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Der folgende Beitrag betrachtet die 21 größten deutschen Biermarken ab 0,8 Mio hl im Jahresvergleich von 1999 bis 2004. Sie sind in Beziehung gesetzt zum steuerpflichtigen Bierabsatz, geordnet nach Bundesländern, und liefern so interessante Ansätze für das Marketing der einzelnen Marken.

Gesamtausstoß-Betrachtung | Die 29 größten Getränkehersteller in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2004, 2003 und 2002 listet Dr. Kai Kelch auf. Aufgenommen sind Brauereien, Brunnenbetriebe, Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränke-Hersteller mit über 3 Mio hl Ausstoß. Dabei fließen in die Abrechnung Bier, Mineralwasser, Fruchtsaft und Erfrischungsgetränke, nicht jedoch Kaffee, Tee und Milch, ein.

Der Beitrag von Dr. Kai Kelch gibt einen Überblick über den Bierausstoß von 108 Brauereien nach Ländern für den Inlandsabsatz in der Bundesrepublik Deutschland. Er führt Brauereien ab 100000 hl mit ihrem steuerpflichtigen Bierausstoß nach Bundesländern auf. 2004 bildeten sich weitere Brauereigruppen, so dass die Ausstoßzahlen der einzelnen Braustätten und Brauereien gar nicht mehr gemeldet wurden. Diese mussten deshalb für das Jahr 2004 geschätzt werden.

Diese jährlich erscheinende Analyse der Entwicklung der Fassbieranteile ist für die einzelnen Brauereien besonders wichtig, da in der offiziellen Statistik keine Erhebung über die Fassbieranteile mehr durchgeführt wird. Die letzte Erfassung erfolgte für das Jahr 1992 und zeigte damals einen Wert von 29,5 Mio hl, d.h. es entfielen 26,3 Prozent des Gesamtbierausstoßes auf Fassbier. Im Jahr 2004 dürfte der Fassbieranteil für alle Brauereien nur bei einem geschätzten Wert von 18 - 20 Prozent liegen.

Im ersten Halbjahr 2005 konnten die klassischen Werbemedien ihre Werbeeinnahmen um 3,6 Prozent auf 9,1 Mrd EUR erhöhen. Die Zeitungen konnten sogar einen Zuwachs um 8,5 Prozent auf 2,4 Mrd EUR verbuchen. Die Top drei in der klassischen Werbung sind Lidl, Aldi und Media

Im ersten Halbjahr 2005 wurden in Deutschland 51,9 Mio Hektoliter Bier abgesetzt, das waren 0,2 Mio Hektoliter oder 0,3 Prozent mehr als im glei­chen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier. Biermischungen waren im ersten Halbjahr 2005 mit 1,5 Mio Hektoliter oder 3,0 Prozent am gesamten Bierabsatz ­beteiligt. Das ist ein Plus von 19,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004. 44,9 Mio Hektoliter, das sind 86,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2005, waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert.

Gegenüber dem 1. Quartal hat sich das Geschäftsklima im Geschäftsfeld Bier im 2. Quartal zumindest für die Monate April und Mai durchschnittlich eher noch etwas verschlechtert. Im Juni ist eine deutliche Aufhellung zu erkennen. Nur noch per saldo ein Drittel der Brauereien sprach von einer schlechten Geschäftslage gegenüber noch rd. sieben Zehnteln in den beiden Vormonaten. Drei Zehntel der Testfirmen konnten im Juni - nach Rückgängen im April und Mai - ihren Ausstoß wieder steigern. Für die nächsten drei Monate wird allerdings mit keinen weiteren Erhöhungen des Ausstoßes gerechnet. Die Fertigwarenlager waren im Mai und Juni bei einem Viertel der Testfirmen überhöht. ...

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser hat sich im Jahr 2004 auf hohem Niveau bestätigt: 125,2 l tranken die Deutschen (2003: 129,1 l) und werden damit im europäischen Vergleich nur von den Italienern (160 l) und Belgiern (133,8 l) übertroffen. Insgesamt setzten die 226 Mineralbrunnen im vergangenen Jahr 94 Mio hl Mineral- und Heilwasser ab.

Im Jahre 2004 sanken die Umsätze im Einzelhandel um 1,6 Prozent auf 365 Mrd EUR. Der Bereich Lebensmittel nahm um 3,9 Prozent ab, Optik und Computer sogar um 12,1 Prozent. Kosmetika und Körperpflege kamen auf ein Plus von 3,9 Prozent.

Die Braugerstenanbaufläche 2005 ist in Deutshcland, wie R. Eisemann in seinem jüngsten Rundbrief schrieb, gegenüber 2004 um ca. 10 Prozent auf Grund der niedrigen Gebote für Vorverträge zurückgegangen. Hieraus errechnet sich ein Importbedarf an Braugerste von ca. 300000- 400?000 t.

Die Lohn-Nebenkosten machten 2004 in Deutschland 76,60 EUR pro 100 EUR Direktentgelt aus. Davon entfielen allein 28,10 EUR auf die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung sowie 17,30 EUR auf den Urlaub und das Urlaubsgeld.

Die deutschen Brauereien hatten 2004 nach den vorläufigen Daten der Außenhandelsstatistik und dem steuerfreien Bierabsatz nach Bundesländern des Statistischen Bundesamtes mit ca. 13,4 Prozent einen starken Ausfuhranstieg zu verzeichnen. Die Gesamtausfuhr 2004 betrug nach der Biersteuerstatistik 13,718 Mio hl (ca. 12,094 Mio hl im Vorjahr), nach der Außenhandelsstatistik für 2004 jedoch 13,545 Mio hl (ca. 12,232 Mio hl im Vorjahr). Dr. Kai Kelch betrachtet die wichtigsten Brauereien mit einer Ausfuhr von über 20?000 hl sowie die Bedeutung von deren Absatzländern hier genauer (Stand: 4/2005).

Getränkedosen stehen bis zu ihrem Verkauf und Verbrauch meist offen in Lagern, Regalen und ähnlichen Bereichen. Verunreinigungen, wie zum Beispiel Staub, können sich so leicht auf dem Dosendeckel absetzen.

Die Bierbrauer in Deutschland blicken mit Sorge in die Zukunft: 95 Prozent rechnen mit einem rückläufigen Absatz (88 Prozent) bzw. mit Stagnation (7 Prozent). Der Grund: In Deutschland wird immer weniger Bier - insbesondere immer weniger Pils - getrunken. Signifikante Wachstumschancen erwarten die Bierbrauer nur beim Export ins Ausland. Die Mehrheit rechnet für die nächsten Jahre mit einem weiteren Zusammenschluss von Brauereien in Deutschland und mit
einem verstärkten Einstieg internationaler Konzerne. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter 260 Brauereien in Deutschland (Rücklaufquote: 21,5 Prozent). Im selben Zeitraum ist der Weinkonsum um 17 Prozent gestiegen.B. Bier-Cola, Radler). ...

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