserhof-Brauerei Märklstetter GmbH+Co. KG in Marktredwitz. -- Die Kaiserhof-Brauerei wird ihre Produktion einstellen und dafür sämtiche Biere der Mönchshof übernehmen, die mit diesem Schritt über 20 neue Gaststätten im Marktredwitzer Raum gewinnt.

Absatzziele ausländischer Brauereien in Deutschland -- Ehrgeizige Pläne haben ausländische Brauereien auf dem deutschen Biermarkt, wie Michael Gerlif, Ex-Geschäftsführer der Hannen-Brauerei in Mönchengladbach, in einem Vortrag erklärte: Der Anteil ausländischer Biere am Inlandsverbrauch werde sich dadurch in den nächsten sieben Jahren von 2,6 Prozent auf rund 4 Prozent erhöhen. Allein die dänische Tuborg-Brauerei, Muttergesellschaft der Hannen- Brauerei, will ihren Absatz bis zur Jahrtausendwende fast verdoppeln. Das nach dem Reinheitsgebot gebraute Tuborg soll im oberen Premiumsegment positioniert und hochpreisig über Tochterunternehmen und Kooperationspartner verkauft werden. Die Belieferung soll direkt und über den GFGH erfolgen..

Top 50 des Lebensmittelhandels in Europa. Zwei deutsche Handelsunternehmen führen die Rangliste an -- Im nachfolgenden Beitrag werden die Top 50 des europäischen Lebensmittelhandels für das Geschäftsjahr 1992 vorgestellt. Berücksichtigt sind alle europäischen Handelsfirmen mit einem Vollsortiment an Lebensmitteln, also Filialunternehmen, Großhändler, C+C-Unternehmen oder Kaufhauskonzerne. In den Umsatzangaben der Lebensmittelhändler sind die Nonfood-Umsätze (z.B. Baumärkte) enthalten. Je nach Firma können diese zwischen vier (z.B. die schwedische D-Gruppe) und 90 Prozent (z.B. der Warenhausbetreiber Karstadt) vom Gesamtumsatz betragen. Genaue Werte liegen hier für 1992 noch nicht vor..

Bierkonsum in Deutschland von 1986 bis 1992. Deutsches Bier im Spiegel der Verbraucherforschung -- Marktbeobachtung und Analyse des Verbraucherverhaltens bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen in der Brauwirtschaft. Sie bilden auch die Grundlage für die gezielte Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Brauer-Bundes und der Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit (GfÖ) für das deutsche Bier. Die GfÖ veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen die Ergebnisse von Analysen sekundärstatistischen Materials, z.B. aus Verlagsuntersuchungen und anderen Veröffentlichungen. Der folgende Beitrag ist in Bier aktuell des Deutschen Brauer-Bundes erschienen.

Herausforderung für die europäische Brauwirtschaft II. Globalisierung und Differenzierung der Biermärkte -- Der vorliegende Artikel ist der zweite Teil einer Artikelserie über Entwicklungen und Trends in der europäischen Bierwirtschaft. Nach der Darstellung der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen im ersten Teil der Serie erfolgt nun eine Beschreibung der Ist-Situation und der Entwicklungstendenzen des europäischen Bierkonsums und Käuferverhaltens. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden die Grundlage für die Ableitung von Strategiealternativen für die europäischen Brauereien, die im dritten und vierten Teil der Serie ausführlich behandelt werden.

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