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Die Bavaria-Brauerei Lieshout konnte 1994 ihren Bierabsatz ebenso um 20% auf 4 Mio hl steigern wie den AfG-Absatz auf 1,4 Mio hl. Der Ertrag erhöhte sich auf umgerechnet 560 Mio DM (+ 10,2%). Die Steigerungen wurden vor allem im Export erzielt, besonders in die Länder des Fernen Ostens und in mitteleuropäische Länder. Im letzten Jahr investierte der Familienbetrieb rd. 36 Mio DM. Im laufenden Jahr soll diese Summe auf etwa 80 Mio DM ansteigen. Von 1992 bis 1994 hat die Zahl der Mitarbeiter in diesem Familienbetrieb von 550 auf 720 zugenommen.
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Die neue Cerveceria Leona, die zum Ardila-Lülle-Konzern gehört, wurde jetzt in Betrieb genommen. Das erste Bier aus der neuen Braustätte, die 20 km nördlich von Bogota liegt, wird dieser Tage auf den Markt kommen. Die Brauerei wurde von der Fa. Huppmann, Kitzingen, gebaut, wobei Unitanks, Hefetanks und die Reinzuchtanlage unter Lizenz in Kolumbien gefertigt wurden. Die Filtration lieferte die Fa. Schenk, Schwäbisch-Gmünd. Krones, Neutraubling, lieferte eine Abfüllinie mit 100 000 Fl/h und KHS, Dortmund, eine mit 54 000 Fl/h. In der ersten Ausbaustufe hat die Brauerei eine Kapazität von 2,5 Mio hl. Geplant ist bereits eine Erweiterung auf 4 Mio hl/Jahr. Gebraut wird mit dem in Südamerika üblichen Schüttungsverhältnis von 70% Import- Malz und 30% Reis.
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In Japan kann man mit bierähnlichen Getränken, sogenanntem Sparkling Liquor, Steuern sparen. Bier ist in Japan definiert als ein Getränk, hergestellt aus Malz, Hopfen, Wasser und Zusatzstoffen wie Reis, Mais, Stärke oder Sacchariden. Das Verhältnis von Malz zu den anderen Zusatzstoffen soll zwei zu drei oder mehr betragen. Suntory brachte jetzt mit Hops ein bierähnliches Getränk auf den Markt, bei dem der Malzanteil nur 65% beträgt. Damit reduziert sich die Biersteuer um mehr als ein Drittel. Der Preis einer 0,35-l-Dose reduziert sich dadurch auf knapp 3 DM und liegt damit um 0,72 DM unter dem Preis für normale Biere. Diese Regelung könnte nicht nur Bierimporteuren Vorteile bringen, sondern auch den Mikrobrauereien in Japan..
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Nach einem Bericht der Kirin- Brauerei, Tokio, lag die USA mit 220 Mio hl an erster Stelle vor China mit 122,5 Mio hl und Deutschland mit 112,1 Mio hl.
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Der Autor berichtet in einer neuen Folge (s.a. Brauwelt Nr. 23, 1994) über die britische Brauszene. Diesmal stehen die Auswirkungen der englischen Biersteuer, Verbrauchertrends sowie neue Spezialitäten im Vordergrund. Darüber hinaus wird über das Geschehen in den großen britischen Brauereien berichtet.
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Griechenland entwickelt sich immer mehr zu einem Land der Biertrinker. Heute hat Bier bereits einen Anteil von 25% am gesamten Getränkekonsum und von 52% beim Verzehr alkoholhaltiger Getränke. Bis zum Jahre 2000 sagen Marktkenner eine jährliche Zuwachsrate für den Bierabsatz in Griechenland von 2 bis 4% voraus. Dieses Wachstum wird vor allem den Premiummarken und damit auch den Importbieren zugute kommen. Anfang der 80er Jahre lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Griechenland bei 27 l, heute beträgt er rund 40 l. Insgesamt wurden 1993 in Griechenland 4,5 Mio hl Bier gebraut (+ 4,6%). Für 1994 rechnet man mit einer Gesamtproduktion von 4,8 Mio hl. Diese positive Entwicklung ging vor allem zu Lasten von Wein. Auch immer mehr griechische Frauen trinken jetzt Bier. Alkoholfreies Bier macht z.
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In China wurden 1993 rund 3,3 Mio hl Pabst Blue Ribbon's verkauft, wesentlich mehr als von jedem anderen US-Bier. Jetzt scheint Pabst aber von Heileman Konkurrenz zu drohen. Lone Star soll in 23 chinesischen Brauereien in Lizenz gebraut werden. Heileman erhält dafür Lizenzgebühren und läßt 23 chinesische Braumeister in Kalifornien ausbilden. Pabst und Heileman können sich in den USA nicht gegen die drei Großen durchsetzen, weil sie nur regional operieren. Im fragmentierten Biermarkt in China können sie sich aber besser behaupten als die in den USA landesweit agierenden Brauriesen Anheuser-Busch, Miller und Coors (s.a. S. 104). In China spielt nicht so sehr die Marke eine Rolle, sondern vielmehr die Gelegenheit, Bier zu trinken (s.a. S. 72 ).
Markt
Nach Angaben des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen, in dem rd. 240 Brunnenbetriebe zusammengeschlossen sind, betrug das Absatzplus bei Mineral- und Heilwasser in den ersten drei Quartalen 1994 in den alten Bundesländern 12% und in den neuen 54%, insgesamt knapp 14%. Aufgrund des schönen Sommerwetters rechnet die Branche damit, daß der Pro-Kopf- Verbrauch an Mineralwasser in den alten Bundesländern auf über 100 l steigen wird. Nach wie vor liegen die stark sprudelnden Mineralwässer mit einem Anteil von knapp 70% weit vorn, vor den stillen Wässern mit gut 22% und den Heilwässern mit 6,4%. Bezogen auf den Gesamtabsatz haben sich die Mineralwässer mit Aromen von 0,8% auf 1,5% im Anteil nahezu verdoppelt..
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Trotz der wirtschaftlich ungünstigen Situation rechnen türkische Brauereien mit einem Anstieg des Bierverbrauches, da die jüngeren Einwohner ihr Konsumverhalten westlichen Gebräuchen mehr und mehr anpassen. 1994 ist der Bierkonsum in der Türkei um 8% angestiegen, 1993 sogar um 12%. Die drei Brauereien der Efes-Gruppe beherrschen 72% des Inlandsbierabsatzes. Sie sind 1993 auf einen Ausstoß von 3,9 Mio hl gekommen und rechnen für 1994 mit einem Plus von 8%. Die Efes-Gruppe hat keine Angst vor der Zollunion mit der EU ab 1996. Einerseits setzt sie auf ihr dichtes Distributionsnetz, andererseits geht sie davon aus, daß die Importbierquote in den meisten Ländern nicht höher als 5% liegt.
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Nach einer Meldung der Deutsche Consult (ASIA), Ltd., Hong Kong, wächst der Bierkonsum in der VR China jährlich um 15 bis 20%. Für 1993 wird ein Pro-Kopf-Verbrauch von 8,4 l angegeben (1992: 6,3 l). Der Trend zum Bierkonsum schwappt jetzt erst von den Städten auf die großen ländlichen Gebiete über. Das Potential des Landes mit seinen 1,2 Mrd Einwohner erscheint auf den ersten Blick nahezu unvorstellbar. Dennoch machen ungefähr 50% der rd. 850 chinesischen Brauereien, die durchwegs lokal oder regional operieren, Verluste. Der Rest hält sich gerade so über Wasser. Als Grund dafür gibt Dr. Michael J. Thomas, Direktor der Deutschen Consult Ltd., an: Die Brauereien sind meist zu klein. Die Verfügbarkeit des Endproduktes ist daher oft ebenso schwankend wie seine Qualität. So schloß sich z.B. Dr.