Markt
Seit 1995 zeigt der Biermarkt in Frankreich die schlechteste Entwicklung im Segment Getränke. Obwohl Frankreich sich der niedrigsten Biersteuer in Europa rühmt, weist es keine ausgeprägte Bierkultur auf. Strengere Vorschriften bezüglich Alkohol am Steuer, veränderte Lebensgewohnheiten der Verbraucher und eine enorme Abnahme des Bierabsatzes nach Großbritannien über den Kanal sorgten für den Rückgang in diesem Markt von 23 Prozent im Jahre 2004. Nach einem neuen Bericht von Canadean wurde diese Situation auch durch das schlechte Wetter im Jahre 2004 herbeigeführt. Mit Ausnahme der Premium- und Spezialbiere haben alle anderen Biertypen und Biermischgetränke erheblich an Boden verloren. Die Bock- und Lightbiere sind sogar regelrecht abgestürzt. ...
Marketing
Wer in Zukunft ausgabefreudige und wachsende Zielgruppen ansprechen will, wird sicherlich seine Aufmerksamkeit auf die so genannte "Generation Silber" richten müssen. So lautete das Fazit von Dr. Wolfgang Adlwarth, Geschäftsführer der GfK Panel Services, während der Jahrestagung zum Thema "Generation Silber: Marketing für die Märkte von morgen" am 8. Juli 2005 in Nürnberg zum Thema "Marktpotentiale". Wer lediglich die Gruppe der 19 - 49-Jährigen anspricht, übersieht eine stetig wachsende Zielgruppe der über 60-Jährigen mit zumeist hoher Konsumfreudigkeit, großem Kaufpotential und ausgeprägtem Qualitätsbewusstsein. Adlwarth riet der Industrie, kein Discountverhalten aufzubauen, denn fehlender Service und mangelnde Qualität werde von der älteren Generation abgelehnt. ...
Wasser
Auf Grund steigender Abwassergebühren und verschärfter Umweltschutzauflagen betreiben viele Brauerei- und Lebensmittelbetriebe eigene Kläranlagen. Um den kostenrelevanten CSB Wert zu senken und die Produktion von Klärschlamm weitestgehend zu vermeiden, setzen viele Betriebe auf anaerobe Reinigungstechnik. Das entstehende Biogas lässt sich im eigenen Betrieb nutzen, die Anlagen amortisieren sich schneller. Am Beispiel eines Projektes der Karlsberg Brauerei zeigt dieser Beitrag eine neuartige Prozessführung, die mittels Fuzzy Logic kritische Situationen erkennt und gegensteuert.
Anaerobe Prozesse laufen nach einer Einlaufphase stabil, deshalb bieten die Anlagenbauer meist keine spezielle Regelungstechnik an. Ohne Beaufsichtigung (z.B. Zusätzliche Messsysteme sind nicht zu integrieren..
Archiv
Die Verwendung von Kieselgur zur Filtration von Bier ist seit ca. 100 Jahren in den Brauereien verbreitet und das Handling geübt. Die Entsorgung der anfallenden gebrauchten Gur unterliegt abfallrechtlichen Bestimmungen. Dieser Praxisbericht beschreibt die Entwässerung von gebrauchter Kieselgur mit Hilfe eines Pressfilterautomaten der Firma Larox sowie deren Vorteile.
Archiv
Zum Thema "Kieselgur und Kieselgurfiltration" erreichte die Brauwelt der folgende Brief von Brm. Adolf F. Hahn aus Weiden i.d.Opf., Consulting in Filtration:
Lassen Sie mich vorausschicken, dass ich nicht zu jenem Typus Bierbrauer gehöre, welcher nur in Traditionen schwelgt, sondern zu dem, der eher und manchmal zu schnell auf Neuerungen in der Braubranche reagiert.
In den letzten Jahren konnte ich nun eine Menge an Fachliteratur und in Vorträgen auf Fachtagungen hören und lesen, welche angeblichen Alternativen es zur Kieselgur gibt. Recycling bedeutet übrigens immer den Einsatz von Chemikalien und erhebliche Spülwassermengen, was die Umweltbilanz und das Abwasser nennenswert strapaziert. Diese euphorischen Berichte möchte ich hier etwas relativieren. ...
Archiv
Das Leipziger Brauhaus zu Reudnitz hat, wie Geschäftsführer Jochen Deinert in einem Gespräch mit der Brauwelt ausführte, heute einen Gesamtausstoß von 1,3 Mio hl pro Jahr. Deinert, seit 1973 in dieser Brauerei aktiv, hat das historisch bedingte Auf und Ab hautnah miterlebt. Nicht ohne Stolz kann er heute einen Betrieb präsentieren, der im Sudhausbereich über die modernste Technik verfügt und in den anderen Prozessabschnitten so gut organisiert ist, dass höchste Wirtschaftlichkeit gegeben ist und das bei qualitativ hochstehenden Produkten.
Das Leipziger Brauhaus zu Reudnitz auf dem Standort der bekannten Riebeck-Brauerei wurde bereits zu DDR-Zeiten auf eine Kapazität von 400000 hl ausgebaut. Nach der politischen Wende begann man mit einer Jahresproduktion von 150000 hl...
Management
Anlässlich der diesjährigen Brauwirtschaftlichen Tagung hielt, wie immer gekonnt, spritzig, mit dem ihm eigenen Sarkasmus Dr. Hans Fischer von der Management Akademie Weihenstephan GmbH den mittelständischen Brauereiunternehmern den Spiegel vor, aufbauend auf seinen Erfahrungen aus der Praxis. Dabei mussten die Teilnehmer viele bittere Pillen schlucken. Diese wurden ihnen von Dr. Fischer verabreicht, weil, wie er sagte, "die Branche und das Umfeld sich immer schneller ändern, und man als Unternehmer mit der Zeit nicht sorglos umgehen kann".
In der guten, alten Zeit, an die sich manche bestimmt noch gerne erinnern, versorgten die lokalen, regionalen und einige überregionale Brauereien den Konsumenten, stockten ihre Kapazitäten auf. Dr. durchlaufen hat.
Für Dr. ...
Markt
Gegenüber dem 1. Quartal hat sich das Geschäftsklima im Geschäftsfeld Bier im 2. Quartal zumindest für die Monate April und Mai durchschnittlich eher noch etwas verschlechtert. Im Juni ist eine deutliche Aufhellung zu erkennen. Nur noch per saldo ein Drittel der Brauereien sprach von einer schlechten Geschäftslage gegenüber noch rd. sieben Zehnteln in den beiden Vormonaten. Drei Zehntel der Testfirmen konnten im Juni - nach Rückgängen im April und Mai - ihren Ausstoß wieder steigern. Für die nächsten drei Monate wird allerdings mit keinen weiteren Erhöhungen des Ausstoßes gerechnet. Die Fertigwarenlager waren im Mai und Juni bei einem Viertel der Testfirmen überhöht. ...
Markt
Drei Entwicklungen prägen den Biermarkt im ersten Tertial 2005:
-Wachstum von PET und Kleingebinden;
-Erfolg für Gold-Mildbiere;
-Aldi als Stütze des Marktes im Westen.
Bier tut sich, nach einem Bericht der IRI, Nürnberg, schwer bei den Innovationen. Allerdings ist bei der Verpackung einiges im Umbruch. Da sind zunächst die PET-Gebinde, die inzwischen einen Anteil von knapp fünf Prozent an Bier gesamt (im Segment LEH > 200 qm inkl. Aldi + GAM) haben, und die kräftig weiterwachsen. Für die großen Marken ist das PET-Nachfragevolumen aber noch zu begrenzt, um hier groß einzusteigen. So waren im ersten Tertial 2005 vor allem die Harddiscounter Aldi, Lidl und Norma Triebfedern dieser Entwicklung. Selbst hier sind die Konzepte der einzelnen Biersortimente recht unterschiedlich..
Archiv
Am 3. Mai 2005 feierte Prof. Dr.-Ing. Friedrich Schöffel, emeritierter Direktor des Lehrstuhls für Maschinen- und Apparatekunde an der früheren Fakultät für Brauwesen, Lebensmitteltechnologie und Milchwissenschaft der TU München in Weihenstephan seinen 90. Geburtstag.
Prof. Dr.-Ing. F. Schöffel wurde 1963 als o. Professor nach Weihenstephan berufen, da die 8-semestrige Diplom-Ingenieur-Ausbildung zum einen die Erweiterung und Vertiefung der maschinenkundlichen Fächer sowie zum anderen die Aufnahme des Fachgebiets "Verfahrenstechnik" erforderte. Prof. Niemann bis zum Professor an der Fachhochschule München führte. ...