In sensiblen Lager- und Produktionsbereichen zählen Schmutz und Verunreinigungen zu den größten Ärgernissen. Diese gefährden sowohl die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter als auch die Qualität der eigenen Produktion.

Heutzutage ist die Haltbarkeit eines abgefüllten Produktes als hochgestecktes Ziel der Qualitätssicherung vorgegeben. Sie ist allerdings nur dann erreichbar, wenn im Betrieb ein vollständiges Hygieneprogramm eingehalten wird. Dies ist jedoch nur die eine Seite der Medaille, denn auf der anderen Seite wird die Hygiene in manchen Betrieben vielfach nicht richtig beachtet, nach dem Motto: „Bisher ist noch alles gut gegangen“.

Spätestens seit dem Legionellose-Ausbruch in Warstein im August/September 2013 mit 165 Erkrankten und drei Todesfällen ist jedem Betrieb, der Rückkühlwerke betreibt, klar, dass er ein besonderes Augenmerk auf die gewissenhafte Desinfektion seines Kühlturmwassers richten muss, um eine Umgebungskontamination mit humanpathogenen Mikroorganismen zu verhindern.

Bei der Herstellung von Getränken sind Sauberkeit und hygienisches Verarbeiten oberstes Gebot. Dies gilt auch für alle Tätigkeiten in Brauereien. Nur so lässt sich qualitativ hochwertiges Bier mit guter biologischer Haltbarkeit herstellen. Steigende Verbrauchererwartungen und ein wachsender Wettbewerb zwingen Brauereien zur wirtschaftlichen Produktion ihrer hochwertigen Produkte. Der Einsatz von Energie, Zeit und Chemikalien ist vor allem im Bereich CIP (Cleaning In Place) höher als in anderen Bereichen. Folgender Beitrag zeigt, wie mit Chlordioxid als Alternative für Peressigsäure Entkeimungs- und Reinigungsprozesse optimiert werden können.

In der Getränkeindustrie werden diverse Verfahren zur Desinfektion von produktführenden Anlagen eingesetzt. Teilweise wird hierzu Wasserstoffperoxid verwendet, wobei der Erfolg der Sterilisationsmaßnahme mithilfe von Bioindikatoren wie Bacillus-Sporen validiert wird. Diese sind dafür sehr gut geeignet, da sie deutliche Resistenz gegenüber chemischen oder physikalischen Umwelteinflüssen aufweisen. Diese Resistenz kann allerdings stark variieren. Der folgende Beitrag beleuchtet kritisch die Gründe und zeigt mögliche Lösungsansätze zur Vereinheitlichung der Validierungsprozesse am Beispiel von Bacillus subtilis SA 22-Sporen.

Der Spritzschattentest hat sich als Instrumentarium für das Monitoring von automatischen Außenreinigungssystemen bewährt. Für diesen Retentionstest wird seit 2012 eine neue Lösung zum Auftragen auf die Oberflächen eingesetzt. Sie dient zur Ermittlung von Spritzschatten und nicht hygienegerecht konstruierten Bauteilen sowie zur Überprüfung der Rehygie-nisierung z. B. bei Armaturen und Ventilen. Bei dieser Methode werden keinerlei Nährstoffe aufgetragen. Das Retentionstestme­dium setzt sich aus lebensmittelrechtlich zugelassenen Inhalts-stoffen zusammen, u. a. einem roten Farbstoff, und weist in der Anwendungslösung einen Ethanolgehalt von 40 Vol.-% auf.

Für die Reinigung von verfahrenstechnischen Anlagen in Molkereien, Brauereien und Pharmaunternehmen ist sehr viel Lauge erforderlich. Der neu entwickelte Permanent Filter der Lemmermeyer GmbH & Co. KG, Deiningen, senkt die Verschmutzung der Lauge in CIP-Anlagen um bis zu 90 Prozent. Die kostengünstige und effiziente Filter-Technologie ist eine Eigenentwicklung des Familienunternehmens aus Nordschwaben. Die wichtigsten Vorteile:

Der Einsatz von Chlordioxid zur Desinfektion von Trink-, Brauch- und Prozesswasser, zur Flaschendesinfektion und Desinfektion von Anlagen und Anlagenteilen ist in der Getränkeproduktion seit Jahrzehnten geübte Praxis. Durch das oxidierende Desinfektionsmittel kommt es aber zu Korrosionen auf metallischen Oberflächen. Das Korrosionsverhalten von austenitischem Chrom-Nickel-Stahl 1.4301 bei unterschiedlichen Konzentrationen Chlordioxid wurde jetzt im Labor der Dr. Küke GmbH, Wedemark, untersucht. Dabei kam zum einen salzsaure Chlordioxidlösung zum Einsatz, zum anderen pH-neutrale.

Schnelllauftore finden immer häufiger Anwendung in Betrieben der Lebensmittelindustrie. Gegenüber herkömmlichen Systemen wirken sich ihr geringer Platzbedarf, die einfache Bedienung und die hohe Öffnungsgeschwindigkeit vorteilhaft aus. Die bislang als Nachteil genannte schwierige Reinigung und Desinfizierbarkeit ist inzwischen durch das Angebot von Schnelllauftoren mit entsprechendem Hygienedesign überholt.

Die in der Brauindustrie als Rohstoff und für technologische Prozesse zur Verfügung stehenden Wässer sind keinesfalls chemisch rein und unterliegen raschen Veränderungen in ihrer chemischen und mikrobiologischen Zusammensetzung. Je nach hydrogeologischen Verhältnissen sind die Zusammensetzungen von Wässern unterschiedlich und damit auch die Beschaffenheit der natürlichen Wässer. Die Eigenschaft des Wassers als gutes Lösemittel für polare und ionische Stoffe und seine hohe Wärmekapazität und Verdunstungswärme sind wesentliche Gründe für viele technische Einsätze.

Hervorragendes Wasser ist die Basis für ein hervorragendes Bier. Diese schon fast banale Feststellung verlangt nach einem verlässlichen Wasseraufbereitungsprozess. Die Brauerei G. Schneider & Sohn, Kelheim, hat sich mit Krones Hydronomic für eine Kombination aus Ultrafiltration (UF) zur Entkeimung und Umkehrosmose (RO) zur Teilenthärtung entschieden. Diese Lösung verfolgt die Philosophie der Desinfektionsmittelfreiheit und ist laut Herstellerangaben in dieser Kombination die derzeit einzige Wasseraufbereitungsanlage in einer Brauerei, die mit Heißwasser durchgängig sanitisierbar ist.

Mit der Baureihe Hygienic 400 hat der Armaturenhersteller Goetze Sicherheits- und Überström-/Regelventile für Hygienic-Anwendungen nach EHEDG-Standards entwickelt. Die Bauteile bestehen aus geeigneten Edelstahl-Werkstoffen. Schwer zu reinigende Komponenten in der Führung und dem Federraum sowie die Spindel/Kegel-Verbindung werden durch einen Edelstahl-Faltenbalg vor Verschmutzung geschützt. Die Oberflächenrauigkeiten der Sicherheitsarmaturen liegen bei Ra < 0,8 µm.

Die Laugenfiltration ist ein immer noch offenes Feld für wissenschaftliche Forschung. Alle bisherigen Ansätze münden in der Aussage: Wir benötigen eine Laugenfiltration. Eine tiefergehende Analyse findet meistens nicht statt, weil es keine Methode zur Bestimmung der Filtrierbarkeit von Reinigungslaugen gibt. Die Frage, ob die Filtration die Reinigungswirkung der Lauge wirklich signifikant verbessert, bedarf ebenso einer wissenschaftlichen Betrachtung.

Die industrielle Bauteilereinigung hat sich mittlerweile zu einem wertschöpfenden Prozessschritt entwickelt, denn Restverschmutzungen auf Bauteilen können Qualität und Funktion von Produkten beeinträchtigen. Zudem stellt die strenge Umweltgesetzgebung die Anwender vor immer neue Herausforderungen. Häufig wird hier aber in Anlagentechnik investiert, an der Basis des Reinigungsmediums aber gespart. Mit dem neu entwickelten Tensid-Analysegerät TM 100 der RTG Cleantech lässt sich künftig in der Produktion ein Messverfahren einsetzen, das eine exakte Bestimmung des Tensid-Gehalts vor Ort ermöglicht und so zu besseren Reinigungsergebnisse, Kosteneinsparungen und zusätzlich zu einem Qualitätsnachweis gegenüber der Kunden führt.

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