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Die Zahl der Hopfenanbaubetriebe in Bayern ist 1998 um knapp 9% auf 2181 zurückgegangen, die Anbaufläche in der gleichen Größenordnung auf 16 589 ha. Vom Flächenrückgang besonders betroffen sind die Sorten „Hersbrucker Spät” (-22,4%) und „Northern Brewer” (-23,9%), der zunehmend vom „Hallertauer Magnum” (+12,5%) abgelöst wird.
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Anläßlich des 46. Kongresses des Internationalen Hopfenpflanzerverbandes (IHGC) vom 4. bis zum 7. August 1998 in Yakima/WA, USA, erhielten in Würdigung ihrer Verdienste um den internationalen Hopfenanbau 22 Persönlichkeiten aus den Reihen der Hopfenpflanzer, des Hopfenhandels, der Wissenschaft und der Politik den Hopfenorden des Internationalen Hopfenpflanzerverbandes. Vier erhielten die Stufe 2 des Ordens und wurden somit zum „Grand Officer“ ernannt, die anderen zum „Grand Knight“ (Stufe 1) geschlagen.
Aus Deutschland wurde Josef Schrag, Präsident des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, mit dem Hopfenorden Stufe 2 geehrt. Wittmann erwähnte u.a.
MR Jakob Opperer vom Landwirtschaftsministerium des Freistaates Bayern war und ist, wie J. Er wurde zum „Grand Knight“ ernannt..
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Hopfen dient über die Bierherstellung hinaus auch als Arzneimittel und gewinnt zunehmende Bedeutung in der Floristik und dem Gartenbau. Durch seine Pracht, Ausdrucksstärke und nicht zuletzt durch die Vielseitigkeit seiner Verwendung, wird er nicht nur in der Brauwirtschaft als „grünes Gold“ bezeichnet. Im Bereich der Hopfen-Dekoration und bei Garten-Hopfen konnte sich die Firma Niedermaier, Uttenhofen, einen weiteren Betriebszweig aufbauen. Dort werden alljährlich neben Hopfenreben auch Rebenkränze angefertigt. Bei Gärtnern und Floristen sind die winterharten Hopfenpflanzen im Topf sehr beliebt.
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Der 46. Kongreß des Internationalen Hopfenanbaubüros (IHGC) fand vom 4. bis 7. August 1998 in Yakima/WA, USA statt. Rd. 300 Teilnehmer aus 17 Ländern waren der Einladung zu diesem Kongreß nach Yakima gefolgt. Viele hatten bereits das Vorprogramm im Hopfenanbaugebiet Oregon mitgemacht. Gesellschaftlicher Höhepunkt war der Abschlußabend in Seattle. Alle Teilnehmer werden dieses Familientreffen des internationalen Hopfenanbaues wegen der überaus großen Gastfreundschaft der amerikanischen Hopfenpflanzer und der hervorragenden Organisation durch den gastgebenden Verband unter Führung dessen Geschäftsführers Sean McGree sicher so schnell nicht wieder vergessen.
Hier ließe sich nur durch konsequente Flächenreduzierung in allen hopfenanbauenden Ländern Abhilfe schaffen. Gregory K. Lewis.
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Kornanomalien haben in den vergangenen Jahren zunehmend Turbulenzen, Mißstimmungen und nicht selten Verärgerung auf dem Braugerstenmarkt ausgelöst. Der folgende Beitrag trägt zur Versachlichung der Diskussion über Kornanomalien bei Braugerste bei.
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Die im Jahre 1997 erzeugte Menge an Alphasäuren reduzierte sich nach dem Hopfenbericht 1997/98 der Firma Joh. Barth & Sohn, Nürnberg, um 5,6%, die geerntete Hopfenmenge jedoch um 9,7%. Somit setzte sich der Trend zu höheren Alphaerträgen auch 1997 fort. Seit 1993 wurde die Hopfenanbaufläche weltweit um 22,9% zurückgenommen. Die Weltalphaerzeugung dagegen ist mit 9000 t pro Jahr nahezu konstant geblieben.
Wie der Barth-Bericht schreibt, haben die Hauptanbauländer USA und Deutschland durch gezielte Züchtung und entsprechenden Anbau von ertragreichen und alphastarken Aroma- und Bittersorten eine „Alphawalze” ins Rollen gebracht. Der Weltmarkt befindet sich damit in einem Zyklus der strukturellen Überbevorratung.
Für das laufende Jahr schätzen die Experten der Fa. Joh. 9% reduziert.
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Mitte Juni haben sich im Bereich von Mindelstetten Landwirte, Vertreter des Erfassungshandels, der Saatzucht Semundo und der Donau Malz, Neuburg, zur Felderbesichtigung des vor der Herbstaussaat initiierten Vertragsanbaues für Brauweizen getroffen.
Bei der Begutachtung der einzelnen Schläge und den Gesprächen mit den Landwirten gewann die Verarbeitungsseite den Eindruck, daß sich die Erzeuger intensiv mit dem Anbau von Brauweizen beschäftigen und die vertraglich festgelegten Anbaurichtlinien, wie z.B. kein Mais als Vorfrucht, keine Klärschlamm- und Gülleausbringung usw., auch strikt einhalten.
Neben der Sorte „Atlantis” wurde in diesem Jahr erstmals die Sorte „Trakos” von der Saatzuchtanstalt Semundo für die Donau Malz angebaut..
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Nach einem Bericht über die Marktsituation bei Braugerste und Malz der Durst Malz Heinrich Durst Malzfabriken GmbH & Co. KG liegt die jährliche Malzproduktion in Europa bei 7,050 Mio t, der Bedarf an Braugerste damit bei 8,820 Mio t. Davon entfallen auf Sommergerste 6,420 Mio t. Das diesjährige Aufkommen an Braugerste schätzen die Experten auf 6,810 Mio t, so daß sich ein Überschuß von 0,390 Mio t ergibt.
Die Preise haben in den letzten Wochen um 0,5 bis 1,00 DM/dt angezogen. Allerdings ist die Abgabebereitschaft des Handels im In- und Ausland noch zurückhaltend.
Seit März 1998 konnten durch die hohe Erstattung 600 000 bis 800 000 t Braugerste exportiert werden. Somit ist mit Überhängen aus der Ernte 1997 nicht mehr zu rechnen. Der Restbedarf dürfte bei 10 bis 15% liegen..
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Nachfolgend wird eine Zusammenfassung von Informationen über den Saatenstand am 15. Juni 1998 (alle Zahlen ca., Vorjahr in Klammern) gegeben.
Auch wenn die Ernteerwartung für die wichtigsten Anbaugebiete der Europäischen Union insgesamt normal bis gut ist, so gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Beurteilung der einzelnen Länder.
Ursache hierfür sind die Witterungsverhältnisse vom Beginn der Aussaat in Frankreich, den Britischen Inseln, den Niederlanden und Österreich bereits im Februar bis zum Abschluß in diesen Tagen in Schweden und Finnland.
Milde Temperaturen im Februar, der Wintereinbruch im März in vielen Gebieten, Trockenheit im Mai und erst Anfang Juni die dringend benötigten Niederschläge beeinflußten Aussaat und Aufwuchsbedingungen in ganz Europa.