Sortenversuche 1994 Rhein- Mosel/Bayern/Sachsen -- In praxisnahen Großparzellen- Sortenversuchen wurden die pflanzenbaulichen und qualitativen Eigenschaften der Sommergersten Chariot (PBI/Carsten), Caminant (Carlsberg), Maud (Weibul), Cooper (NFC) und Scarlett (Breun) untersucht und mit der Standardsorte Krona (Semundo) verglichen.

Kassenmäßige Biersteuereinnahmen nach Bundesländern Tabelle

Der Halbjahresabsatz der deutschen Brauwirtschaft ist gegenüber dem Vorjahreswert leicht um 0,8 Prozent auf 56,2 Mio hl gestiegen. -- 51,7 Mio hl (+ 0,3 Prozent) der aus Steuerlagern (Herstellungsbetriebe und Bierlager) ab- gesetzten Menge wurden im Inland kon-sumiert. 4,5 Mio hl (+ 6,8 Prozent) blieben steuerfrei: in EU-Länder flossen davon 2,4 Mio hl (+ 19,7 Prozent), in Drittländer wurden 1,9 Mio hl exportiert (- 5,4 Prozent) und als Haustrunk wurden 0,2 Mio hl abgegeben (- 4,1 Prozent). Den größ- ten Absatz erziel- te Nordrhein-Westfalen mit 15,5 Mio hl vor Bayern mit 12,1 Mio hl; die größten Zuwachsraten konnten die Steuerlager in Sachsen-Anhalt (+ 17,6 Prozent) sowie in Schleswig-Holstein und in Hamburg (+ 11,1 Prozent) verbuchen.

Verbraucher-Befragung Frauen und Bier -- Fast zwei Drittel aller Frauen zwischen 16 und 69 Jahren können nicht zu den Biertrinkern gezählt werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Verbraucher-Befragung zum Thema Frauen und Bier, welche die Brau Ring Kooperationsgesellschaft Privater Brauereien, Wetzlar, beim Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK in Auftrag gegeben hatte. Die Erhebung wurde in den alten Bundesländern durchgeführt. Die Gesamtheit dieser Untersuchung umfaßte Frauen im Alter zwischen 16 und 69 Jahren, woraus sich ein Umfang von rund 21 Mio Personen errechnet. Für seine 145 angeschlossenen Privatbrauereien wollte Brau Ring wissen, warum sich Frauen so zurückhaltend zum Bier stellen..

Internationale Aktivitäten im chinesischen Biermarkt -- Tabelle

Bierausfuhr Januar bis September 1994 -- Tabelle

Die Brau-Welt wird kleiner -- Wertet man die Auslandsnachrichten in der Brauwelt aus, dann kann man feststellen, daß die Brau-Welt immer kleiner wird. Die Verflechtungen im internationalen Biermarkt werden enger. Das gilt vor allem in dem Wachstumsmarkt für Bier par excellence in der Volksrepublik China. Wie aus der Übersicht auf Seite 1370 dieser Ausgabe zu ersehen ist, sind dort von A wie Anheuser Busch bis S wie South African Breweries fast alle Großbrauereien der Welt mehr oder weniger stark vertreten. Marken wie Foster's, Tiger, Carlsberg, Miller, San Miguel, Kirin und Pabst Blue Ribbon werden bereits in China gebraut. Kürzlich hat auch Anheuser Busch mit der Produktion von Budweiser in China begonnen. So findet man z.B. Ähnliches gilt für Ungarn und Bulgarien..

Steuerpflichtiger Bierabsatz nach Ländern -- Tabelle

Die Top 50 des Lebensmittelhandels 1994 nach Gesamtumsätzen -- Tabelle

Stagnierender Pro-Kopf-Verbrauch -- Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier ist in Deutschland von 1993 bis 1994 lediglich um 2 l auf 140 l angestiegen. Die deutsche Brauwirtschaft muß sich darauf einstellen, daß der inländische Bierverbrauch kurz- und mittelfristig stagniert, eher sogar rückläufig sein wird. Dieses Fazit zog Dr. Michael Dietzsch, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, auf der Pressekonferenz seines Verbandes am 21. Juli 1995 in Baden-Baden anläßlich des Deutschen Brauertages. Als eine der Ursachen für diese Entwicklung sah Dr. Dietzsch die Situation in der Gastronomie, die u.a. auch unter dem hohen Mehrwertsteuersatz von 15% leidet. Der Deutsche Brauer-Bund befürwortet daher eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie. Dr. Dr. Dietzsch bei rd. 80%. und 11. und 5..

Getränkeverbrauch in Deutschland 1994 -- Grafike

Getränkekonjunkturtest April 1995 -- Biere: Das Aprilgeschäft wurde von den befragten Brauereien deutlich besser beurteilt als das vom März. Per saldo knapp ein Zehntel der Testfirmen sprach von einer guten, die überwiegende Mehrzahl von einer befriedigenden Geschäftslage. Der Ausstoß wurde im Berichtsmonat nurmehr geringfügig erhöht; für die nächsten drei Monate wird mit einem unveränderten Produktionsstand gerechnet. Die sich seit Jahresbeginn ankündigenden Preiserhöhungstendenzen haben im April erheblich an Breitenwirkung gewonnen (zwei Fünftel der Brauereien nahmen Preiserhöhungen vor). Auch für die nächsten drei Monate wird mit weiteren leichten Preissteigerungen gerechnet. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate sind leicht positiv..

Stagnation auf hohem Niveau -- Bei den Brauereien in Deutschland, und hier vor allem in Bayern, hat in den vergangenen Jahren ein tiefgreifender Strukturwandel stattgefunden. Darauf wies der neue Präsident des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien in Bayern, Hans Schinner, Bayreuth, anläßlich einer Tagung seines Verbandes über Erfolgsversprechende Überlebensstrategien für kleine und mittelständische Brauereien am 31. Mai 1995 in Nürnberg hin, zu der weit über 100 Teilnehmer aus mittelständischen Brauereien aus beiden brauwirtschaftlichen Verbänden nach Nürnberg gekommen waren. Laut Schinner ist die Talsohle des Ausstoßrückganges der Brauereien in den alten Bundesländern durchschritten, dennoch hält er eine allgemeine Euphorie für verfrüht.a. S..

Gesamtbierabsatz nach Bundesländern im März 1995 -- Tabelle

Stagnation in Baden-Württemberg -- Der Bierabsatz in Baden- Württemberg ging 1994 um 0,4% auf 9,8 Mio hl zurück. Diese Zahlen nannte der Präsident des Baden-Württembergischen Brauerbundes Peter May am 19. April 1995 anläßlich der Pressekonferenz seines Verbandes in Stuttgart. Damit konnte Baden-Württemberg hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern den dritten Platz bei den Bundesländern im Bierabsatz halten. Die Zahl der Brauereien hat im Jahre 1994 um acht auf 168 abgenommen, ein Zeichen für den unaufhaltsam weitergehenden Konzentrationsprozeß. 6180 Mitarbeiter werden von der Braubranche des Landes beschäftigt. Das Biersteueraufkommen belief sich auf rund 154 Mio DM. Das Gros der Brauereien des Landes lag im Bereich von 10 000 hl bis 50 000 hl. Auf die sonstigen Biere entfielen 13%..

Handel spürt noch keine Besserung -- Nach der neuesten Konjunkturumfrage des ifo-Instituts, München, zeichnete sich auch im April 1995 keine spürbare Besserung der Lage im Einzel- sowie im Großhandel ab. Laut ifo-Umfrage hat sich im Großhandel zwar der Umsatz erhöht. Dies sei aber nur auf Preissteigerungen zurückzuführen. Das Volumen dürfte dagegen gegenüber dem Vorjahr weiter zurückgegangen sein, so daß sich die Geschäftsaussichten weiter verschlechtert hätten. Angesichts überhöhter Lagerbestände wollen auch die Einzelhändler in den kommenden sechs Monaten weniger bestellen. Vor allem die Verbrauchermärkte sind erneut hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurückgeblieben. Im zurückliegenden Jahr sind die Umsätze des Einzelhandels laut ifo nominal um 0,5% und real um 1,6% gesunken..

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