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Für die Unternehmen der deutschen Fruchtsaft-Industrie ist das Geschäftsjahr 2002 insgesamt nicht zufriedenstellend verlaufen. Im Inland ist von Stagnation bzw. leichtem Rückgang auszugehen. Das starke Exportgeschäft der deutschen Fruchtsaft-Industrie bringt jedoch insgesamt ein Plus für die Branche. Es wird damit gerechnet, dass zum 31. Dezember 2002 wertmäßig ein Zuwachs zum Vorjahr von 1,5% und mengenmäßig von 1,0% erreicht wurde.

Mit Beginn des neuen Jahres hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) die Pfandpflicht für ausgewählte Einweg-Getränke-Verpackungen eingeführt. Zahlreiche Studien zu Problemen bei Hersteller- und Handelsunternehmen, neue Absichtserklärungen aus Politik und Wirtschaft sowie Meldungen über rechtliche Schritte aus unterschiedlichsten Lagern sind seitdem an der Tagesordnung. Besonders wichtig ist jedoch die Frage der Akzeptanz beim Verbraucher. Kompensiert dieser die bepfandeten Einweg-Getränke? Wie gut fühlt er sich informiert? Welche Probleme haben die Verbraucher im Umgang mit der neuen Regelung? usw. Zwei Drittel der Befragten haben bereits erste Kauferfahrungen mit Getränken in Einweg-Verpackungen gemacht. Konsumverzicht bzw. Versandkosten beim Institut (www. oec..

Die Jahreshauptversammlung des Verbandes des Getränkefachgroßhandels Nord- und Westdeutschland am 7. März 2003 in Hannover nahm Günther Guder, geschäftsführender Vorstand dieses Verbandes, zum Anlass, noch einmal auf den aktuellen Stand der Verpackungsverordnung einzugehen. Dabei stellte Guder fest, dass nach sehr kurzer Übergangszeit sich der deutsche Handel bis auf eine Ausnahme bei der Bepfandung und Rücknahme von Einweggetränkverpackungen durchaus gesetzeskonform verhält.

Anheuser-Busch, USA, ist es nicht gelungen, die tschechische Budejovicky Budvar daran zu hindern, ihr Bier unter der Handelsbezeichnung "Bud" in Großbritannien zu vermarkten. Großbritannien bleibt damit das einzige Land in der Welt, wo die beiden "Buds" nebeneinander um die Gunst von Biertrinkern buhlen. Für die Amerikaner ist England der zweitgrößte Exportmarkt. Anheuser war es dagegen gelungen, in einer Reihe von Märkten wie Argentinien, Australien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Neuseeland und Spanien den Tschechen die Registrierung des Namen Budweiser zu untersagen.

An den bisherigen Anteilen von Glasflaschen als Getränkeverpackung wird sich nach Einschätzung von Beverage Marketing Corporation of New York in den nächsten fünf Jahren in den USA offensichtlich nicht viel ändern. Dominierend bleibt die Bierflasche.

Die profilierteste amerikanische Filmkritikerin, Pauline Kael, verlor ihre Illusionen über das Kino im Kino. Die Entscheidungsträger bei Coors hatten offenbar niemals irgendwelche Illusionen übers Filmgeschäft. Sonst hätten sie zweimal gezögert, ehe sie mit Miramax Films, einer Tochter von Walt Disney Co., eine Verbindung eingingen.

Sun Interbrew Ukraine hat mit dem Bau einer 14-Mio-EUR-Mälzerei begonnen, die eine Kapazität von 45 000 t Malz haben soll. Bei Bedarf kann die Kapazität auf 90 000 t Malz jährlich erhöht werden. Die Baumaßnahmen sollen 2004 beendet sein. Sun Interbrew Ukraine hofft, dass die Mälzerei den gesamten Bedarf aller Sun-Interbrew-Brauereien in der Ukraine (Rogan, Desna und Yantar) decken wird. Nicht benötigtes Malz soll an andere Brauereien in der Ukraine verkauft werden. Sun Interbrew ist nach eigenen Angaben der größte Brauer des Landes mit einem Marktanteil von 34% und einem Bierausstoß von 3,7 Mio hl in 2001 (+21,4% gegenüber 2000).

Der Marktführer Baltika gab für das dritte Quartal 2002 (Ende 30. September) bekannt, dass das Gewinnwachstum schwächer ausfallen werde als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Brauerei Baltika ist zu 58% im Besitz von Scottish & Newcastle und Baltic Beverages Holdings (BBH), einer Carlsberg-Tochter. Weitere 16,9% gehören Aktiebolaget Grundstenen, einer 100%igen Tochter von BBH. Baltika steigerte ihren Umsatz von 397,3 Mio USD auf 560,9 Mio USD, und der Nettogewinn erhöhte sich von 97,5 Mio USD auf 114,9 Mio USD. Doch angesichts der Nachfrageexplosion nach Dosenbier kletterten die Kosten um fast das Dreifache nach oben: von 39,8 Mio USD auf 111,8 Mio USD. Das EBIT fiel daher von 35,2% auf 29,8% und der Nettogewinn von 24,5% auf 20,5%.

Royal Grolsch N.V. konnte im vergangenen Jahr seinen Gewinn erwartungsgemäß um 5,1% auf nun 30,1 Mio EUR steigern. Der Ausstoß erreichte einen neuen Höchststand von 3,09 Mio hl (Vorjahr 2,95 Mio hl). Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2002 um 8,7% auf 296,5 Mio EUR. Diese Steigerung, so das Unternehmen, geht auf das Konto Ausstoßzuwächse in Großbritannien und anderen ausländischen Märkten, Preiserhöhungen in Holland und den Vereinigten Staaten und auf die Herstellung von Handelsware. Im niederländischen Heimatmarkt ging der Biermarkt um 1,1% zurück. Grolsch konnte jedoch seinen Anteil im Heimatmarkt halten. Der Anteil von Bügelverschlussflaschen war erneut rückläufig. Im Export konnte Grolsch gegenüber dem Vorjahr um 16% zulegen..

Kasachstan mag ja "nur" eine osteuropäische bzw. zentralasiatische Republik sein mit 16 Mio Einwohnern, von denen 47% Moslems sind. Doch in Kasachstan lebende Russen und Ukrainer lassen sich schon mal ab und zu ein Bier schmecken. Aus diesem Grund wohl hat Heineken seinen Anteil an der Brauerei Dinal, in der ehemaligen Hauptstadt Almaty (1,2 Mio Einwohner) gelegen, von 28% auf 51% aufgestockt. Bereits 1999, als die Brauerei eröffnet wurde, hatte sich Heineken bei Dinal eingekauft. Heute hat Dinal eine Kapazität von 300 000 hl Bier jährlich, ihr Ausstoß 2002 soll bei geschätzt 180 000 hl Bier gelegen haben. Der Umsatz 2001 wurde mit 8,0 Mio EUR angegeben. Der Marktanteil der Brauerei Dinal ist 8%, wobei die wichtigsten Biermarken die kasachische Marke Tian Shan und die internationale Marke Amstel sind.

Angesichts hoher Kosten und massiver Überkapazitäten sieht sich der drittgrößte Brauer Japans, Sapporo Breweries Ltd., gezwungen, die Brauereien in Sapporo und in Kawaguchi, Präfektur Saitama, bis Dezember 2003 dichtzumachen. Dadurch verliert die Stadt Sapporo eine wichtige Touristenattraktion. Mit Beendigung dieser Rationalisierungsmaßnahme betreibt Sapporo dann nur noch sechs Brauereien in Japan. Schuld an der Misere haben die allgemeine Wirtschaftslage und die Brauereien selbst, die sich im Segment der Billigbiere - Happoshu genannt wegen ihres geringen Malzanteils - einen aggressiven Preiskampf liefern. nicht, erkannten die Bosse von Sapporo die Zeichen der Zeit nicht, als Kirin im Februar 2002 mit einem Happoshu herauskam, das 10 JPY unter dem Durchschnittspreis (135 JPY/Dose) lag..

Der Bierkonsum in Bulgarien ist im Jahr 2002 um 8,1% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Branche hat im vergangenen Jahr insgesamt 3,9 Mio hl Bier verkauft, 348 000 hl weniger als im Jahr 2001. Neuer Marktführer ist mit einem Marktanteil von 26,1% Brewinvest, eine Heineken-Tochter. Der bisherige Leader, die belgische Interbrew, liegt nur noch auf Position zwei. Ihr Anteil ist von 33,6 auf 23,03% gesunken.

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