Marketing
Bundesgesundheitsminister Seehofer hat gefordert, die Werbung für alkoholische Getränke als ersten Schritt im Umfeld von TV-Sportsendungen auf sogenannter freiwilliger Basis der Wirtschaft auszuschalten. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wies noch einmal darauf hin, daß Werbeverbote ein untaugliches Mittel zur bekämpfung des Alkoholmißbrauchs sind.
Diverses
In einem mit großem Beifall aufgenommenen und sehr offenen Beitrag setzte sich Manfred Rinderer, Marketingleiter bei der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co., anläßlich des 5. Deutschen I. I. R. AfG-Kongresses ’98 am 24. März 1998 in Frankfurt mit dem Thema „Die PET-Flasche auf dem Siegeszug!?“ auseinander. Dabei befaßte er sich zunächst einmal mit der Entwicklung der Kunststoffflasche für alkoholfreie Getränke in Deutschland seit den 70er Jahren, als sich die Brunnenbranche auf das boomende Segment Mineralwasser in Mehrweg-Glasflaschen konzentrierte. Der hohe Kunststoffanteil in Europa von rd. 60% wurde von den deutschen Brunnen ignoriert. Als Coca-Cola seine Cola- und Limonadenmarken von Glas auf PET-Mehrweg umstellte, reagierte die Brunnenbranche zunächst auch noch nicht.
Recht
Laut Beschluß des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 17. September 1997 – 3 Ob OWi 91/97 – hat der Betreiber einer Tankstelle mit Verkaufsraum und Stehausschank nicht gegen das Ladenschlußgesetz verstoßen, wenn er nach 21.00 Uhr einem Kunden zwei Kästen Bier verkauft.
Nur die Tankstelle und der Getränkemarkt unterstehen dem Ladenschlußgesetz, nicht aber der Stehausschank. Im Rahmen des Stehausschankes darf der Inhaber auch nach dem Ladenschluß außerhalb der für Gaststätten geltenden Sperrzeiten die in § 7 Gaststättengesetz aufgeführten Waren an jedermann über die Straße abgeben.
Das Gesetz legt lediglich fest, daß Flaschenbier nur zum alsbaldigen Verzehr abgegeben werden darf..
Rohstoffe
Nach einer Mitteilung des Bayerischen Brauerbundes liegen jetzt die nach Anbaugebieten differenzierten Sortenempfehlungen für den Anbau von Braugerste in Bayern vor. Demnach werden für alle Anbauorte in Bayern für das Jahr 1998 als Standardsorten die hochlösenden Sorten Scarlett und Thuringia empfohlen, als normallösende Steffi für Oberbayern Süd, Niederbayern und Schwaben. Als begrenzte Sorten werden Sissy und Krona (hochlösend) für Oberfranken und Unterfranken empfohlen sowie Steffi als normallösend für Oberbayern Nord..
Rohstoffe
Die Ernte 1997 konnte zwar als „gut“ bezeichnet werden. Angesichts der weltweiten und gewaltigen Überproduktion bei gleichzeitig und kontinuierlich fallender Nachfrage und Erlösen kam es jedoch zu einem harten Wettbewerb auf dem Markt. Die Erlössituation bedeutet für viele Betriebe den Verlust der wirtschaftlichen Grundlage (s. auch Brauwelt 46/47, 1997).
Die Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau hat gemeinsam mit dem Verband Deutscher Hopfenpflanzer den Bericht über die Hopfenerzeugung vorgelegt. Auf einer Fläche von 21 381 ha wurden in der Bundesrepublik Deutschland im vergangenen Jahr 681 530 Zentner Hopfen angebaut. 199 320 Zentner (29,3%) entfielen davon auf Freihopfen, 481 715 Zentner (70,7%) auf Vertragshopfen..
Wasser
Die Betriebssicherheit von Abwasserbehandlungsanlagen kann sowohl durch betriebsbedingte und witterungsbedingte Einflüsse von außen als auch durch bau- bzw. elektrotechnisch bedingte Betriebsstörungen im Innenbereich der Anlage selbst gefährdet werden.
Diverses
Dieselbetriebene Stapler und LKW verursachen in Ladestraßen oft beträchtliche Abgasemissionen. Die Autoren untersuchten in zahlreichen Meßreihen die verschiedenen Parameter, die sich auf die Schadstoffkonzentration auswirken.
Dieselmotor-Emissionen (DME) sind als krebserzeugende Gefahrstoffe der Kategorie C 2 eingestuft (1). Die Kategorie 2 enthält Stoffe, die als krebserzeugend im Tierversuch angesehen werden. Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte zu der begründeten Annahme, daß die Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff Krebs erzeugen kann.
.... Die Hauptemissionsquelle für Dieselmotoremissionen sind dieselbetriebene Flurförderzeuge (Stapler). Hohe KohlenmonoxidWerte werden beim Einsatz von gasbetriebenen Staplern ohne Katalysatoren gemessen. 1/10 des Grenzwertes..
Recht
Die Brauereien müssen bis zum 8. August 1998 ein System zur Eigenüberwachung gemäß § 4 der Lebensmittelhygiene-Verordnung eingeführt haben. Das hier vorgesehene System entspricht in seinen Grundzügen dem sogenannten HACCP-Konzept.
Aus gegebenem Anlaß weist der Deutsche Brauer-Bund nochmals ausdrücklich darauf hin, daß CCPs (Critical Control Points bzw. kritische Lenkungspunkte) nur solche Punkte sein können, die folgende Voraussetzungen erfüllen:
q Es muß hier die Möglichkeit einer unmittelbaren Gefahr für den Verbraucher bestehen (z.B. Glasscherben in der Flasche);
q die Brauerei muß die Möglichkeit haben, den Prozeß an dieser Stelle zu lenken, d.h. auch die Gefahr abwenden zu können.
Die Wareneingangskontrolle von Brauereirohstoffen erfüllt diese Voraussetzungen z.B.)..
Archiv
Chinas Biermarkt ist mit Sicherheit einer der interessantesten Biermärkte der Welt. Mit der größten Bevölkerungszahl eines Landes auf der Erde liegt der jährliche Bierausstoß bei ca. 155 Mio hl. In Amerika liegt der Bierausstoß bei ca. 233 Mio hl jährlich bei einer geringeren Bevölkerungszahl. China – ein Land im wirtschaftlichen Umbruch und auf der Suche nach der freien Marktwirtschaft – motiviert alle vorhandenen Kräfte, um eine starke Wirtschaftsmacht zu werden. Dabei wird sicherlich der Biermarkt nicht vernachlässigt werden. Nachdem die Firma beraplan in den letzten drei Jahren vier Brauereien nach China geliefert hat, ging im November 1997 in Shenzhen eine weitere beraplan Gasthausbrauerei in Betrieb. Das 2-Geräte-15-hl-Kupfer-Sudhaus hat eine jährliche Kapazität von 4000 hl AW..
Recht
Der Bundsrat hat am 27. März 1998 erneut die Entscheidung über die Novelle der Verpackungsverordnung vertagt. Fachleute befürchten eine Verschiebung bis nach der Bundestagswahl im Herbst 1998. Die Folgen der Verschiebung sind Planungsunsicherheit bei den betroffenen Branchen und Gefährdung der Arbeitsplätze im Mehrwegbereich.