Markt
Um den regional sehr unterschiedlichen Konsumgewohnheiten Rechnung zu tragen (z. B. hoher Weizenbierkonsum in Süddeutschland, Dominanz von Pils in den restlichen Landesteilen), erfolgt die Betrachtung des Bierkonsums im Vergleich der Jahre 2001 und 2010 in der Bundesrepublik Deutschland regionsbezogen. Auch die regional sehr abweichenden Absatz- und Wettbewerbsverhältnisse rechtfertigen eine solche differenzierte Betrachtung. Einbezogen wurden die 56 größten Biermarken mit einem Ausstoß von über 300 000 hl.
Recht
Nach dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.8.2010 –1 AZR 173/09 – sagt ein Arbeitnehmer mit der Begründung des Arbeitsverhältnisses zu, seine Arbeitskraft im Rahmen der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit zur Verfügung zu stellen. In diesem zeitlichen Umfang hat ein Arbeitnehmer Einschränkungen seiner privaten Lebensführung hinzunehmen. Durch den Arbeitsvertrag werden aber nicht nur Hauptleistungspflichten begründet, sondern auch vertragliche Rücksichtnahmepflichten. Dies gilt auch bei der Ausübung des dem Arbeitgeber zustehenden Weisungsrechts zur Verteilung vertraglich geschuldeter Arbeitszeit. So hat der Arbeitgeber Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung näher zu bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrags oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind. Jedoch ist die Leistungsbestimmung nach billigem Ermessen zu treffen. Das verlangt vom Arbeitgeber eine Abwägung der wechselseitigen berechtigten Interessen unter Einbeziehung verfassungsrechtlicher Wertentscheidungen. Dazu gehört auch die grundgesetzlich geschützte Koalitionsbetätigungsfreiheit des Arbeitnehmers.
Rohstoffe
Im Interview der BRAUWELT Nr. 36, 2010, „Ihr Fazit bitte, Herr Dr. Farack. Zum Braugerstenmarkt 2010“ auf S. 1090-1091 stellte dieser die These auf: „Unter den zur Ernte 2010 gegebenen Ertrags- und Preisrelationen spricht jedes kaufmännische Handeln gegen den Braugerstenanbau.“ Weiter wird in diesem Beitrag eine Preisbindung der Braugerste an Brot- oder Qualitätsweizenpreise gefordert. Dieser Beitrag zeigt, wie viel Sommerbraugerste gegenüber dem Qualitätsweizen mehr kosten sollte, damit sich der Anbau für Thüringer Landwirte wieder lohnt.
AfG
Vor der Industrialisierung wurde Kwass aus Roggenbrot hergestellt, welches in Wasser eingeweicht und an einem warmen Ort einer gelinden Gärung überlassen wurde. Die Verwendung von Brot als Rohstoff für die industrielle Getränkeherstellung erwies sich jedoch schnell als eher unpraktisch und unökonomisch. Daher orientierten sich modernere Herstellungsverfahren zunehmend an denen der Bierherstellung. Dieser Beitrag beschreibt ein neuartiges Verfahren, mit Hilfe dessen der charakteristische Geschmack von Roggenbrot und Brotkruste erhalten werden kann, ohne zu große Energieverluste und ohne dass das Konzentrat anbrennt.
Archiv
Applikation Prozessanalytischer Technologie auf fermentative Prozesse bei der Bierbereitung, so lautet der Titel einer Publikation von S. Birle, D. Krause, M. A. Hussein und T. Becker, TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Arbeitsgruppe für (Bio-) Prozesstechnik und Prozessanalyse, in „Der Weihenstephaner“ Nr. 4, 2010, S. 126 - 129. Die Autoren zeigen darin exemplarisch progressive Methoden der Prozessüberwachung und Regelung fermentativer Prozesse bei der Bierbereitung unter Berücksichtigung des „Prozessanalytische Technologie“ (PAT)-Konzeptes auf, wie sie derzeit Gegenstand der Forschung am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie sind.
Rohstoffe
Die Neuzulassungen von Qualitätsbraugerste der letzten Jahre enthielten Sorten, die zytolytisch sowie proteolytisch als sehr hochlösend zu bewerten sind. Die zunehmend besseren Lösungseigenschaften bieten für die Verarbeitung in der Mälzerei neue Potenziale. Diese Sorten bieten die Möglichkeit, mit verkürzten oder weniger intensiven Mälzungsverfahren zu arbeiten. Die guten Lösungseigenschaften liegen auch darin begründet, dass neue Braugerstensorten meist eine sehr hohe Enzymkapazität aufweisen. Sie zeigen eine sehr gute Amylolyse und Zytolyse, besonders aber eine sehr gute Proteolyse. Wird beim Mälzungsprozess versucht, den Eiweißabbau einzuschränken, ohne Amylolyse oder Zytolyse zu berücksichtigen, könnten hierdurch Schwierigkeiten beim Brauprozess auftreten, z. B. ungenügender Stärke- oder β-Glucanabbau und damit Filtrationsprobleme. Im Sudhaus könnte einer zu hohen Eiweißlösung durch hohe Einmaischtemperaturen entgegengewirkt werden, was nur dann keine Nachteile bringt, wenn der Stärkeabbau und die Zellwandlösung hierdurch nicht negativ beeinflusst werden, d. h. durch die Malzqualität gewährleistet sind.
Markt
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.
Archiv
Bei zunehmender Artikelvielfalt verlagern sich Kommissionierplätze immer häufiger in die Vertikale. Crown Gabelstapler möchte mit der Mittelhub-Kommissionierstapler-Serie LP 3500 die Arbeitsweise in Lägern mit mehreren Regalebenen nun effizienter gestalten.