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12.06.2026

Flens feiert Hochzeit

Neubau | Bei der Flensburger Brauerei ist zusammengekommen, was zusammen gehört. Die „Hochzeit“ wurde im Juni 2026 vollzogen, als die neuen Braugefäße erfolgreich in das Sudhaus am Standort Munketoft 12 eingezogen sind.

Die Gefäße und die gesamte Brautechnik stammen maßgeblich aus dem Werk des Anlagenbauers Steinecker in Freising. Die spektakuläre Reise der Gefäße in den Norden führte größtenteils über den Seeweg quer über die Flüsse Deutschlands.

Die Einbringung war ein logistisches Großereignis und bedurfte vieler Absprachen. Die Firma Steinecker übernahm die Baustelle vollständig, mehrere Autokräne hoben die ankommenden Gefäße auf die Baustelle oder legten sie auf dem umliegenden Gelände für weitere Arbeiten ab. Ein absolutes Highlight war hierbei der Läuterbottich mit seinem Durchmesser von 8,5 Metern. Dieser wurde in zwei Teilen angeliefert und zunächst auf dem Gelände der Universität verschweißt, bevor er seinen endgültigen Platz fand.

Prozesschronologisch wurden folgende Braugefäße eingebracht: zwei Maischegefäße, der Läuterbottich, ein Vorlaufgefäß, die Würzepfanne sowie der Whirlpool. Hinzu kam ein großer Energiespeichertank, der das zentrale Element des verbesserten Energiesystems des neuen Sudhauses ist. So kann künftig überschüssige Energie aufgenommen und gezielt für die Brauprozesse eingesetzt werden.

Hürden überwunden

Der Weg zu diesem Meilenstein war alles andere als einfach. Ein ungewöhnlich kalter Jahresbeginn hatte die Arbeiten auf der Baustelle zeitweise zum Stillstand gebracht und den Zeitplan erheblich unter Druck gesetzt. Auch weitere Hürden mussten kreativ gelöst werden: Eine Schwertransportgenehmigung für die Gefäße aus dem Süden Deutschlands auf dem Landweg scheiterte an der Vielzahl von Kurzbaustellen entlang der Route. Die kurzfristige Lösung war der Seeweg. Der begrenzte Platz auf der Baustelle erforderte eine präzise Abstimmung aller beteiligten Gewerke sowie die rechtzeitige Übergabe der Baustelle an Steinecker.

Mit der vollzogenen Hochzeit ist die Baustelle zurück in den Händen der Brauerei und der Aufbau des Obergeschosses hat nun Priorität. Ab etwa August soll der Innenausbau beginnen. Parallel dazu erwacht die Technik langsam zum Leben: Steinecker beginnt mit der Verrohrung und der Automation der Gefäße und Maschinen. Aktuell ist die Inbetriebnahme für Januar 2027 geplant.

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