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Statistik

Zitronen (Foto: Steve Doig on Unsplash)

Erfrischend und fruchtig | Dass der gesamte Biermarkt im letzten Jahr gelitten hat, ist keine neue Nachricht. Nach unserer Erhebung, bestehend aus den Daten des Statistischen Bundes­amtes/destatis plus der von uns für das alkoholfreie Bier erhobenen Zahlen, ging der Absatz um 5,1 Prozent zurück. Auch die Biermischgetränke sind 2020 nicht unbeschadet davonkommen.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.


Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.


Biertrends | Die Pandemie hat den Bier- und Alkoholkonsum deutlich verändert. Gemeinsamer Konsum in Kneipen, auf Festen und bei Sportveranstaltungen ist dem privaten Konsum alleine oder in Kleingruppen gewichen. Die Auswahl einer Sorte oder Marke entscheidet sich am POS – für die Vorratshaltung oder bestimmte Anlässe. Die Konsumgewohnheiten reichen von gesundheitsfokussierter Reduzierung über Alkoholverzicht bis hin zum Anstieg des Wirkungstrinkens. Der höherpreisige Genusskonsum hat besonders zugenommen.


Solide durch die Krise | Schaut man auf die Brauer – über fünf Prozent Rückgang für die gesamte Branche, heftiger Einbruch beim Fassbier und zahlreiche Existenzen am Abgrund –, so scheint die Entwicklung der Mineral­brunnen im vergangenen Jahr beinahe gnädig.


Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.


Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.


Wenig Land in Sicht | Der Tenor unserer Berichterstattung wird sich in der nächsten Zeit kaum ändern: ein lange nicht dagewesener Rückgang des gesamten Marktes, heftige Auswirkungen für die Gastronomie und ein bedingter Ausgleich durch das Flaschenbier im Handel. Das gilt auch für die hier betrachteten vier deutschen Bier-Regionen.


Deutliches Minus | Kann das alkoholfreie Bier auch dieses Mal helfen? In den vergangenen Jahren gab es dem deutschen Bier­markt Aufschwung oder milderte den Rückgang – dank vieler innovativer Sorten und angesagter Eigenschaften führte es nahezu ein Eigenleben und entwickelte sich vielfach erfreulicher als der gesamte Markt. Doch 2020 war ein besonderes Jahr.


Wachstum und Rückgang | Deutschland, 1946: Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Hunger, Kälte und Verlust beherrschen den Alltag der Menschen. Doch die Hoffnung auf ein neues und besseres Leben ist da, der Wiederaufbau beginnt. Mein Vater Dr. Kai Kelch war mit 22 Jahren unversehrt aus der Gefangenschaft zurück­gekehrt; erst viel später sollte er langjähriger Autor für die BRAUWELT werden. Diese erschien bereits ab dem 31. Januar 1946 wieder regelmäßig – die „Allgemeine Brauer- und Hopfen­zeitung“, die erste Brauerei-Fachzeitschrift, war zur BRAUWELT geworden. Wie hat sich der deutsche Biermarkt seitdem entwickelt?


Ifo-Institut | Die geschäftliche Situation der Brauereien hat sich im 1. Quartal 2021 gegenüber dem bereits schlechten 4. Quartal 2020 nochmals drastisch verschlechtert. Nach den neuesten Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests beurteilte der weitaus überwiegende Teil der befragten Brauer die Geschäftslage als schlecht.