Diverses
Restbier- (Restwürze-)Verwertung -- Dieses komplexe Thema behandelten Prof. Dr. Ludwig Narziß und Prof. Dr. Werner Back anläßlich des 26. Technologischen Seminares 1993 in Weihenstephan. Im Laufe des Produktionsprozesses fallen Extraktreste an, teils in Form von Würze oder Bier, wobei noch eine Quelle zu berücksichtigen ist: Polierabfall des Malzes. Es ist klar, daß diese Extraktreste, wenn sie unvermeidlich sind, wieder der Verwertung zugeführt werden sollen, doch nur unter der folgenden Voraussetzung: - sie dürfen den weiteren Verlauf der Bierbereitung nicht erschweren; - sie dürfen die Bierqualität nicht verschlechtern; - sie dürfen keine Schadstoffe in den Prozeß zurückbringen. Malzstaub und Polierabfall haben Extraktgehalte von 37 - 50%, je nachdem wieviel Malzbruch enthalten ist.B.
Rohstoffe
Über den Heilwert der Gerste -- Im Heft 23 der Zeitschrift VMT voedingsmiddelentechnologie vom 5. November 1992 hat S. A. G. F. Angelino einen Aufsatz veröffentlicht, der sich mit (neuen) Möglichkeiten zur Verwendung der Gerste in der Ernährungsindustrie beschäftigte. Dabei ist er auch auf den Nährwert und die Heilwirkung der Gerste und ihrer Inhaltsstoffe eingegangen. Aus verschiedenen Untersuchungen ist hervorgegangen, daß das beta-Glucan in erheblichem Umfang dazu beiträgt, den Cholesteringehalt im Blut zu erniedrigen. Derselbe Einfluß wurde auch von alpha- Tocotrienol, einer dem Vitamin E nahe verwandten Komponente, festgestellt. Gleiche Wirkungen auf den Cholesteringehalt konnten übrigens auch bei Gerstenkleie und Biertreber beachtet werden. Auskünfte sind einzuholen bei S. A. G. F..
Markt
Braustätten in Deutschland -- Nach einer Aufstellung des Deutschen Brauer-Bundes, Bonn, hat sich die Zahl der 1992 in Deutschland betriebenen gewerblichen Braustätten um 25 auf 1290 verringert. Angemeldet waren 1468 Braustätten, 19 mehr als im Vorjahr. 31 Braustätten wurden neu angemeldet, 24 in den alten und 7 in den neuen Bundesländern. 12 Braustätten wurden abgemeldet. Von den 1290 gewerblichen Braustätten produzierten 26 (1991: 27) über 1 Mio hl Bier, und zwar insgesamt 53,94 Mio hl, also 44,9% des Gesamtausstoßes von 120,1 Mio hl. Die meisten Brauereien liegen mit unverändert 746 nach wie vor in Bayern. Ihr durchschnittlicher Ausstoß betrug 39 243 hl. Im Bundesdurchschnitt betrug der Ausstoß pro Braustätte 93 063 Mio hl. Sie produzierten insgesamt 20 006 hl..
Rohstoffe
Vergleich von Hopfenprodukten -- Anhand der folgenden Gegenüberstellung verglich Dr. Adrian Forster, Wolnzach, in der ersten internationalen Ausgabe der Hopfen-Rundschau, Juli 1992, die einzelnen Hopfenprodukte miteinander. Dabei interessierte ihn insbesondere die Konzentrierung der Bitter- und Aromastoffe gegenüber dem Rohhopfen. Diese steigt von den normalen über die konzentrierten Pellets zu den Ethanol- und CO2-Extrakten an. Parallel zu dieser Entwicklung verläuft entsprechend die Volumen- und Gewichtsreduzierung. Die Lagerstabilität kann bei Pellets gegenüber Naturhopfen bei gleichen Lagerbedingungen fünfmal höher eingeschätzt werden. Extrakte sind noch erheblich stabiler..
Rohstoffe
Sortenumstellungsprogramm beim Hopfen -- Im Rahmen der Vertreterversammlung der Erzeugergemeinschaft Hallertau wurden am 11. Februar 1993 folgende Beschlüsse gefaßt: - Die Sortenumstellung von der Sorte Hersbrucker Spät auf die neuen Aromasorten Hallertauer Tradition und Spalter Select soll sofort in Angriff genommen werden; - schnelle Einführung der neuen Bittersorte Hallertau Magnum. Mit diesen Maßnahmen soll die Erzeugerstruktur in den Anbaugebieten Hallertau und Hersbrucker Gebirge verbessert werden. Für die festgesetzte Umstellungsfläche von 1000 ha stehen Fördermittel in Höhe von 2 Mio DM zur Verfügung, die im Windhundverfahren vergeben werden. März 1993 auf den 31. Mai 1993 beantragt. Mit einem entsprechenden positiven Bescheid wird in Kürze gerechnet..
Archiv
Großbritannien Wainwright, T.: Die Britische Brauszene (1) - - Der Autor, ein Kenner der britischen Bierszene, berichtet seit Jahren in loser Folge in der Brauwelt (s. Nr. 43, 1992) über die Vorgänge auf dem britischen Biermarkt. Im folgenden Artikel stehen Verkäufe und Absatztrends, Biere mit einem geringen Alkoholgehalt, die Auswirkungen der Kartell-Kommissions-Beschlüsse sowie neue Brauerei- und Abfüllanlagen im Mittelpunkt. Darüber hinaus wird ein Blick auf die Rohstoffernte 1992 in England, auf EG- Zollrestriktionen, die britische Werbung, auf den Bereich Forschung und Entwicklung sowie auf Importe und Lizenzen geworfen.
Rohstoffe
Sortenreinheit bei Handelsmalzen -- Über die Auswertung langjähriger Reihenuntersuchungen über die Entwicklung der Sortenreinheit beim Handelsmalz in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Brauer-Bund e.V. berichtete M. Burbidge vom Forschungsinstitut für Rohstoffe der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) anläßlich der 80. Brau- und maschinentechnischen Arbeitstagung der VLB am 16. März 1993 in Siegen. In Deutschland sind 61 Sommer- und 70 Wintergerstensorten zum Anbau zugelassen. Aus diesem Spektrum belegen 17 Sommergerstensorten, die den hohen Qualitätsanforderungen der Industrie entsprechen, 76% der Sommergerstenvermehrungsfläche. Das vom Deutschen Brauer- Bund e.V. eingeführte Handelsmalz-Kontrollsystem hat sich bewährt.
Archiv
USA Institute for Brewing Studies hat jetzt über 500 Mitglieder. -- Das Institut for Brewing Studies, Boulder, besteht seit nunmehr 10 Jahren und hat mittlerweile über 500 Mitglieder. Die Gründung des Instituts fiel zusammen mit der ersten staatlichen Zulassung von Gasthausbrauereien in Kalifornien. Inzwischen sind die Gasthausbrauereien in 41 Staaten der USA zugelassen. Das Institut ist eine treibende Kraft bei der Förderung des Bierimages und des verantwortlichen Umganges mit alkoholischen Getränken. Eine der wichtigsten Serviceleistungen des Instituts ist die Organisation der jährlich stattfindenden National Microbrewers and Pubbrewers Conference and Trade Show, die in diesem Jahr vom 18. bis 21. April im Clarion Hotel, New Orleans, La., stattfindet..
Archiv
USA Bierexporte mit Rekordergebnis. -- Für das Jahr 1992 kann man in den USA mit einem Rekordergebnis bei den Bierexporten rechnen, trotz eines Einbruchs der Absatzzahlen im Sommer letzten Jahres. In den letzten 11 Monaten, bis Ende September 1992, haben die US-Brauereien 5,382 Mio hl Bier exportiert. Damit lagen sie bereits über dem Gesamtexport für 1991 mit 5,031 Mio hl.
Archiv
Tschechei Pilsen plant Ausstoßsteigerung auf 7 Mio hl. -- In den nächsten drei bis vier Jahren will die Plzenske Pivovary A.S., Pilsen, mit ihren Marken Pilsner Urquell und Gambrinus auf einen Jahresausstoß von 7 Mio hl kommen.
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