Marketing
Zum 1. Licher Kundenforum lud die Licher Privatbrauerei im Juni ihre hessischen Kunden aus dem Getränkefachgroßhandel ein. Über hundert Gäste folgten der Einladung, um gemeinsam ein aktuelles und zukunftsorientiertes Thema zu bearbeiten: „Zukunftsmärkte neu gestalten: Heimdienste als Chance“. Hermann Arnold, Licher Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, begann mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im Getränkehandel, die von Überkapazitäten, Preisaggressivität und Wertverlusten geprägt ist. In seinem anschließenden „Szenario 2010“ wurde deutlich, daß Brauereien und der Getränkefachgroßhandel zukünftig gleichermaßen gezwungen sind, alternative Strategien zu entwickeln.
Patentlösungen konnten nicht geboten werden. Genaue Termine und Thema auf Anfrage..
Rohstoffe
Im folgenden Hopfenmarktbericht stellt der Autor die Sortenentwicklung, Wachstum und Ernteerwartung im In- und Ausland dar.
Archiv
Der verfahrenstechnische Schwerpunkt bei dem diesjährigen EBC-Kongreß war die Filtration. Da der Einsatz von Kieselgur ökologisch und ökonomisch immer problematischer wird, werden Alternativen im Bereich der Bierfiltration gefordert. Neben verfahrenstechnischen Verbesserungen bei dem b-Glucanabbau und der Hefepropagation hält die Prozeßautomation Einzug in die Brauereien. Schließlich wird ein Überwachungssystem für den Mälzungsprozeß mittels Infrarotspektroskopie vorgestellt.
Recht
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sind einzelvertragliche Abreden, wonach vom Arbeitgeber aufgewendete Ausbildungskosten vom Arbeitnehmer zurückzuzahlen sind, wenn dieser das Arbeitsverhältnis vor Ablauf einer bestimmten Frist beendet, grundsätzlich zulässig.
Dagegen sind nach einer neuen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts einzelvertragliche Abreden über die Rückzahlung von Ausbildungskosten unwirksam, wenn sie eine Erstattung auch für den Fall einer betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber vorsehen (Urteil vom 6. 5. 1998 – 5 AZR 535/97):
Die Rückzahlung von Ausbildungskosten ist dem Arbeitnehmer im Falle einer betriebsbedingten Kündigung bei Abwägung der beiderseitigen Interessen nicht zumutbar..
Diverses
Das langfristige Überleben einer Brauerei erfordert strategisches Vorgehen. Oft stehen jedoch strategische Planung und tägliches Handeln ohne Verbindung gegenüber. Solange keine Umsetzung der Strategie in konkrete, überprüfbare Zielvorgaben für die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter erfolgt, wird die strategische Planung ein Fremdkörper ohne nachhaltigen Einfluß auf das operative Geschäft bleiben.
Theoretisch entwirft die Unternehmensleitung strategische Vorstellungen für das Unternehmen. Eindeutige Strategien für die verschiedenen Geschäftsfelder verheißen Umsatz- und Gewinnwachstum.
Die Praxis der Braubranche sieht anders aus. Die weitere Abnahme der Brauereienanzahl scheint unausweichlich. Wer das letzte Geschäftsjahr überlebt hat, wird auch das nächste überleben..
Archiv
Die Automatisierungstechnik ist heute das Haupteinsatzgebiet der Fuzzy-Logik. Industrielle Prozesse in Zement- oder Hochöfen werden genauso unscharf geregelt, wie Antiblockiersysteme in der Fahrzeugtechnik oder auch Waschmaschinen (1). Durch die Neuentwicklung eines großen deutschen Brauereianlagenherstellers kommt diese Methode jetzt im Sudhaus bei der Abläuterung mit dem Läuterbottich zum Einsatz.
In der modernen Sudhaustechnik wird angestrebt, sowohl die Geräte als auch die Verfahrensschritte der Würzebereitung im Hinblick auf quantitative und qualitative Gesichtspunkte immer mehr zu verbessern. Daneben ist es ein wichtiges Ziel, die Wirtschaftlichkeit der Herstellung zu steigern und die Gleichmäßigkeit des Produktes zu gewährleisten..
Markt
Zur Durchführung eines „effizienten Marketing” im Getränkefachgroßhandelsbereich ist eine „Transparenz des Absatzmarktes” unerläßlich. Es muß also letztendlich die Marktgröße und Entwicklung in den einzelnen Markt-segmenten, z.B. Bier, Brunnen, Cola- und Süßgetränke genau vorliegen. Um diesem Ziel langsam etwas näher zu kommen, wurden die nach Brancheninformation ca. 25 größten überregionalen Fachgroßhändler für Getränke im April dieses Jahres nach ihren Umsätzen für 1998 direkt schriftlich bzw. mündlich befragt.
Gastronomie
Nach fast einem Jahrzehnt nominaler und realer Umsatzeinbußen befindet sich die deutsche Hotellerie endlich in einer Phase konjunktureller Erholung. Überkapazitäten und ein im internationalen Vergleich unbefriedigendes Preisniveau geben jedoch nicht generell Anlaß zur Entwarnung, so die Hotelmarktanalyse 1999 des DEHOGA.
Die Auslastung der angebotenen Betten stagnierte 1998 nahezu auf einem Niveau von 32,3%. Die Zahl der Übernachtungen ist leicht auf nun 177,0 Mio (1997: 173,1 Mio) gestiegen. Der Verdrängungswettbewerb zu Lasten der mittelständisch geprägten Unternehmensgrößen wird sich weiter fortsetzen.
Besonders untersucht werden im 1999er Bericht die Tagungshotellerie und die Budget-Hotellerie.
International genießt die deutsche Tagungshotellerie ein hohes Ansehen..
Markt
Der Alkoholkonsum in Europa variierte 1997 nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie (BSI) zwischen 11,3 l pro Kopf und Jahr in Portugal und 3,4 l in Island. Luxem-burg mit 11,2 l lag auf Platz 2 vor Frankreich mit 10,9 l und Deutschland mit 10,8 l. Das Ende der Skala bilden Polen mit 6,3 l, Schweden mit 5,1 l und Norwegen mit 4,3 l, sicher auf Grund der hohen Besteuerung alkoholischer Getränke und ohne die private Ein-fuhr bzw. Produk-tion alkoholischer Getränke.
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