Archiv
Nach wissenschaftlichen Untersuchungen an der Universität Göttingen kommt die Medizinerin Anne Isabel Roth lt. einem Bericht in der Frankfurter Rundschau vom 16. Juni 2000 zu dem Schluß, daß das Körpergewicht von Biertrinkern signifikant abnimmt, wenn sie statt Vollbier Leichtbier oder alkoholfreies Bier zu sich nehmen. Der Grund dafür: Der Körperfettanteil sinkt so stark, daß es zum Abbau von sogenanntem Depotfett kommt.
Allerdings zeigte die Studie auch, daß die Probanden um so weniger tranken, je geringer der Alkoholgehalt im Bier war. Dies hängt den Ergebnissen der Studie zu Folge eindeutig mit dem fehlenden Geschmack von Light- und alkoholfreien Bieren zusammen.
Anmerkung der Redaktion: Es gibt im deutschen Biermarkt eine Vielzahl gut schmeckender Leichtbiere..
Diverses
Die von der Bundesregierung vorgesehene Verlängerung der Abschreibungsfristen kostet die deutsche Brauwirtschaft Liquidität und gefährdet notwendige Investitionen. „Dies erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes e.V., Peter Hahn. Die Verlängerung des Zeitraums, in dem Unternehmen Betriebsausgaben für die Nutzung von Investitionsgütern steuerlich geltend machen können, reduziere den Zeitraum, um notwendige Rücklagen für weitere Investitionen zu bilden.
„Um die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständisch geprägten deutschen Brauwirtschaft zu erhalten, sind in den nächsten Jahren verstärkt Investitionen erforderlich.“ Im übrigen stünden die vorgesehenen Nutzungsdauern zum Teil im krassen Widerspruch zu den tatsächlichen Verhältnissen.“.
Diverses
Kürzlich startete der VDMA in Berlin eine bundesweite Infor-mationskampagne unter dem Titel „Wie finanzieren wir die Zukunft? – Strategien im Wettbewerb um Kapital.“ Sie richtet sich an die rund 3000 Mitgliedsfirmen ebenso wie an Banken und Öffentlichkeit. Hintergrund sind die großen Veränderungen, vor denen der hauptsächlich mittelständischen Maschinenbau bei der Unternehmensfinanzierung steht. Seit Anfang des Jahres hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau fast 20% mehr Aufträge hereingeholt als im Vorjahr. Mit einem erwarteten Produktionsplus von 6% für das laufende Jahr präsentiert sich die Branche in glänzender Verfassung. Sie ist international wettbewerbsfähig und hat damit beste Voraussetzungen, ihre führende Weltmarktposition noch zu verbessern. Dr. Josef Tritschler, Tel.vdma.
Diverses
Scottish & Newcastle, Eigentümer der britischen Brauerei Scottish Courage (17,6 Mio hl), geht ein Joint-venture mit Portugals zweitgrößter Brauereigruppe (40% des Marktes), der Central de Cervejas (Centralcer) ein (2,7 Mio hl) und erwirbt einen Anteil von 49% an der portugiesischen Gruppe.
Markt
Umgerechnet auf reinen Alkohol liegt Luxemburg im Pro-Kopf-Verbrauch an alkoholischen Getränken mit 13,3 l in Europa an der Spitze. Allerdings ist hierbei der Grenzverkehr mit erfaßt. Portugal liegt mit 11,2 l an zweiter Stelle vor Frankreich mit 10,8 l, Irland mit 10,8 l, Deutschland mit 10,6 l und Tschechien mit 10,2 l. Den geringsten Alkoholkonsum zeigen Island und Norwegen mit 4,3 l, vor Schweden mit 4,9 l, Polen mit 6,2 l, Bulgarien mit 6,8 l und Finnland mit 7,1 l.
Diverses
Anläßlich der Delegiertentagung des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels gab MR Dr. Thomas Rummler, BMU, einen Überblick zum aktuellen Stand der Diskussion um die Verpackungsverordnung, die ja schon immer ein Reizthema gewesen ist. Dankenswerterweise, so Dr. Rummler, hatten der Getränkefachgroßhandel, der Getränkeeinzelhandel und der Mittelstand der Getränkehersteller von Anfang an bei diesem Thema eine unstrittige Position eingenommen. Wichtig für den Gesetzgeber ist auch das Ergebnis einer „Spiegel“-Umfrage, das zeigt, daß 7% der Bevölkerung für die Bepfandung ökologisch nicht sinnvoller Verpackungen sind. Noch werden zwei Drittel aller Getränke in Mehrwegbehälter abgefüllt. Allerdings zeigt Einweg steigende Tendenz. Den Gegnern der Verpackungsverordnung warf Dr. Dr.A.G.
Diverses
An der Schwelle eines neuen Jahrhunderts denken viele betriebswirtschaftliche Forscher über die Rolle der Unternehmen nach. Wie Sascha Spoun in der „Zeit“ Nr. 47, 2000, S. 28, schrieb, denken aber wenige um. Erst allmählich setzt sich die Erkenntnis durch: Die zentrale Aufgabe des Unternehmens ist die Wertschöpfung und nicht die Umverteilung.
Für die herkömmliche Betriebswirtschaft gilt: Die Existenz und das Wachstum von Unternehmen, ihre Daseinsberechtigung und ihr Marktwert werden demnach der Fähigkeit zugeschrieben, sich möglichst viele Ressourcen anzueignen. Auch die Bewertung eines Unternehmens erfolgt ausschließlich nach Maßstäben der derzeit absehbaren Rentabilität. Meistens geht es nur um die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen und die Optimierung zu Lasten Dritter.B..
Rohstoffe
Nach Abschluß der Ernte auch in den Spätgebieten der Europäischen Union kann festgestellt werden, daß wider Erwarten insgesamt eine gute Durchschnittsernte eingebracht wurde. Obwohl die Aussaatbedingungen nicht überall günstig waren, Trockenheit und sommerliche Temperaturen im April und Mai das Wachstum hemmten und die Ernte in vielen Gebieten durch anhaltende Regenfälle behindert wurde, stieg die Produk-tionsmenge trotz kleinerer Fläche (–9%) um nahezu 1,6 Mio t. Dies ist eine Zunahme von 7%, die im wesentlichen auf Spa-nien und Dänemark zurückzuführen ist. Die Qualität ist wegen der extremen Witterungsbedingungen sehr unterschiedlich ausgefallen und führt trotz der größeren Ernte zu einer um ca. 5% niedrigeren Braugerstenmenge als im Vorjahr. Ganz anders sieht es in Dänemark aus..
Rohstoffe
Die relativ günstigen Witterungsbedingungen im Herbst 2000 führten in vielen Bundesländern zu einer hohen Aussaat von Wintergetreide. So wurde u.a. die Anbaufläche von Winterraps um 5% ausgeweitet. Damit werden sich die Anbauflächen für Braugerste aus heutiger Sicht im Jahre 2001 nur unwesentlich gegenüber 2000 verändern. Dieser Auffassung waren alle Vertreter der Landesförderungsverbände anläßlich der 46. ordentlichen Beiratssitzung der Braugersten-Gemeinschaft e.V. am 10. November 2000 in Dresden. Die Tabelle zeigt den erwarteten Trend für die Braugerstenanbauflächen in den einzelnen Bundesländern.
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