Archiv
Brauerei-Technologie 1992. Wie geht es weiter? -- Zu Beginn des 25. Technologischen Seminars gab Prof. Dr. Narziß einen Überblick über den derzeitigen Stand der Technologie, wobei er sich nicht nur mit den Herstellungsmethoden beschäftigte, sondern auch mit der Frage, inwieweit sich die Produktbeschaffenheit beherrschen läßt und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Gleichmäßigkeit zur Verfügung stehen. Bei der Braugerste haben sich im Sommer 1991 einige neue Unsicherheitsfaktoren ergeben, die trotz der unbestreitbaren Fortschritte auf dem Gebiet der Züchtung hochwertiger Braugersten Fragen aufwerfen, wie z.B.B. Hier könnten sich die Brauer ein zweites Standbein schaffen.; - Verringerung des Nitratgehalts, evtl. durch Aktivkohle); - Entfernung bzw. U. Prof. Weichtag.
Recht
Umsatzsteuer: Zu den Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs. -- Dem in einer Rechnung angegebenen Leistungsempfänger steht das Recht auf Vorsteuerabzug mit Hilfe dieser Rechnung nur zu, wenn tatsächlich die Leistung für sein Unternehmen ausgeführt worden ist. Indiz dafür ist insbesondere, daß er (für sich) die Leistung in Auftrag gegeben (bestellt) hat. Ist der Gesellschafter einer Personengesellschaft Besteller und Empfänger eines gelieferten Gegenstands, kann die Gesellschaft aus einer an sie gerichteten Rechnung den Vorsteuerabzug nicht in Anspruch nehmen. (BFH-Urteil vom 3. 5. 1989 V R 185/84, BFH/NV 1990, S. 331).
Recht
Die Steuersollbeträge für Inlandbier beliefen sich 1991 in der Bundesrepublik auf 1,578 Mrd DM, für Einfuhrbier auf 26,955 Mio DM. -- Beim Inlandbier lag Nordrhein-Westfalen mit 436,08 Mrd DM vor Bayern mit 389,926 Mrd DM und Baden- Württemberg mit 152,617 Mrd DM an der Spitze, beim Einfuhrbier Schleswig-Holstein/Hamburg mit 14,02 Mio DM vor Nordrhein-Westfalen mit 8,653 Mio DM und Sachsen mit 1,602 Mio DM.
Recht
Einkommensteuer: Ehegatten-Arbeitsverhältnis. -- Ein Arbeitsverhältnis zwischen Ehegatten ist i.S. des BFH- Beschlusses vom 27.11.1989 GrS 1/88, BStBl 1990 II S. 160 insgesamt nicht durchgeführt, wenn der Arbeitslohn des Arbeitnehmer-Ehegatten n im Laufe zweier Jahre jeweils dreimal auf ein Oder-Konto der Eheleute überwiesen wurde, auch wenn im übrigen der Arbeitnehmer-Ehegatte den Arbeitslohn unmittelbar von einem betrieblichen Konto abgehoben hat (BFH-Urteil vom 21. Februar 1990 X R 80/88, DB 1990 S. 1166).
Recht
Einkommensteuer: Erwerb eines Wirtschaftsguts durch Leibrente. -- Erwirbt ein Steuerpflichtiger Wirtschaftsgüter für seinen Betrieb gegen eine Veräußerungsleibrente, ist als Anschaffungskosten für die erworbenen Wirtschaftsgüter der Betrag anzusetzen, der dem kapitalisierten Barwert der Rente entspricht. Zugleich ist der Barwert der Rentenverpflichtung zu passivieren (vgl. 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Da sich die Verpflichtung in der Folgezeit durch die geringer werdende Laufzeit vermindert, ist ihr Barwert zu den einzelnen Bilanzstichtagen neu zu ermitteln und jeweils mit dem geänderten Wert als Schuldposten auszuweisen. 2. 1984 IV R 128/81, BStBl 1984 II S. 516). Oktober 1990 X R 64/89, BBK 1991, Fach 1, S. 2933)..
Archiv
Sensorische, biologische und chemisch- physikalische Haltbarkeit der Biere. Erfahrungen und Ausblick -- Mit der Einführung des Mindesthaltbarkeitsdatums stiegen zwangsläufig die Anforderungen an die Stabilität der Biere. Bei allen Haltbarkeitsbestrebungen muß man sich aber vor Augen halten, daß das Grundnahrungsmittel Bier nicht zur lieblosen Konserve degradiert werden soll. Der Frischegedanke spielt beim Konsumenten sicherlich oft eine kaufentscheidende Rolle. Gerade bei der Bierstabilität gilt es, die heutigen Qualitätsanforderungen zu realisieren. Qualität ist kein Zufall! Sie ist das Ergebnis planvoller und systematischer Arbeit. Heute entscheidet die Bierqualität mehr denn je über die Zukunft eines Betriebes..
Archiv
Dank Hefebakterien und Turbogärung Flaschenreife in zwei Stunden -- Wer diese Überschrift liest, wird am Verstand des Autors zweifeln und dem Redakteur verminderte Zurechnungsfähigkeit attestieren. Nichts anderes ist aber in Tageszeitungen zu lesen, die sonst gern ernst genommen werden wollen, wenn es darum geht, beim einfachen Bürger Angst vor der Gentechnologie zu schüren und auf der Welle der neuesten Hysteriebewegung obenauf zu schwimmen. Obwohl die Brauereien selbst den Möglichkeiten und Fortschritten des genetic engineering bei der Hefe eher zurückhaltend und gelassen begegnen und ja auch der Gesetzgeber sein Wörtlein mitspricht, wird das populäre Bier als Beispiel dafür herangezogen, welche Gefahren auf die Menschheit zukommen. Hopfen, Malz und Superhefe. März 1992. G.
Diverses
Biosensor mit patentiertem Enzym für Light-Getränke -- Das Institut für Enzymtechnologie der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf und das Forschungszentrum Jülich haben gemeinsam einen Biosensor entwickelt, mit dem der Süßstoffgehalt in Lebensmitteln auf einfache Weise bestimmt werden kann. Binnen einer guten Minute mißt das Analysengerät vollautomatisch Aspartam in Lebensmitteln wie auch Phenylalanin im Serum. Dabei stützt sich die Analytik auf spezielle Enzyme, die man in Jülich gefunden hat. Eines von ihnen, die Phenylalanin-Dehydrogenase (PheDH), kann die Aminosäure L-Phenylalanin erkennen und umsetzen, indem es bei gleichzeitiger Bildung von NADH hochspezifisch reagiert. Das Enzym wurde inzwischen patentiert. Das neue Analysenverfahren kommt deswegen v.a. I. Karube und S..
Diverses
Die Beschaffungsapolitik in der Brauerei im Rahmen der Qualitätssicherung - eine Problematisierung -- Das Element Beschaffung spielt in der Qualitätssicherung neben den Bereichen Spezifizierung und Entwicklung des Produktes und Prozeßplanung/Prozeßentwicklung eine wichtige Rolle, vor allem auch hinsichtlich der Produkthaftung, nach der der Hersteller eines Produktes auch die Qualität der Zulieferungen zu sichern und darüber auch Nachweis zu führen hat. Die Probleme, die hinsichtlich der Qualitätssicherung bei der Beschaffung in der Brauerei auftreten können, zeigen die Autoren im folgenden Beitrag anhand eines Praxisbeispieles, den Einkauf von Kieselgur im Zusammenhang mit dem Gehalt an Calcium im fertigen Bier.
Diverses
Nachweis einer Wärmebehandlung von Bier mit Hilfe der HPLC -- Im folgenden Beitrag wird eine schnelle und einfache HPLC-Methode zum Nachweis einer Wärmebehandlung (Pasteurisation, Kurzzeiterhitzung oder Heißabfüllung) von Bier vorgestellt. Hierzu setzt man der Bierprobe Saccharose zu und prüft, inwieweit diese durch das im Bier vorhandene Enzym beta-Fructosidase invertiert (hydolysiert) wird, indem man die freigesetzte Glucose und Fructose an einer ION-300 Säule der Fa. ICT chromatographisch bestimmt. War das fragliche Bier wärmebehandelt, so ist die beta-Fructosidase inaktiviert, und die zugesetzte Saccharose wird nicht invertiert.
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