Abfüllung
Mit einer Gesamtinvestition von rund 4,5 Mio Euro für die Installation einer neuen Mehrwegglas-Abfüllanlage und die dazu nötige Hallenerweiterung hat die mittelständische Privatbrauerei Aldersbach Frhr. v. Aretin eine respektable Geldsumme in die Hand genommen, um damit langfristig ihre selbständige Existenz zu sichern. Das Projekt entwickelte sich mit der Eigendynamik einer durch die Brauerei selbst koordinierten Planung zu einem Pool an Neuentwicklungen, die beispielhaft für zukünftige Investitionen in mittelständischen Abfüllbetrieben sein könnten.
Aldersbach zeigte hohe Investitionsbereitschaft und auch Innovationsbereitschaft. Die Krones AG, Neutraubling, lieferte den überwiegenden Teil der Neumaschinen. Die Fa. A. Ellerich war zudem Mitglied der Ideenwerkstatt. ...
Reinigung/Desinfektion
Die Firma Esau & Hueber, Schrobenhausen, brachte ein modernes System zur Kaltwasserdesinfektion mittels Ozon auf den Markt, bei dem die Ozonerzeugung direkt aus dem Wasser mittels Elektrolyse an einer Diamantelektrode erfolgt.
Die aktive Entkeimung bietet immer die bessere Lösung als die passive. Wie Georg Fottner, Abteilungsleiter Montage - Brauerei - Pharma - Halbleiter bei der Fa. Die Halbwertszeit von Ozon beträgt bei 20°C Wassertemperatur ca. 15 - 20 min und bei 15°C 25 - 30 min.
Ozon hat ein hohes Oxidationspotential von 2,07 V und liegt damit hinter Fluor mit 3,03 V und vor Wasserstoffperoxid mit 1,78 V, Chlordioxid mit 1,57 V und Hypochlorsäure mit 1,49 V. Die Abtötungswirkung von Ozon geht aus Tabelle 1 hervor.
Der Reaktor wird im Hauptstrom betrieben. ...
Archiv
Nicht wenige Brauereien und Unternehmen der Getränkeindustrie müssen heutzutage über einen Neubau ihrer Betriebe nachdenken. Die Alternative wäre eine Desinvestition, d.h. die kurz- bis mittelfristige Schließung des jeweiligen Betriebs. In Zeiten knapper finanzieller Mittel und geringer Risikobereitschaft kann ein stufenweiser Generalausbau einen Weg der Restrukturierung darstellen. Die Brauerei H. Müller AG, Baden/CH, entschied sich in Zusammenarbeit mit der Bewertungs- und Vermittlungsbüro Weihenstephan GmbH für diesen Weg. Im Folgenden wird der Projektverlauf der ersten Ausbaustufe dargestellt. Er lässt sich in die Phasen Unternehmensanalyse bzw. Machbarkeitsstudie sowie Projektrealisierung unterteilen.
Archiv
Ein Schwerpunkt der Verbesserungen bei der Maischetechnologie lag in den letzten Jahren auf der Entwicklung und Optimierung von verschiedensten Rührflügeln. Der Vorgang des eigentlichen Einmaischens steht im Mittelpunkt der neuen Technologie mit Hilfe des Optimaischers®.
Die Weiterentwicklung der Rührflügel war der Ansatzpunkt für Verbesserungen und Optimierungen in der Maischtechnik der letzten Jahre. Heutige Rührflügel zeichnen sich durch schonendes Umwälzen und intensives Durchmischen der Maische aus. Auftretende Scherbeanspruchungen werden weitestgehend minimiert. Daraus resultieren hohe Ausbeuten und verkürzte Maischverfahren. Bezüglich des Maischens konnte man Fortschritte erzielen.
Im Gegensatz dazu bietet die Trockenschrotung einige Vorteile. ...
Wasser
Teil 3 der Reihe über Wassermanagement in der Brauerei beschäftigt sich mit der Vorgehensweise bei der Abwasseraufbereitung, unter anderem bei der Betrachtung einer Versuchsanlage. Die Wasserqualitäten nach Ultrafiltration und Umkehrosmose sind Gegenstand der Untersuchungen. Schließlich erfolgt das Fazit aller drei Beiträge als Bestätigung, dass eine wirtschaftliche Aufbereitung zu Brauchwasser mit annähernder Trinkwasser-Qualität durch Membrantechnik technologisch möglich ist (s.a. Brauwelt 33 (2005), S. 972 ff., 34 - 35 (2005), S. 1084 ff.).
Markt
Diese jährlich erscheinende Analyse der Entwicklung der Fassbieranteile ist für die einzelnen Brauereien besonders wichtig, da in der offiziellen Statistik keine Erhebung über die Fassbieranteile mehr durchgeführt wird. Die letzte Erfassung erfolgte für das Jahr 1992 und zeigte damals einen Wert von 29,5 Mio hl, d.h. es entfielen 26,3 Prozent des Gesamtbierausstoßes auf Fassbier. Im Jahr 2004 dürfte der Fassbieranteil für alle Brauereien nur bei einem geschätzten Wert von 18 - 20 Prozent liegen.
Archiv
Jahrbuch 2004 der Gesellschaft für Geschichte des Brauwesens e.V. (GGB): Schriftltg. H. Manger, 448 Seiten, Broschur, Berlin, VLB Verlagsabteilung, Preis 15 EUR, ISSN 0072-422X
Das Buch ist zu beziehen über die Fachbuchhandlung des Fachverlages Hans Carl GmbH, Nürnberg, Tel. 0911/ 9 52 85-31, Fax 0911/9 52 85-61, , www.hanscarl.com
Beiträge von neun Autoren stellen eine interessante Mischung über viele Jahrhunderte dar, beinhalten Betriebsgeschichte und Biographien hervorragender Persönlichkeiten, halten akribisch wichtige Fakten aus der Wirtschaftsgeschichte in der NS-Zeit am Beispiel des Brauwesens fest und bieten kurzweilige Lektüre aus der deutschen Historie. Die Länge der Beiträge einschließlich Abbildungen war auf etwa 50 Druckseiten begrenzt..
Markt
Ist "groß, größer, am größten" gleichbedeutend mit "gut, besser, am besten"? Möglicherweise. Viele fühlen sich berufen, doch nur wenige sind auserwählt zu überragender Größe und Rentabilität, meint InBev. Die Globalisierung hat die ganze Welt erfasst, auch die der Brauer. Sie ganz besonders haben sich die "globale Mission" auf die Fahnen geschrieben. Machen Sie sich also gefasst auf eine Flut von Aktivitäten und eine (Sint)-Flut nie gehörter Versatzstücke aus dem "Neusprech" des Bieres. Ohne dies geht es nicht, wenn die Brauer dieser Welt versuchen, sich als die schönsten, "supersten" und "allerbestesten" zu präsentieren.
Archiv
Unter dem Motto "Bierfränkische Landpartie" wurde in Bamberg ein neues touristisches Konzept vorgestellt, das der Verein Fränkisches Brauereimuseum erarbeitet hat. Hannes Schulters, Bamberg, erläuterte das Konzept. Dem Verein gehören neben 400 Mitgliedern auch 90 Brauereien an, zum größten Teil aus dem Landkreis Bamberg. Die Fahrten mit dem Nostalgiebus sollen die Bierkultur im Bamberger Land zeigen. Neben den Brauereibesuchen mit fachkundiger Führung durch die Inhaber erleben die Gäste auch die Schönheiten und kulturellen Highlights des Landkreises. Die Fahrten finden einmal monatlich, jeweils am 2. Samstag im Monat, statt. Sie können auch für Gruppen gebucht werden. Die erste "Bierfränkische Landpartie" wird am Samstag, den 10. September 2005, von 17.00 bis ca. 23.
www.org.
Archiv
Fast ein Jahr hat es gedauert, bis Carlsberg einen Nachfolger für Erwin Flückiger gefunden hatte. Der CEO der Schweizer Carlsberg-Tochter Feldschlösschen Beverages AG hatte sich im Oktober vergangenen Jahres aus ungeklärten Gründen das Leben genommen. Am 1. September 2005 wird nun Thomas Amstutz (38), zum CEO der größten Brauerei der Schweiz ernannt, die über einen Marktanteil von etwa 40 Prozent verfügt. Carlsberg hatte die Feldschlösschen Brauerei im November 2000 übernommen. Vor seiner Ernennung war Amstutz Mitglied der Gruppenleitung des Schweizer Nahrungsmittelunternehmens Hero, das mehrheitlich dem deutschen Oetker-Konzern gehört.