Rohstoffe
Am 29. August 2000 traf sich die große nationale und internationale „Hopfenfamilie“ im Kaisersaal der Residenz in München, um auf Einladung von Staatsminister Josef Miller das 125jährige Bestehen des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer sowie 50 Jahre „Hopfen-Rundschau“ zu feiern.
In seinem Grußwort ging Miller kurz auf die Geschichte des Verbandes ein, die in einer umfangreichen Sondernummer der „Hopfenrundschau“ sehr anschaulich und ausführlich dokumentiert ist.
Die große Bedeutung des Hopfenpflanzerverbandes machte Miller an der Entwicklung des Hopfenanbaus in den letzten sieben eher mageren Jahren fest. In dieser Zeit ging die Zahl der Hopfenpflanzer in Deutschland von 3600 auf 2200 zurück, die Fläche von 23 000 ha auf 18 600 ha, weltweit von 90 000 ha auf 56 000 ha.B. Auch Dr.
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Zu diesem Thema wurde kürzlich unter Leitung von Dr. Ludwig Niessen ein Forschungsvorhaben am Lehrstuhl für Technische Mikrobiologie der TU-München in Weihenstephan (Leitung Prof. Dr. Rudi F. Vogel) erfolgreich abgeschlossen.
Ziel der Untersuchungen war die Entwicklung und Erforschung von schnellen DNA-gestützten Verfahren zum Nachweis der Fusarium-Belastung von Getreide und Malz. Mit Hilfe der Polymerase Kettenreaktion (PCR) können nun in gruppenspezifischer Weise alle Mykotoxin-bildenden Fusarium-Arten auf Getreide und Malz erfaßt werden. Daneben wurde ein spezifischer PCR-Test für Fusarium graminearum, dem hauptsächlichen Auslöser von Gushing und Produzent des Mykotoxins DON in die Untersuchungen aufgenommen. Beide Tests wurden auf höchste Sensitivität hin optimiert.edv..
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Die Hopfenweltwirtschaft ist gekennzeichnet von steigenden spezifischen Ernteerträgen durch Einsatz neu gezüchteter verbesserter Sorten und markante Fortschritte im Hopfenanbau. Im weiteren werden vermehrt bitterstoffreiche und schädlingsresistente Hopfensorten angebaut. Zudem nutzt man außerhalb des Reinheitsgebotes für Bier verstärkt die bisher praktisch wertlosen Betasäuren durch Gewinnung von Hexa- und Tetrahydro-Iso-Alphasäuren. Durch letztere lassen sich die Bildung des Lichtgeschmackes in Bier vermeiden, farblose Flaschen einsetzen sowie die Schaumhaltbarkeit und Geschmacksstabilität des Bieres steigern.
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Das Merkmal Fusarium-Befall ist ein Kriterium des Brauweizens, das im höchsten Maße wertbestimmend im Sinne der Brauqualität ist („Gushing“, Mykotoxine) und in Bezug auf die Verwendbarkeit einer Weizencharge als Brauware Ausschlußcharakter besitzt. Partien mit sonst hervorragenden Mälzungseigenschaften sind durch hohen Fusarium-Besatz zur Unbrauchbarkeit verurteilt. Ziel der zu beschreibenden Untersuchungen, die in den Jahren 1991 bis 1996 am Lehrstuhl für Technologie der Brauerei I in Weihenstephan stattfanden, war es, den Einfluß eines erhöhten Befalls auf die Malz- und Bierqualität zu prüfen. Ferner sollten gangbare technologische Pfade gefunden werden, die auch im Falle eines jahrgangsbedingt höheren Besatzes noch eine gefahrlose Verarbeitung infizierter Partien zu Weizenbier erlauben.
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In ihrem Hopfenmarktbericht vom 24. August geht die Heinrich Meier Hopfenkomission GmbH, Georgensgmünd, auf Hopfenanbau und Ernteaussichten des Jahres 2000 ein.
Situation im gesamten Deutschland
Bis zuletzt wurde laufend nach Produkten aus der Ernte 1999 gefragt und Umsätze getätigt. Oft konnte die gefragte Sorte, das gewünschte Produkt oder die gesuchte Menge mangels Verfügbarkeit nicht mehr angeboten werden. Bis auf kleine Restmengen ist die Ernte 1999 geräumt. Auch die Produktbestände aus den Vorjahresernten sind bis auf kleinste Restposten verkauft. Die folgenden Tabellen gehen auf die Vorvertragslage, die Veränderungen der Anbaufläche und die Verschiebung im Sortenspektrum zugunsten der a-Sorten ein. Die Pflücke hat bereits begonnen. Die Fläche stieg hier um 348 ha.
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Die fehlende Differenzierung zwischen Sommergersten- und Braugerstenaufkommen hat in der Vergangenheit zu Fehleinschätzungen und Irritationen der Marktteilnehmer geführt. Die Braugersten-Gemeinschaft unternimmt daher den Versuch, mit der nachfolgenden frühzeitigen Ernteschätzung über Braugerste mehr Transparenz in das Marktgeschehen zu bringen. Diese Ernteschätzung beruht auf Angaben der Landesförderungsverbände und wird mit fortschreitendem Ernteverlauf zu verifizieren sein. Dies gilt insbesondere für die Angaben zu Rohproteingehalt und Kornsortierung, über die zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Analysendaten vorliegen.
Der Winter hat 1999/2000 nicht stattgefunden. Die Bodenstruktur hat deshalb mangels Frost keine positiven Impulse erhalten..
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Der Geschäftsführer des Braugersten-vereins Nord-Ost Dr. Horst Zimmermann rechnet für dieses Jahr mit einem um etwa 25% geringeren Braugerstenaufkommen als im Vorjahr. Es seien etwa 118 000 t in Sachsen verfügbar, so Zimmermann auf der Braugetreiderundfahrt in Rossau am 6. Juli.
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Die fehlende Differenzierung zwischen Sommergersten- und Braugerstenaufkommen hat in der Vergangenheit zu Fehleinschätzungen und Irritationen der Marktteilnehmer geführt.
Die Braugersten-Gemeinschaft unternimmt daher den Versuch, mit der nachfolgenden frühzeitigen Ernteschätzung über Braugerste mehr Transparenz in das Marktgeschehen zu bringen.
Diese Ernteschätzung beruht auf Angaben der Landesförderungsverbände und wird mit fortschreitendem Ernteverlauf zu verifizieren sein. Dies gilt insbesondere für die Angaben zu Rohproteingehalt und Kornsortierung, über die zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Analysendaten vorliegen.
Der Winter hat 1999/2000 nicht stattgefunden. Die Bodenstruktur hat deshalb mangels Frost keine positiven Impulse erhalten..
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Die Hopfenernte in Deutschland lag 1999 mit 27 914 t (1998: 30 921) um 9,7% unter dem Wert des Vorjahres. Das meldete jetzt das Bundesernährungsministerium (BME) in Bonn. Demnach war auch schon in den Jahren 1997 (–13,7%) und 1998 (–9,3%) weniger Hopfen geerntet worden als in den Jahren zuvor. Wie das BME weiter mitteilte, erbrachte im vergangenen Jahr die Ernte im früheren Bundesgebiet 25 974 t (28 920) Hopfen. Auf die neuen Bundesländer entfielen 1940 t (2001). Entscheidend für das im Vergleich zu 1998 schlechtere Ergebnis sei die um 7,8% geringere Anbaufläche von nur noch 18 297 ha (19 845) gewesen, so das BME. Zugleich habe sich der Durchschnittsertrag um 1,9% auf 15,3 dt/ha (15,6) verringert. Auch in Baden-Württemberg war demnach die Anbaufläche mit 1617 ha (1713) rückläufig..
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