Rohstoffe
Die Malzeinfuhr nach Deutschland belief sich 1994 nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes auf 411 187 t (- 2,9%). -- Geht man davon aus, daß der gesamte Malzverbrauch der deutschen Brauwirtschaft 1993/94 rd. 2 Mio t betragen hat, so lag die Importquote bei knapp 21%. Deutlich angestiegen sind die Einfuhren aus Dänemark, Spanien und Finnland. Die Malzausfuhr erhöhte sich um 37% auf 365 095 t.
Rohstoffe
Ausfuhrrekorde bei Malz -- Der Malzexport aus der Bundesrepublik Deutschland schnellt im Wirtschaftsjahr 1993/94 um mehr als 100 000 t von 269 000 t auf 373 000 t nach oben. Die Außenhandelsbilanz ist mit einem Importsaldo von noch knapp 40 000 t (s.o.) so günstig wie nie zuvor und dürfte sich bis zum Jahresende 1994 weiter verengt haben. Darauf deuten die Lizenzbuchungen für das Wirtschaftsjahr 1994/95 hin, die in der Bundesrepublik allein 300 000 t betrugen. Zuzüglich innergemeinschaftlich her und Transitexporte dürfte 1994/95 beim Export die 400 000-t- Marke überschritten werden. In der Europäischen Union wurden 1994/95 für 1,65 Mio t Lizenzen gezogen, 200 000 t mehr als 1993/94.
Rohstoffe
Die Bildung von Malzaromastoffen beim Darren und ihr Einfluß auf den Biergeschmack -- Malz ist, wie Dipl.-Ing. Clemens Forster anläßlich des 27. Technologischen Seminars in Weihenstephan berichtete, eine wichtige Quelle für geschmacksaktive Substanzen, die in großem Ausmaß das Aromaprofil eines Bieres prägen. Zu den während des Darrens ablaufenden Reaktionen zählen neben der Maillard-Reaktion, der Strecker-Abbau von Aminosäuren, die Karamelisierung von Zuckern, der thermische Abbau von Phenolsäuren und der thermische Abbau einer Reihe von Vorläufern, die aus dem Lipidstoffwechsel der Gerste stammen. Die so entstandenen Substanzen beinhalten Säuren, Aldehyde, Alkohole, Furane, Ketone, Pyrazine, Pyrone, Pyrrole und Thiazole, von denen viele geschmacks- und geruchsaktiv sind..
Diverses
Sudhausneubau bei der Brauerei Ladenburger in Neuler -- Am 7. Januar 1995 fand die feierliche Einweihung des neuen Sudhauses der Brauerei Ladenburger statt. Das Zwei-Geräte-Sudwerk, das für eine Ausschlagmenge von 130 hl ausgelegt ist, besteht gänzlich aus Edelstahl, einschließlich der gesamten Verrohrung, auch im Wasserbereich. Für die Planung und Ausführung der Arbeiten wurde die Firma Jacob Carl GmbH, Göppingen, beauftragt.
Diverses
Einsparungspotential durch optimierte Steuerung der Verdampfung -- Die Verdampfung während des Kochens ist für die Entfernung unerwünschter Geschmacksstoffe, die vom Malz oder anderen Rohstoffen herrühren, unerläßlich. Kochen ist jedoch ein sehr energie-intensiver Verfahrensschritt und es ist daher sinnvoll, das Ergebnis ständig zu messen und die Verdampfung zu steuern.
Diverses
Vollautomatik-Sudwerk mit 200 hl Ausschlagmenge -- Auf Platz zwei unter den deutschen Weißbierherstellern. Die Paulaner-Brauerei, München, hat im Geschäftsjahr 1994 ihren Bierausstoß um 1,9 Prozent auf 2,28 Mio hl gesteigert. Die Marke Paulaner legte dabei um 3,9 Prozent auf 1,72 Mio hl zu. Als Ursache der günstigen Entwicklung werden im wesentlichen die Versandgebiete außerhalb Bayerns genannt, die um 14,6 Prozent zulegten, sowie der Export mit 14,3 Prozent. Bei den Biersorten erzielte das Weißbier die höchste Steigerungsrate; mit einem Absatz von 653 000 hl belegt Paulaner den zweiten Platz unter den deutschen Weißbierbrauereien. Durch die Gastronomie-Aktivitäten hat sich der Faßbierabsatz um 4,4 Prozent nach oben bewegt; der Anteil am Gesamtbierabsatz beträgt nunmehr über 30 Prozent.
Archiv
Ionenaustauschanlagen sind heutzutage, trotz zunehmender Konkurrenz von Verfahren der Membrantechnik, den traditionellen Kalkentkarbonisierungsanlagen, die am meisten genutzten Systeme für die Prozeßwasseraufbereitung in Brauereien und der alkoholfreien Getränkeindustrie.
Markt
Getränke-Konjunkturtest Dezember 1994 -- Biere: Im Dezember 1994 hat sich die Geschäftslage der Brauereien saisonbedingt etwas verschlechtert; sie wird aber nach wie vor vom Großteil der Unternehmen als befriedigend bezeichnet. Über ihre Geschäftsaussichten äußerten sich die Brauereien etwas pessimistischer, obwohl insbesondere die Exportchancen wieder günstiger eingeschätzt werden. In nächster Zeit wird sich nach den Planungen der Firmen der Bierausstoß rückläufig entwickeln, was sich bereits gegen Jahresende 1994 andeutete. Während im Dezember die Preise stabil blieben, hat die Zahl der Meldungen über beabsichtigte Preiserhöhungen deutlich zugenommen. befriedigenden Geschäftslage. Der weiteren Entwicklung sehen die Unternehmen zum Teil optimistisch entgegen..
Markt
Vernichtungswettbewerb kritisiert -- Scharf attackierte NGG- Vorstandsmitglied Helmut Manz den Vernichtungs-Wettbewerb in der deutschen Brauwirtschaft. Auf einer Tagung der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten in Mainz sagte Manz, in der Brauwirtschaft gehe es nicht mehr um normalen Wettbewerb: die Strategie der Brauereikonzerne sei knallhart auf die Vernichtung von Konkurrenten ausgerichtet. Die Konzerne, so Manz weiter, kauften immer mehr andere Brauereien in einer Region auf - nicht, um dort Bier zu brauen, sondern um diese Brauereien zu schließen. Allein der Markenname und die zusätzlichen Marktanteile interessierten dabei. Die Leidtragenden dieses Vorgehens seien Verbraucher und Beschäftigte.
Markt
Gesamtbierabsatz nach Bundesländern im Dezember 1994 -- Tabelle
Meistgelesen
BRAUWELT unterwegs
Meistgelesen
BRAUWELT unterwegs
-
Vertrieb in der Region DACH verstärkt
Willhelm Hormes Ing. GmbH & Co. KG
-
Geschäftsführung verstärkt
Willhelm Hormes Ing. GmbH & Co. KG
-
Erstmals Robotik-Einsatz bei der Verteilung von Behältern
Krones AG
-
Unitechnik modernisiert Veltins-Logistik
Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG
-
KHS setzt Nachhaltigkeits-Ziele um
KHS AG, KHS GmbH