Rohstoffe
Untersuchungen an neuen Braugersten der Ernte 1990 -- Die Witterungsgegebenheiten des Jahres 1990 sorgten in den Monaten Januar bis März für einen günstigen Vegetationsbeginn, was im kühlen April zu einer kräftigen Entwicklung führte. Allerdings vermochte der Juni mit normalen Niederschlägen das Feuchtedefizit vom Mai nicht mehr zu kompensieren. Die lange, trockene Ernteperiode rief teilweise Rekordergebnisse hervor (1). Das trockene Wetter reduzierte den Schimmelbefall merklich; auch Auswuchserscheinungen waren nicht feststellbar. Entgegen aller Erwartungen entsprach der Eiweißgehalt mit seiner Schwankungsbreite dem Vorjahresniveau (2).
Diverses
Der spezifische Energieverbrauch der deutschen Brauereien hat sich von 1980 bis 1990 von 216 241 kJ/hl auf 140 649 kJ/hl Verkaufsbier reduziert. -- Darauf wies Dr.-Ing. Thomas Hackensellner in seinem Vortrag über CO2-Ein- sparungspotentiale in Brauereibetrieben anläßlich der Brauwirtschaftlichen Tagung am 29. April 1992 in Weihenstephan hin. Im gleichen Zeitraum stieg der Gasanteil am Primärenergieverbrauch von 28% auf 62,5%. Die Gesamt-CO2- Emission aus deutschen Brauerei-Verbrennungsanlagen nahm von rd. 1,449 Mio t auf 0,953 Mio t ab.
Archiv
Großbritannien Wainwright, T.: Die britische Brauszene (4) - - Der vorliegende Bericht über die britische Brauszene gibt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung des Bierausstoßes in Großbritannien, sondern auch über neue Marktforschungsergebnisse und die Bierimporte. Er geht auch ausführlich auf die Situation des britischen Braugewerbes im Zeichen des EG-Binnenmarktes ein. Nachrichten von einzelnen kleinen und großen Brauereien sowie über Konzentrationen, Bierpreisentwicklungen und die Gastronomie runden diesen Überblick ab. Angesprochen werden aber auch Forschung und Entwicklung, Ausbildung sowie eine Reihe von aktuellen Fragen, die die Braubranche interessieren.
Rohstoffe
Keine Braugerste wollen die Bauern in der Münchener Region mehr anbauen, wenn die Brauereien nicht bereit sind, zwei Pfennige pro halben Liter Bier draufzulegen. -- Nach Ansicht des neuen Obmannes des Bauernverbandes im Landkreis München, P. Seidl, kostet die grundwasserschonende Braugerstenproduktion den Landwirten bereits fünf Pfennige pro halben Liter Bier. Die Brauereien bezahlten z.Zt. aber nur 7 Pfennige für den Braugerstenanteil.
Archiv
Japan Asahi Breweries Ltd., Tokio, vertreibt jetzt in ganz Japan Lager, ein Bier der australischen Großbrauerei Fosters Brewing Group Ltd. -- Als Zielgruppe sollen vor allem junge Leute angesprochen werden. Im ersten Jahr rechnet man mit einem Absatz von 100 000 Kisten a 20 Flaschen (355 ml).
Rohstoffe
Integrierter und kontrollierter Anbau von Braugerste -- Das Thema Integrierter und kontrollierter Anbau von Braugerste wird in letzter Zeit von Brauereien und Mälzereien immer häufiger angeschnitten (Brauwelt Nr. 13, 1992, S. 552, Nr. 14, 1992, S. 591, Nr. 19, 1992, S. 828). Auch die Mälzerei Zimmermann in Baustetten sieht nach eigenen Angaben in dieser Anbauart die Zukunft. Zur diesjährigen Ernte hat die oberschwäbische Mälzerei bereits mehr als die Hälfte ihrer Braugerstenlieferverträge unter den Bedingungen eines umweltschonenden Anbaus abgeschlossen. Ermutigt wurde die Mälzerei Zimmermann durch die Modellversuche in den letzten Jahren. Gemeinsam mit der Löwenbräu Meckatz und der Hirschbrauerei Wurmlingen (s.a. Brauwelt Nr. 13, 1992, S. Preis gewinnen.B. Lt. L..
Markt
Bierausstoß in Deutschland leicht steigend -- Der Bierausstoß in der Bundesrepublik Deutschland hat sich nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes, Bonn, im 1. Quartal 1992 um 1,6% auf 26,4 Mio hl erhöht. In den alten Bundesländern (ohne Berlin-West) ging der Ausstoß gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,3% zurück, während er sich in den neuen Bundesländern (ohne Berlin-Ost) auf 35,8% erhöhte. Der steuerpflichtige Ausstoß stieg im 1. Quartal 1992 um 1,2%. Der Rückgang in den alten Bundesländern lag hier bei 0,8%, der Anstieg in den neuen Bundesländern bei 33,8%. Die Bierausfuhr erhöhte sich im 1. Quartal 1992, das voll mit dem des Vorjahres vergleichbar ist, um 10,3% auf 1,5 Mio hl. Im 1..
Rohstoffe
Dinkelacker-Stiftung zur Förderung des Getreides Dinkel -- Über die Ergebnisse des 2. Hohenheimer Dinkelkolloquiums vom 21./22. März 1991 an der Universität Hohenheim liegt ein von der veranstaltenden Dinkelacker-Stiftung herausgegebener Tagungsbericht von 423 Seiten Umfang vor, der die 29 Originalbeiträge enthält. Zwei Bereiche standen im Vordergrund: die Produktion und Verarbeitung von Dinkel sowie dessen wertgebende Inhaltsstoffe. Im ersten Teil wurden spezielle Probleme alter und neuer Dinkelsorten, ernährungsphysiologische Fragen und die Verwendung von Dinkel als nachwachsendem Rohstoff behandelt. Auch die diätetische Seite des Dinkels und sein Nutzen bei der Behandlung chronischer Krankheiten waren Vortragsthemen..
Archiv
Alkohol hemmt Fettabbau -- Im New England Journal of Medicine wurden Forschungsergebnisse publiziert, nach denen Alkohol den normalen Fettabbau im Körper hemmt. Fett, das im Körper nicht verbrannt wird, wird im Körper gespeichert und führt so zur Gewichtszunahme. Wenn jemand Alkohol trinken und dennoch nicht zunehmen will, so muß er nach Prof. Paolo Suter, Universität Zürich/Schweiz, gleichzeitig seine Fettaufnahme reduzieren. Allerdings konnte noch nicht ganz geklärt werden, auf welche Art und Weise Alkohol die Fettverbrennung im Körper hemmt. Zum einen könnte es sein, daß der Körper als Energiequelle zunächst den Alkohol bevorzugt, bevor er das Fett abbaut, zum anderen könnte der Alkohol auch entsprechend negative Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel der Leber haben..
Rohstoffe
Hopfenbitterstoffe in Bier. Teil 3: Der Einfluß der Nicht-Isohumulon-Bitterstoffe auf die Bierqualität -- Im 2. Teil dieser Publikationsreihe (Brauwelt Nr. 10/11, S. 396 - 398, 1992) beschäftigten sich die Autoren mit dem Einfluß des Cohumulons auf die Bierqualität und wiesen nach, daß dieses keine negativen Auswirkungen auf die Bierqualität hat. Im folgenden Beitrag wird die Rolle der Nicht-Isohumulon-Bitterstoffe (NIBC) untersucht, deren Beitrag zur Bierbittere bei Einsatz von frischem Hopfen nicht überschätzt werden sollte.
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