Regale mit Getränken (Foto: Ovsyannykov auf Pixabay)

Biergenuss zuhause | Das Statistische Bundesamt veröffent­lichte jüngst die aktuellen Halbjahreszahlen – danach ging der Umsatz im Gastgewerbe im ersten Halbjahr 2021 um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Bezogen auf das Vor­krisenhalbjahr 2019 waren es preisbereinigt sogar 62,3 Prozent. Die Zahlen verdeutlichen die verheerenden Auswirkungen der Pandemie auf das Gastgewerbe nach insgesamt neun Monaten Lockdown, so der Dehoga-Bundesverband. Einen Hoffnungsschim­mer gab es hingegen im Getränke-Einzelhandel.

Gestapelte Getränkekästen (Foto: Th G auf Pixabay)

Getränkefachgroßhandel | Um es salopp zu formulieren: Je größer das Engagement im Außerhausmarkt, umso dramatischer verlief das vergangene Jahr. Wer den Einzelhandel und die Getränkeabholmärkte belieferte, kam oft glimpflich davon, denn die Absätze blieben stabil oder entwickelten sich positiv. Wer aber hauptsächlich das Gaststättengewerbe auf der Reiseroute hatte, der musste viel ertragen.

Wasserflaschen (Foto: Jonathan Chng auf Unsplash)

Der Absatz von natürlichem Mineralwasser und Heilwasser der im Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) organisierten Unternehmen lag im Jahr 2020 bei rund 10 Mrd Litern. Einschließlich Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken wurden insgesamt 13,1 Mrd Liter abgesetzt.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.

Holzfass mit Zapfhahn (Foto: Bruno /Germany auf Pixabay)

Absatz halbiert | Bei wohl keinem unserer Artikel und keiner Betrachtungsweise waren die Ergebnisse der Brauereien so homogen, so wenig erfreulich und letztendlich von den Unternehmen selbst kaum steuerbar: Die Pandemie hat gewütet im Fassbiermarkt, und keiner wurde verschont.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.

Klappstühle im verregneten Biergarten

Inlandsausstoß | Unsere diesjährige Reihe über die deutsche Brauwirtschaft neigt sich dem Ende zu; nur der Artikel über das Fassbier steht noch aus. Im Laufe der Berichterstattung wurden die gravierenden Auswirkungen der Coronakrise und des damit einhergehenden Lockdowns deutlich. Bei allen Betrachtungen – ob über alkoholfreie Biere, Biermischgetränke, Weißbier, nach Regionen oder über die Ausfuhr – wurde klar, wie sehr die Pandemie die meisten Unternehmen und auch die damit verbundenen Wirtschaftszweige getroffen hat.

Frachtschiffe mit Containern (Foto: Andy Li on Unsplash)

Bierausfuhr 2020 | Schon zu Beginn des letzten Jahres zeigte sich, dass nicht nur die einheimische Brauwirtschaft – und insbesondere das Gastronomiegeschäft – deutlich unter den Auswirkungen der Pandemie leiden würde. Der Brauerbund berichtete bereits damals über die Folgen der Corona-Schutzmaßnahmen auf die Exportmärkte und die massiven Auswirkungen, die bevorstehen.

Ifo-Institut | Im zweiten Quartal hat sich die geschäftliche Situation des Braugewerbes – folgt man dem saisonbereinigten und geglätteten ifo-Geschäftsklimaindex – gegenüber dem ersten Quartal ganz erheblich verbessert. Lag der Index im Vorquartal noch bei –20,1 Punkten, so betrug er im Berichtsquartal 11,7 Punkte, eine respektable Verbesserung der geschäftlichen Situation.

Vier junge Frauen trinken gemeinsam Bier (Foto: Elevate on Unsplash)

Zielgruppenanalyse | In einem schrumpfenden Marktumfeld sind Brauereien auf neue Absatzmöglichkeiten angewiesen. Eine bisher wenig untersuchte Zielgruppe stellen weibliche Bierkonsumenten dar, deren Konsumpräferenzen nun in einer Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht wurden [1].

Biergläser mit verschiedenen Biersorten (Foto: CC0/rawpixel.com)

BarthHaas-Bericht 2020/2021 | Die Weltbierproduktion ist 2020 um fünf Prozent bzw. 93 Millionen hl gegenüber dem Vorjahr gesunken und betrug 1,820 Milliarden hl. Aufgrund der Covid-19-Pandemie war sogar mit einem stärkeren Rückgang gerechnet worden.

Wien, Österreich (Foto: Jacek Dylag on Unsplash)

Starke Einbußen | „Die Pandemie hat uns um gute 20 Jahre zurückgeworfen. Seit der Jahrtausendwende war der Inlandsausstoß nicht mehr so niedrig wie im vergangenen Jahr“, zieht Brauereiverbandsobmann Sigi Menz Bilanz. Die Brauwirtschaft in Österreich wurde empfindlich getroffen, die Pandemie mit monatelangen Lockdowns sorgte für heftige Rückgänge.

Leicht und erfrischend | Die befragten Unternehmen setzten im letzten Jahr drei Prozent weniger an Menge ab. Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. sieht auf Grundlage des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang von 5,8 Prozent beim Pro-Kopf-Verbrauch. Doch die Hersteller sind eher positiv gestimmt.

Weißbier (Foto: Thomas B. auf Pixabay)

Starker Rückgang | Das Weizenbier oder auch Weißbier ist aus der Bierszene nicht wegzudenken und steht auch jenseits des „Weißwurstäquators“ für urtümliche und doch vielfältige, moderne Erfrischung. Zunächst denkt man dabei an gemütliche Stunden im Biergarten, doch zu Hause oder beim Sport wird die traditionelle Biersorte ebenso gern getrunken; fast alle Hersteller bieten mittlerweile „sportliche“ alkoholfreie Varianten an. Aber das Weißbier schwächelt – nicht erst seit Corona.

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