Rohstoffe
Schon traditionell nutzt die Hopfenbranche die Brau Beviale in Nürnberg, um die Marktteilnehmer über den aktuellen Stand beim Rohstoff Hopfen zu informieren. In diesem Jahr hatte der Verband deutscher Hopfenpflanzer eine gut besuchte und von den Hopfenhoheiten der verschiedenen Anbauregionen umrahmte Veranstaltung organisiert.
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Nach dem starken Rückgang der Anbaufläche für Sommergerste im letzten Jahr konnte Bayern heuer einen unerwartet starken Anstieg verzeichnen. Ungünstige Aussaatbedingungen im Herbst und regionale Auswinterungsschäden machten ausreichend Flächen frei, sodass eine große Anzahl von Landwirten wieder auf die Braugersten setzte. Dennoch stellt bei dem nach wie vor hohen Produktionsrisiko für Braugerste der Silomais immer noch eine Alternative dar, welche unabhängig von der Qualität hohe Erträge erzielt und damit eine risikoärmere Einkommensquelle darstellt. Großen Einfluss auf den Wachstumsverlauf hatten die frühe Saat und die darauf folgende Trockenperiode bis in den Juni hinein. Trotz dieser extremen Bedingungen wurde im bayerischen Mittel ein überdurchschnittlicher Ertrag erzielt, bei allerdings leicht erhöhten Eiweißwerten. Durch den außergewöhnlich hohen Vollgerstenanteil wurde insgesamt ein sehr hoher Anteil an braufähiger Ware erzielt. Dennoch liegt das Erzeugungsniveau noch unter dem des Jahres 2009 und reicht bei Weitem nicht aus, um den Bedarf an Braugerste für Bayern zu decken.
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Der Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie führt jährlich zur Beurteilung der Qualität des neuen Jahrgangs, des Mälzungsverhaltens sowie der Beschaffenheit der Gersten und Malze das „Frühvermälzungsprogramm“ durch. Es werden eingesandte Praxismuster (Sommer- und Winterbraugersten, Brauweizen) auf bestimmte Qualitätsmerkmale untersucht. Zu den hier dargestellten Ergebnissen dieser Untersuchungen zählt die Erkenntnis, dass aus den heterogenen Gerstenqualitäten auch heterogene Malzqualitäten resultieren.
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Die Innovationskraft der amerikanischen Craft Brewers ist heutzutage kein Geheimnis mehr. Diese Brauer stellen vom Verrücktesten bis zum Erhabensten alles auf die Beine. Da der Braukunst in den USA keine Grenzen gesetzt sind, kann man dort auf den EH-Regalen und an den Zapfhähnen in Brewpubs und Kneipen so manche ungewöhnliche „made-in-America“ Bierkreation finden, wie Weißbier mit Mandarinenzusatz, belgisches Lambic mit Cranberries, Schokoladenbockbier, echt mittelalterliches Gruitbier, Double India Pale Ale, American-Style Russian Imperial Stout oder sanfte, hochkarätige, Aperitif-ähnliche Bierweine aus Gerste oder Weizen (Barley Wine, Wheat Wine). Entsprechend vielfältig sind die verwendeten Rohstoffe. Über die Kreation einer besonderen Spezialität, eines Wheat Wine Suds mit Tennenmalz, in der Brooklyn Brewery in New York City durch Garrett Oliver, Horst Dornbusch und Thomas Kraus-Weyermann erfahren Sie hier mehr.
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Am 26. Oktober lud Doemens [EV] zur traditionellen Mälzereitechnischen Arbeitstagung nach München-Planegg. Wolf Birk begrüßte die zum Teil von weither angereisten Teilnehmer zu aktuellen Vorträgen rund um die Themen Gerste, Malz und Malzbereitung. Die Teilnehmer repräsentierten Mälzereien mit einer Gesamtmenge von circa einer Million Tonnen und damit etwa der Hälfte der in Deutschland produzierten Malzmenge.
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Mit ihren am 12. Oktober 2011 veröffentlichten Reformvorschlägen zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2014 hat die EU-Kommission in vielen Bereichen der Agrarproduktion für Unverständnis gesorgt. So sollen z. B. im Rahmen des sogenannten „Greenings“ in Zukunft sieben Prozent der Betriebsfläche aus der Produktion genommen werden. Dies allein ist für die Dauerkultur Hopfen mit ihren langfristigen Produktions- und Vermarktungszyklen kaum vorstellbar, betont der Verband deutscher Hopfenpflanzer. Unbeeindruckt von der allgemeinen Betroffenheit hat die EU-Kommission jedoch weitere einschneidende Maßnahmen zu Lasten der deutschen Hopfenpflanzer im Visier. So sollen insbesondere die in der Marktordnung geregelten Schutzbestimmungen bei Hopfeneinfuhren in die Europäische Union künftig aus Vereinfachungsgründen komplett wegfallen.
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Die Joh. Barth & Sohn GmbH und Co. KG und die HVG/Erzeugergemeinschaft Hopfenverwertungsgenossenschaft e.G. werden ihre bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Hopfenverarbeitung auf eine neue Grundlage stellen. Die Gesellschafter der HVG haben sich entschlossen, über eine Kapitalerhöhung ihren Anteil an den Verarbeitungswerken Nateco2 GmbH & Co. KG sowie der Hopfenveredlung GmbH & Co. KG von derzeit 25,1 Prozent auf zukünftig 40 Prozent zu erhöhen. Die zukünftigen Anteilsverhältnisse spiegeln auch den Anteil beider Partner an den Verarbeitungsvolumina der Werke wieder.
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Einen runden Geburtstag feierte das Internationale Braugerstenseminar, das im Rahmen der diesjährigen VLB-Oktober-Tagung am 11. Oktober 2011 in Berlin stattfand. Seit 40 Jahren organisiert das Forschungsinstitut für Rohstoffe (FIR) sehr erfolgreich dieses Treffen von Wissenschaftlern, Pflanzenzüchtern, Landwirten, Händlern, Mälzern und Brauern.
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Die Grundlage der Ernteberichte bilden repräsentative Stichproben und Auswertungen für Sommergerste der Braugerstenförderverbände in den verschiedenen deutschen Anbauregionen. Auf der Grundlage der erfassten Daten für Sommergerstenbestände haben die Ämter für Landwirtschaft die zu erwartenden ha-Erträge auf durchschnittlich 50,4 dt/ha festgelegt. Die ermittelten Eiweißgehalte liegen im Durchschnitt bei 11,3 Prozent. Eine sehr breite Streuung der Eiweißgehalte von 8,8 bis über 13 Prozent lässt jedoch auf eine sehr inhomogene Qualität und regional sehr unterschiedliche Braugerste schließen. Mit zunehmender Anzahl der ausgewerteten Erntemuster für Sommergerste aus der Ernte 2011 wurde die Heterogenität der Ernte über die deutschen Anbaugebiete immer deutlicher sichtbar. Überdurchschnittlich gut bewerten alle Bundesländer die Vollgerstenanteile, die sich im Schnitt bei 94,4 Prozent bewegen. Die zu erwartende Erntemenge wird trotz der um circa 15 Prozent gesteigerten Anbaufläche auf circa 1 Mio t Qualitätsbraugerste prognostiziert.