Die Welt ist bei der Energieversorgung keineswegs auf einem nachhaltigen Weg. Mit dieser nüchternen Erkenntnis begann Prof. Hermann-Josef Wagner vom Institut für Energietechnik, Uni Bochum, seinen Vortrag bei der diesjährigen VLB-Oktober-Tagung in Berlin. „Wir müssen damit rechnen, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten sowohl Energieverbrauch als auch CO2-Emissionen weiter ansteigen werden.“ Erst dann sei der Energiehunger der aufstrebenden Nationen wie Indien oder China annähernd gestillt. Der einzige Lichtblick ist, dass Deutschland Technologieführer in allen Bereichen der nachhaltigen Energieerzeugung ist, sodass die Wirt-schaft hier gut aufgestellt ist. Trotzdem geht der Energieverbrauch auch hierzulande nicht zurück, der bedenkenlose Umgang mit Energie ist für den Verbraucher doch noch recht selbstverständlich (S. 1317).
Man glaubt sich fast in einem Märchen. Stellen Sie sich vor, in Deutschland gäbe es eine national bekannte Verbraucherorganisation, die dafür kämpft, eine breite Palette an Brauereien und Biersorten zu erhalten, dem Brauereiwesen in der breiten Öffent-
Die BRAU Beviale wirft ihre Schatten voraus. Jeder spürt es: Langsam wird es hektischer, die Terminlage enger. Damit Sie sich rechtzeitig über das Angebot bei der BRAU Beviale 2008 informieren können, liegt wie gewohnt bereits in der heutigen Brauwelt Nr. 43 unser Vorschau-Heft bei. So haben Sie noch genügend Zeit, sich in Ruhe Ihre ganz persönliche Messe-Tour zusammenzustellen. Schauen Sie mal hinein, es gibt viel Innovatives zu sehen.
Mit einer nochmals gesteigerten Zahl an Ausstellern und Ausstellungsflächen bietet auch die diesjährige BRAU Beviale 2008, die vom 12. bis 14. November im Nürnberger Messezentrum stattfinden wird, eine umfassende Angebotspalette, die keine Wünsche offen lässt. Rund 1450 Aussteller, davon knapp 40 Prozent internationale Beteiligung, zeigen auf über 81 000 Quadratmetern in neun Hallen alles, was die Brau- und Getränkewirtschaft begehrt: beste Rohstoffe, hocheffiziente Technologien und modernste Getränkelogistik.
Mit diesem Zitat eröffnete Dr. Karl Glas, wissenschaftlicher Leiter des cpw, das
Eigentlich hatten wir uns das etwas anders vorgestellt.
„Selten zuvor waren das Interesse und die Spannung der internationalen Brauwelt für das Ergebnis der Ernteschätzung so groß wie in diesem Jahr.“ Dieses Zitat vom bayerischen Landwirtschaftsminister J. Miller anlässlich der Hopfenrundfahrt Ende August in der Hallertau lässt sich problemlos auf die Braugerstenernte übertragen. Gespannt blicken Landwirtschaft, Handel und Brauwirtschaft auf die vorläufigen Ernteergebnisse, gen Himmel, ob das Wetter denn auch hält, und auf die ersten Erkenntnisse zur Verarbeitungsfähigkeit der Rohstoffe.
Deutschland heute: Die Kosten steigen, die Ansprüche auch. Die Margen sinken, der Bierabsatz auch. Vom Handlungsspielraum, den die Politik dem Teil der Getränkewirtschaft lässt, der alkoholische Getränke produziert, ganz zu schweigen. Ein echtes Dilemma! Wer nicht aktiv nach Lösungen sucht, sondern hofft, dass es irgendwann mal wieder besser werden wird, wird bald das Nachsehen haben. Auf vielen Gebieten wird intensiv nach Lösungen und Alternativen gesucht.
Schon lange geht es nicht mehr ausschließlich um die Produktion eines Lebensmittels. Konsumenten interessieren sich für das Wie und Woher, von den Rohstoffen bis zur Logistik. Der moderne Verbraucher interessiert sich für die Hintergründe. Er möchte Konsum mit reinem Gewissen. „Sustainability“ heißt das Zauberwort, also nachhaltiges, verantwortungsbewusstes Wirtschaften, ein Trend mit guten Chancen zum Kassenschlager.
Diese Schlagwörter fallen ins Auge, wenn man den Brauwelt-Report von dieser Woche liest. Zunächst könnte man meinen, diese Begriffe haben mit einander wenig zu tun. Sieht man aber genauer hin, dann erkennt man doch Zusammenhänge und gemeinsame Faktoren, die das Verhalten der Kunden, auch beim Getränkeeinkauf in Zukunft stärker beeinflussen können.
Das Braugerstenjahr 2008 dürfte zumindest in Unterfranken nicht weniger Probleme bringen als 2007. Das Urteil der Fachleute: „Wir haben eine schwierige Ernte und ein ebenso schwieriges Verarbeitungsjahr vor uns“. In ganz Bayern rechnet man mit einem Braugerstenaufkommen von etwa 320 000 t, bei etwas „toleranteren“ Proteingehalten könnten es 400 000 bis 420 000 t sein. Auch in punkto Anbauflächen kann keine Entwarnung gegeben werden. Zu gut waren im vergangenen Jahr die Preise für Weizen, zu groß die Schwierigkeiten bei der Braugerste(S. 892).
„Marken und Produkte, die keine Emotionen auslösen, sind für das Gehirn wertlos.“ Mit dieser Aussage konfrontierte Dr. Hans-Georg Häusel, Nymphenburg Consult AG, München, die Teilnehmer der Brauwissenschaftlichen Tagung Mitte April 2008 in Freising. Vermutlich überlegte der eine oder andere Brauereibesitzer stillschweigend, ob seine Werbekampagne denn die Gefühlswelt seiner Kundschaft trifft und ob sein Werbeetat wirklich gut investiertes Geld ist. Alles eine Frage der Zielgruppe: Wen möchte ich überhaupt ansprechen – der Rest ist dann (vergleichsweise) einfach: