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Archiv

Frauen, die einen mäßigen Konsum an Alkohol haben, d.h. 14 Drinks/Woche (ein Drink entspricht einem kleinen Glas Wein) hatten eine bessere körperliche Kondition als Abstinenzlerinnen. -- Das geht aus einer zweijährigen amerikanischen Studie hervor, an der 9704 Frauen über 65 Jahre teilnahmen (Journal of the American Medical Association, Bd. 272, Nr. 23, S. 1825, 1994). Entscheidend dürfte hier das soziale Verhalten dieser Frauen sein, nicht eine positive Wirkung des Akohols.

Diverses

Nach der neuesten Mitteilung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), Wiesbaden, lag der Mehrweganteil bei den Getränken im Jahre 1993 bei 73,55% und damit knapp über der in der Verpackungsverordnung normierten Mehrwegmindestquote von 72%. Die Mehrwegquote stagnierte im Vergleich zu 1992. Allerdings hat sie sich in den einzelnen Bereichen unterschiedlich entwickelt. So sank sie bei Bier bundesweit auf 82,25%. In den alten Bundesländern lag die Mehrwegquote für Bier bei 84,04%, in den neuen bei 75,78%. Der Dosennanteil ist auf 12,75% gestiegen, in erster Linie durch die 0,5-l-Dose..

Recht

Lärm-Rente für Anwohner -- Das Landgericht Kempten hat den Eigentümer einer Gaststätte verklagt, einem Anwohner eine monatliche Lärmrente zu bezahlen. Dies sei als Entschädigung für den Lärm ankommender und abfahrender Gästefahrzeuge gedacht. In dem Autolärm sahen die Richter eine wesentliche Beeinträchtigung des Klägers gemäß _ 906 BGB. Die Gaststätte muß zwar nicht geschlossen werden, dafür wurde dem Kläger ein angemessener Ausgleich zugesprochen. Der Entscheid stützt sich auf die Überschreitung der Dezibel-Richtwerte, die in der TA Lärm festgelegt sind. Das Gericht betonte zwar, daß es sich hierbei um eine Einzelfallentscheidung handle, doch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fürchtet eine Welle von Folgeklagen auf seine Mitgliedsbetriebe zukommen..

Markt

Deutsche Brauwirtschaft 1994 -- Wie bereits berichtet, ist der Bierabsatz in Deutschland 1994 um 3,1% auf 115,644 Mio hl gestiegen. Nicht enhalten ist dabei nach Angaben des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien der Absatz an alkoholfreien Bieren und Malztrunk, der 1994 bei 4,8 Mio hl (- 3,5%) gelegen haben dürfte. Alkoholfreie Biere und Malztrunk unterliegen nicht mehr der Biersteuer. Kräftig gestiegen ist der deutsche Bierexport, und zwar um insgesamt 21,6% auf 7,973 Mio hl. Davon gingen 4,298 Mio hl (+ 11,7%) in die EU und 3,674 Mio hl (+ 35,5%) an Drittländer. Zahl der Brauereien: Die Zahl der angemeldeten Brauereien ist 1994 von 1425 im Jahre 1993 auf 1361 zurückgegangen. Im Jahre 1992 hatte diese Zahl noch bei 1468 gelegen.B. 47% des Gesamtausstoßes..

Diverses

Neues Sudhaus in der Brauerei Schels, Tirschenreuth -- 1993 wurde in der Brauerei Schels, Tirschenreuth, eine neue vollautomatische Sudhausanlage der Firma Integral Langner Maschinenbau Geha Sudwerkbau GmbH, Mantel, in Betrieb genommen.

Diverses

Neue Anlagen im Blickpunkt: Slovenske Sladovne Trnava, Slowakei: Vollautomatische 15 000-t-Mälzerei -- In der Slowakei gibt es zur Zeit acht Mälzereien, die insgesamt eine Kapazität von 200 000 t Malz/Jahr haben. Viele der vorhandenen Anlagen sind renovierungsbedürftig. Die Slovenske Sladovne in Trnava hat jetzt in der ersten Stufe der Modernisierung eine 15 000-t-Anlage der Gebr. Lausmann KG, Regensburg, in Betrieb genommen, die hier kurz vorgestellt wird.

Diverses

Neue Anlagen im Blickpunkt: Brasserie Fischer, Schiltigheim: Maischefilter für 12 Sude/Tag -- Im Jahre 1821 gründete Jean Fischer in der Rue du Jeu des Enfants in Straßburg die Brauerei Fischer. Aus Platzgründen entschied sich sein Nachfolger, Jean Ehrhard, für den Umzug des Unternehmens nach Schiltigheim. Der Standort bot ein geradezu ideales Umfeld für eine Brauerei von Qualitätsbieren: Reines und frisches Grundwasser und Lehmboden, der es ermöglichte, Lagerkeller zur Reifung des Bieres auszuheben.

Markt

Gesamtbierabsatz nach Bundesländern im Dezember 1994 -- Tabelle

Markt

Vernichtungswett-bewerb kritisiert -- Scharf attackierte NGG-Vorstandsmitglied Helmut Manz den Vernichtungs- Wettbewerb in der deutschen Brauwirtschaft. Auf einer Tagung der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten in Mainz sagte Manz, in der Brauwirtschaft gehe es nicht mehr um normalen Wettbewerb: die Strategie der Brauereikonzerne sei knallhart auf die Vernichtung von Konkurrenten ausgerichtet. Die Konzerne, so Manz weiter, kauften immer mehr andere Brauereien in einer Region auf - nicht, um dort Bier zu brauen, sondern um diese Brauereien zu schließen. Allein der Markenname und die zusätzlichen Marktanteile interessierten dabei. Die Leidtragenden dieses Vorgehens seien Verbraucher und Beschäftigte.

Markt

Getränke-Konjunkturtest Dezember 1994 -- Biere: Im Dezember 1994 hat sich die Geschäftslage der Brauereien saisonbedingt etwas verschlechtert; sie wird aber nach wie vor vom Großteil der Unternehmen als befriedigend bezeichnet. Über ihre Geschäftsaussichten äußerten sich die Brauereien etwas pessimistischer, obwohl insbesondere die Exportchancen wieder günstiger eingeschätzt werden. In nächster Zeit wird sich nach den Planungen der Firmen der Bierausstoß rückläufig entwickeln, was sich bereits gegen Jahresende 1994 andeutete. Während im Dezember die Preise stabil blieben, hat die Zahl der Meldungen über beabsichtigte Preiserhöhungen deutlich zugenommen. befriedigenden Geschäftslage. Der weiteren Entwicklung sehen die Unternehmen zum Teil optimistisch entgegen..

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