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Wer hätte das gedacht? Normalerweise gibt es immer eine Seite, die mit dem aktuellen Ernteergebnis nicht zufrieden ist. Die Witterungsverläufe eines Jahres kommen üblicherweise entweder dem Braugerstenanbau oder dem Hopfen entgegen. Dass sowohl die einen wie die anderen zum Ende der Ernte mit durchaus zufriedenen Gesichtern dastehen, habe ich noch nicht erlebt. Und das bei diesem Hitzesommer! Aber nicht nur beim Braugetreide, sondern auch beim Hopfen schaut es immerhin nach einer durchschnittlich guten Ernte aus.

Alles andere als langweilig war das aktuelle Hopfenjahr. Zu diesem Fazit kamen die Fachleute beim diesjährigen Niederlauterbacher Hopfentag der Interessengemeinschaft Qualitätshopfen Niederlauterbach (IGN), die zudem ihr 30. Jubiläum beging. In entsprechend großem Rahmen wurde gefeiert, gefachsimpelt und über die vorläufigen Zahlen der Ernteschätzung diskutiert. Den Festvortrag hielt Prof. Ludwig Narziß, Weihenstephan, zum Thema „Hopfen – Aspekte von der Sorte bis zur Technologie“, aber lesen Sie selbst … (ab S. 1049).

Phasenweise

Bleibt zu hoffen, dass die Hopfenernte nach dem Wetterumschwung vor einigen Tagen nicht ins (Regen)wasser fällt. Unabhängig davon muss der Hopfen natürlich trotzdem getrocknet werden. Am besten so, dass die qualitätsbestimmenden Stoffe erhalten bleiben. In welcher Trocknungsphase wie getrocknet werden muss, um sortentypische Aromen- und Geschmacksnoten bis ins Bier bringen zu können, zeigt der aufschlussreiche Beitrag von Jakob Münsterer, Bayerische LfL, ab Seite 1063. Der Hopfenexperte, der übrigens vor wenigen Tagen aus den Händen von Dr. Johann Pichlmaier den Hopfenorden 1. Stufe erhalten hat, fordert, bei vergleichenden Brauversuchen dem Trocknungsprozess des Hopfens mehr Beachtung zu schenken.

Zukunftsweisend

Den Blick stramm nach vorne gerichtet, das haben die drei Unternehmen, deren Neu- bzw. Umbau wir Ihnen heute vorstellen. Da wäre zum einen die Privatbrauerei Hofmann in Pahres, die 2016 ihre beiden Betriebsteile am Ortsrand zusammengelegt, die Bierproduktion auf den neusten Stand der Technik gebracht hat und sich damit für zukünftige Aufgaben gut gerüstet fühlt (S. 1067). Einen anderen Ansatz hat die Pott's Brauerei in Oelde verfolgt. Zwar hat auch sie getrennte Betriebsteile zusammengelegt, sie baut aber außerdem ihre gläserne Erlebnisbrauerei aus und möchte so ein Eldorado für Craft und Gypsy Brauer werden, wie wir ab Seite 1071 lesen können. Und nicht zuletzt ein Beispiel aus der Mälzereibranche: In Pappenheim gibt es bei der Mälzerei L. Wurm den neuesten Stand der Prozess- und Maschinentechnik in der Mälzereitechnologie zu bewundern. Sophie Wurm führt uns ab Seite 1075 durch den umgebauten Betrieb, mit dem sie ebenfalls gut gerüstet in die Zukunft schauen kann.

Stabile Absatzzahlen im Inland, 103 Liter Pro-Kopf-Verbrauch und ein kräftiges Plus von 20 Prozent im Export – solche Zahlen lassen Brauerherzen höher schlagen. Sie gelten jedoch nicht für den deutschen Biermarkt, sondern für unsere österreichischen Nachbarn. Bier ist dort der Top-Durstlöscher, noch vor Limonade, Mineralwasser oder Eistee. Das verraten die jüngsten Zahlen von Dr. Kai Kelch und Christiane Hohmann bei ihrem jährlichen Blick auf den dortigen Biermarkt (S. 912). Da müssen wir uns noch ein bisschen strecken, das erste Halbjahr bei uns schwächelte nämlich (S. 910).

Die Zukunft im deutschen Biermarkt ist „bierernst“: gesättigte Märkte, abnehmender Bierdurst, schwindende Käuferschaft. Wie kann man gegensteuern, fragte sich die Unternehmensberatung Weihenstephan (UW) in Freising. Wie bringt man sein „Bier an den Mann“?

Marketing im 21. Jahrhundert

Theoretisch ist das ganz einfach: Wenn man verstanden hat, was den Erfolg einer Marke ausmacht und warum Käufer eine Marke kaufen (oder eben nicht), ebnet man den Weg für Wertschöpfung, statt auf Preisaktionen setzen zu müssen, so die Autoren der UW. Im Beitrag beleuchten sie die verschiedenen Strategien und das Marktpotential. Es gehe nicht darum, bei allen Trends gleichzeitig mitzumischen, Craft Bier wie auch Fassbrause herzustellen und über trendige Verpackungen nachzudenken, sondern vielmehr darum, sich Wachstumsfelder zu suchen, die am besten zum eigenen Markenkern passen, und dann die Zielgruppe konsequent anzusprechen! Mehr dazu ab Seite 884.

Future Internet

Die Marke hat Erfolg, der Kunde ist da, der Auftrag unterschrieben – alles okay, oder? M. Beland und seine Co-Autoren vom Lehrstuhl für Transportsysteme und -logistik der Universität Duisburg-Essen wissen, welche Kettenreaktion einsetzen kann, wenn der Gesamtüberblick fehlt. Dabei können Logistik-Leitstände in Kombination mit moderner Technologie (Stichwort: Einbindung des Internets) die Transparenz entlang der gesamten Transportkette verbessern und so dem Disponenten effiziente Unterstützung bieten. Wie das Bier rechtzeitig beim Kunden ankommt, lesen Sie ab Seite 871.

Digitaler Leitstand

Tiefere Einblicke in das Thema „Digitaler Leitstand in der Distribution“ geben zwei weitere Beiträge der heutigen BRAUWELT-Ausgabe: John A. Eke, Eching, erläutert ab Seite 875 die theoretischen Grundlagen und wie Unternehmen es schaffen können, alle Bereiche durch eine übergreifende „Prozessbrille“ zu betrachten. Jörg Fürbacher und Simone Bogner, Hallbergmoos, zeigen uns dann ab Seite 878, was wir von Amazon, BMW oder Lufthansa als Vorreiter im digitalen Zeitalter lernen können. Der logistische Leitstand für die Distribution ist die Antwort auf die heutigen Anforderungen des digitalen Wandels, so die Autoren. Dann können sich die Brauer auch wieder aufs Bierbrauen konzentrieren…

Schnittstelle Mensch-Maschine

Das wird heute überwiegend von der Leitwarte aus gesteuert, eine ergonomische Gestaltung dieser Bildschirmarbeitsplätze ist daher wichtig. Hier besteht großer Nachholbedarf, wie uns Martina Bockelmann, GAWO, Oldenburg, und ihre Kollegen verraten. Studien zeigen, dass noch viel Unwissenheit herrscht, aber auch bauliche Einschränkungen akzeptiert werden müssen. Ergebnisse der Studien und Gestaltungsempfehlungen finden Sie ab Seite 881.

Großes Aufgebot in Berlin: Während draußen, vor den Türen der Landesvertretung Baden-Württembergs, die Stadt im Regen versank, wurde drinnen kräftig gefeiert. Der Deutsche Brauer-Bund hielt Ende Juni seinen traditionellen Brauertag mit zahlreichen Gästen aus der Politik, den Verbänden und der Brauwirtschaft ab. Einige Highlights standen auf dem Programm, die ausreichend Anlass zum Feiern gaben. Aber der Reihe nach …

Präsidentschaft

Zunächst wurde Dr. Jörg Lehmann, Kulmbach, zum neuen DBB-Präsidenten gewählt. Er werde sich als Präsident der deutschen Brauer dafür einsetzen, die einmalige Bierkultur zu erhalten und der Brauwirtschaft optimale Rahmenbedingungen zu sichern, sagte er nach der Wahl. Dr. Lehmann folgt auf Dr. Hans-Georg Eils, Homburg/Saar, der nach seiner – nicht immer einfachen – Präsidentschaftszeit umgehend zum Ehrenpräsident ernannt wurde. Beim Brauertag wird auch der „Botschafter des Bieres“ ernannt. 2017 ist es Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der sich über „das zweite Amt, mit dem ich nicht gerechnet hätte“, sehr freute. Freuen konnten sich auch die Gewinner der Bundesehrenpreise für Bier, die an diesem Abend in würdigem Rahmen geehrt wurden. All dies nachzulesen ab Seite 817.

Eine für alle

Die Vorbereitungen gehen in die Endphase: In wenigen Wochen öffnet die drinktec 2017 ihre Pforten. „Die Messe ist größer und vielseitiger denn je“, sagt Petra Westphal, Projektleiterin drinktec. In den zurückliegenden drei „Zwischen-drinktec-Jahren“ haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen, um Ausstellern und Besuchern optimale Rahmenbedingungen für ihre Messeteilnahme zu ermöglichen. Wie das im Detail aussieht, lesen Sie in unserem Interview ab Seite 834.

Die Wirkung des Hopfens

„Die antioxidativen Eigenschaften des Hopfens werden gegenwärtig nur sehr bedingt genutzt und lassen sich durch Verändern der Hopfengabe deutlich optimieren.“ Das sagt Dr. Philip Wietstock zu seinem Forschungsprojekt an der TU Berlin, in dem es um die Auswirkungen der Hopfengabe und des Gabezeitpunktes auf die oxidative Bierstabilität ging. Im Zusammenspiel von Hopfengabe, dem eingesetzten Malz und der Würzematrix ist noch ungeahntes Optimierungspotenzial, wie ab Seite 830 deutlich wird.

Scherben bringen Glück

Nicht immer, z. B. wenn eine Glasflasche in den Händen des Konsumenten platzt. Kundenreklamationen oder gar Schadensfälle sind oft die Folge. Die (gesammelten) Scherben können aber die Antwort bei der Ursachenforschung bringen. Die dann durchführbare Glasbruchanalyse ermöglicht nämlich dem Getränkehersteller eine Einschätzung, ob die Reklamation berechtigt ist. Wie das funktioniert, verraten Dr. Georg Wenk und Dr. Roland Pahl, VLB Berlin, ab Seite 827.

Einer der großen Fix-Termine für alle brauwissenschaftlich Interessierten ist der im zweijährigen Turnus stattfindende EBC-Kongress. 1947 wurde die EBC – zunächst als Round-Table-Projekt – in der Absicht gegründet, durch regelmäßigen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Brauern auf dem europäischen Kontinent die Bierqualität nach dem Krieg zu verbessern. Das ist nun 70 Jahre her …

Wachsender Wissensdurst – Der Bedarf war offensichtlich groß. Über das „kontinentale Brauer-Zentrum“ am runden Tisch ist der EBC-Kongress schon kurze Zeit später hinausgewachsen. Und auch sonst hat die EBC Wandlungsfähigkeit und Beständigkeit in schwierigen Zeiten gezeigt. Das stellte John Brauer in seinem Überblick über 70 Jahre EBC während der Eröffnungsfeier vor den knapp 500 Teilnehmern des diesjährigen 36. Kongresses in Ljubljana eindrucksvoll unter Beweis. Einen kurzen Einblick gewähren wir schon mal ab Seite 689, bevor in einer der nachfolgenden BRAUWELT-Ausgaben die verschiedenen Themenschwerpunkte beleuchtet werden.

Weitreichende Änderungen – Ab Mai 2018 ist das derzeit gültige Datenschutzrecht Vergangenheit. Höchste Zeit, sich mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung und dem davon betroffenen Beschäftigungsdatenschutz intensiv zu befassen, sagt DBB-Justiziar Matthias Nadolski, Berlin. Ab Seite 698 erklärt er, was genau sich in den Betrieben und im Umgang mit personenbezogenen Daten der Beschäftigten ändern muss, will man den empfindlichen (und in der neuen Verordnung deutlich angehobenen) Bußgeldern entgehen.

Gelungener Doppelschlag – Auf der Suche nach der Ursache für Schwankungen in der Bierqualität bei Technikumsversuchen gelang es Alexander Nees, HSWT, Weihenstephan, gleich zwei Themen abzuarbeiten: Zum einen entwickelte er ein Kleingärverfahren im 0,5-Liter-Maßstab, das mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit Aussagen über die Gärung erlaubt – und daher auch für den Einsatz in der Brauerei sehr interessant ist. Zum anderen konnte er mithilfe dieses Verfahrens die inhaltliche Frage klären: So ergaben seine Versuche, dass die Anbieter von Trockenhefe mit ihren Dosageempfehlungen auf Nummer sicher gehen, aber hier – wie so oft – weniger durchaus besser sein kann (S. 701).

Gelenkte Gebindevielfalt – Die Gebindevielfalt und die technische Umsetzung der speziellen Anforderungen an den Gebindetransport sind nach wie vor eine große Herausforderung für die abfüllenden Betriebe. Viele störungsanfällige Bereiche bieten „ein weites Feld für Optimierungsmöglichkeiten“, wie es Walter Oberpriller, Wotan, Beratzhausen, ausdrückt. In seinem Beitrag ab Seite 704 stellt er ein neues Baukastensystem mit Grund- und Zusatzmodulen für den Gebindetransport vor, das die Produktionsanlagen am Laufen hält, wie der Praxistest bewiesen hat.

Wer im Restaurant um die Rechnung bittet, der hofft doch zumindest insgeheim, die Zahl unter dem Strich möge nicht ganz so hoch ausfallen wie befürchtet. Anders ist das, wenn die Brau- und Getränkebranche etwa auf den Pro-Kopf-Verbrauch der Bundesbürger blickt – dann dürften die Zahlen etwa für 2016 ruhig höher ausfallen.

„Der Wunsch des Kunden nach einem gesunden Leben mit natürlichen (…) Lebensmitteln sowie die Kauflaune vieler Menschen, gepaart mit der Freude, sich was zu gönnen, lassen auf ein gutes Jahr hoffen.“ Das sagen unsere Marktexperten Dr. Kai Kelch und Christiane Hohmann, Braunfeld/Düren, beim erfreulichen Blick auf den Mineralwassermarkt (S. 572). Ein gutes Jahresergebnis erhoffen wir uns nicht nur für Mineralwasser, sondern auch für die Braubranche. Das (Bier-)Angebot ist jedenfalls da …

Die Craft Brewers Conference 2017 in Washington D.C. ist schon wieder eine Weile her. Doch der Eindruck, dass der Enthusiasmus der Szene zu einem guten Stück der Ernüchterung gewichen ist, schwingt noch nach. Und in Deutschland wollen sich Brauer das „Craft“ gar nicht mehr ans Revers heften und nennen sich lieber Kreativbrauer. Das hat auch einen Grund, wie zum Beispiel der Verband der deutschen Kreativbrauer bei seiner Gründung darstellte (S. 524).

Die Craft Bier-Welle hat so einige Entwicklungen zur Folge. Unter anderem ein rasantes Ansteigen der Hopfenanbauflächen in den USA. Wie gesund aber ist diese Entwicklung angesichts eines nicht mehr völlig ungezügelten Craft Bier-Booms? Droht uns vielleicht sogar ein „Hopfenzyklus“? Diese und weitere Fragen rund um den Anbau, die Züchtung und Verwendung von Hopfen waren die Gesprächsthemen bei der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Hopfenforschung. Das Wichtigste dazu lesen Sie ab Seite 477 in „Gedämpfter Optimismus“.

Seit vergangenem Jahr ergründen unsere langjährigen Marktexperten Dr. Kai Kelch und Christiane Hohmann, Getränke-Info, Braunfels/Düren, den „wahren Bierabsatz“. Keine einfache Aufgabe, denn die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes enthalten nicht die Daten für die steuerfreien Sorten mit geringem oder ohne Alkoholanteil. Durch diese zusätzlichen, eigenen Recherchen zeigt sich ein genaueres Bild des Bierabsatzes für 2016 – eine von vielen Brauereien höchst willkommene Analyse. Daher schließen wir uns dem Appell der Autoren um Unterstützung der Recherchen gerne an! Immerhin schrumpft das Minus beim Bierabsatz 2016 durch Hinzurechnen von alkoholfreiem Bier, Malzbier und Fassbrause noch etwas zusammen. Die genauen Zahlen finden Sie ab Seite 343.

id="system-readmore" /> <p>Veränderungswillig – Der deutsche Biermarkt befindet sich im Umbruch, sagt Radeberger-Geschäftsführer Dr. Niels Lorenz und erteilt dem „branchentypischen Beharrungsvermögen“ eine Absage. Der nahezu stabile Inlandsabsatz möge nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Biermarkt vor tiefen Einschnitten stehe: das Einkaufsverhalten der Kunden, die Kommunikation mit den Endverbrauchern wie auch die Erwartungen der Kunden an die Hersteller veränderten sich rasant und umfassend. Die Radeberger Gruppe reagiert mit ersten wichtigen Weichenstellungen, wie Dr. Lorenz in seinem Statement ab Seite 353 darlegt. Dazu gehören Investitionen in den Online-Handel wie auch in neue Gastro-Konzepte und das direkte Endverbrauchergeschäft.</p> <p>Online sein – Neue Wachstumschancen eröffnen sich auch für kleinere Brauereien mit regionalen Spezialitäten, ist sich Michael Scherer sicher. Die Verschiebung der Konsumpräferenzen von Jung und Alt hin zum bequemen Online-Bezug werde von der Lebensmittelbranche noch bei weitem nicht ausreichend genutzt, bestätigt der Geschäftsführer der Societät Norddeutscher Brauereiverbände/BierSelect GmbH, Hamburg. Lediglich sieben Prozent beträgt der Online-Handel am Biergeschäft, wobei gerade Spezialitäten mit ihren höheren Margen gute Aussichten haben. „Traditionen und digitale Zukunft gilt es zu verbinden“, sagt Scherer und stellt ab Seite 345 ein Online-Vertriebsmodell vor.</p> <p>Emotional versus rational – Noch drastischer bringen es Florian Klaus und Dr. Uwe Lebok, K&A BrandResearch, Röthenbach/Nürnberg, auf den Punkt, wenn sie vom Psycho-Drama Bier sprechen (S. 350). Die Autoren beleuchten das, was „die gallischen Dörfer in der Bierdramatik“ richtig machen, wenn sie ein Vielfaches für einen Kasten Bier bekommen als andere Brauereien. Emotionalität schlägt Rationalität, und jede Brauerei, jede Marke hat mindestens eine spannend zu inszenierende Geschichte, die die erlebnishungrige nachwachsende Generation von Biertrinkern für eine Marke begeistern kann, versprechen die Marketing-Experten.</p>"

Grenzen, ganz im Wortsinn, überwindet Bier beim Export. Oder eher ideologische Grenzen, so geschehen vor kurzem in München: Dort hat die VLB Berlin sich in das ureigene Territorium der TU München-Weihenstephan gewagt. Der Grund? 300 Mio EUR. Genauer gesagt die 300 Mio EUR, die die Paulaner Brauerei Gruppe in den Neubau in München-Langwied gesteckt hat. Die VLB Berlin hat die 104. Frühjahrstagung zum Anlass genommen und das Tagungsprogramm fast gänzlich auf den spektakulären Neubau zugeschnitten, mehr dazu ab Seite 297. Die Grenzüberschreitung der VLB verlief übrigens äußerst friedlich.

Ich kann mich noch gut an damals erinnern: Als 2005 das Frankfurter Programm zum Berliner Programm mutierte, gab es reichlich Gesprächs­bedarf. Der Anspruch, die Versuche zur Eignung neuer Braugerstensorten zu optimieren und die Ergebnisse den Brauereien deutlich schneller zur Verfügung stellen zu können, sorgte für hitzige Diskussionen und bedurfte viel guten Willens bei allen Beteiligten. Aber die Herausforderung gelang: Das Berliner Programm war schneller, besser, praxisnäher und erwarb sich viel Lob.

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