Sudhaus
Um neue Rezepturen für kaltgehopfte Biere zu entwickeln, führen viele Brauer zunächst Versuche im Kleinmaßstab durch. Die Kalthopfung in Fässern bietet den Vorteil, dass der Brauer mit wenig Bier- und Hopfenmenge viele Kalthopfungsvariationen – beispielsweise unterschiedliche Biersorten, unterschiedliche Hopfensorten oder auch unterschiedliche Kontaktzeiten – testen kann, um ein sensorisch ansprechendes Rezept zu kreieren. Anschließend wird dieses Rezept meist unverändert in den Industriemaßstab übertragen. Ob Biere nach der Kalthopfung in unterschiedlichen Maßstäben auch wirklich sensorisch und analytisch vergleichbar sind, war Gegenstand der hier dargestellten Untersuchungen [1].
Nachbericht
Traditionell findet am Tag vor dem Technologischen Seminar in Weihenstephan das Rohstoffseminar statt. Vielleicht sorgte das Jubiläum zum 50. Technologischen Seminar für verstärkten Andrang seitens der Brauer und Mälzer. Ganz sicher lag es aber auch an dem spannenden und vielseitigen Programm des Rohstoffseminares, das in seiner 14. Auflage am 13. Februar 2017 im internationalen Getränkewissenschaftlichen Zentrum Weihenstephan (iGZW) etwa 75 Brauer und Mälzer, Züchter und Händler nach Freising lockte. Dr. Martina Gastl und ihr Team vom Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie (BGT) hatten ein bunt gemischtes Programm zusammengestellt, das Fragen von der Düngung über Inhaltsstoffe bis hin zu den Neuerungen im Berliner Programm abdeckte.
Rohstoffe
Die obergärigen Biere Porter und Stout sind zwei Klassiker der Biergeschichte – sehr ähnlich und doch so verschieden. Und missverständlich in ihrer Interpretation und Auslegung. Oft werden sie einander gleichgesetzt, nur die wenigsten Bierfreunde, selbst gestandene Brauer, können auf Anhieb die Unterschiede zwischen den beiden benennen. Oder die Gemeinsamkeiten. Das fängt bereits bei den Namen an. Daher hier eine Zusammenfassung bestehender Quellen, die hoffentlich zur Klärung einiger Fragen beitragen kann.
Rohstoffe
Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. hat die vom Bundessortenamt 2015 zugelassene Braugerstensorte „Cervinia“ (Saatzucht Breun) nach bundesweiten Mälzungs- und Brauversuchen im Praxismaßstab zur Verarbeitung empfohlen. In der Meldung vom 7. Februar 2017 werden außerdem die vom Bundessortenamt im Dezember 2016 neu zugelassenen Braugerstensorten aufgeführt.
Rohstoffe
Herkules ist eine Hochalphasorte deutscher Züchtung und mit 4584 Hektar (2016) Anbaufläche die mit dem größten Flächenanteil in Deutschland. Innerhalb weniger Jahre hat sie die beiden Sorten Magnum und Taurus deutlich überflügelt. Polaris erhielt aufgrund seines spezifischen Aromaeindrucks 2012 die offizielle Zulassung als „Special Flavour Hopfen“. Seine Fläche in der Hallertau und dem Elbe-Saale-Gebiet beträgt derzeit 106 Hektar (2016). Dieser Beitrag widmet sich den Unterschieden der beiden Sorten aus den genannten Anbaugebieten. Insgesamt dienten sechs Sude dazu, sie brautechnisch zu beschreiben.
Rohstoffe
Die Versorgung europäischer Mälzer und Brauer mit Braugerste aus der Ernte 2016 fällt knapp aus. Dank der Überhänge aus der Ernte 2015 bleibt der Markt im Moment aber relativ entspannt. Ein großer Teil der Abschlüsse wurde bereits vor der Ernte 2016 getätigt. Die Deckung der Verarbeiter wird als gut beschrieben. Dennoch besteht noch Handlungsbedarf für die erste Jahreshälfte 2017.
Rohstoffe
Mit 43 883 Zentnern (2194,16 t) stieg die Erntemenge im Jahr 2016 gegenüber dem Problemjahr 2015 um 29,5 Prozent. Die gebietsprägenden Landsorten (Tettnanger und Hallertauer Mittelfrüh) brachten es auf 25 935 Ztr. (1296,75 t), was rund 60 Prozent der Gesamtmenge entspricht.
Rohstoffe
Im Rahmen der Deutschen Hopfenpressekonferenz am 9. November 2016 in Nürnberg wurden von Ministerialdirigent Eckhard Engert, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn, die Ehrenpreise des BMEL verliehen.
Nachbericht
Hopfen, Malz, ein wenig Mikrobiologie und Technologie sowie eine Diskussion unter Gleichgesinnten und auf Augenhöhe: Mehr braucht es eigentlich nicht für einen gelungenen Stammtischabend. Oder eben für gelungene Berchinger Rohstofftage, gemeinsam veranstaltet von BLB GmbH, Berching, und Hopsteiner, Mainburg. Dazu fanden sich am 24. und 25. November 2016 36 Teilnehmer im Berchinger Brauerei-Gasthof Winkler ein. Die ausgewählte Mischung aus Vorträgen zur Rohstoffsituation 2016, technischen und technologischen Entwicklungen sowie Qualitätssicherung und Sensorik stimmte.