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Kanada Bierkrieg mit den USA kurz vor Beilegung. -- Das Abkommen zwischen den USA und Kanada bezüglich der Bierimporte liegt zur Zeit bei den zehn Provinzen zur Diskussion und Unterzeichnung. Nach diesem Abkommen sollen die Provinzen ihre Preisvorschriften und die anderen Handelshemmnisse gegenüber US-Importbieren lockern. Auch sollen sie sich verpflichten, in Zukunft keine neuen diskriminierenden Maßnahmen gegen US-Importbiere zu treffen. Die beiden kanadischen Brauereikonzerne Molson (Marktanteil: 48,6%) und Labatt (Marktanteil: 44,6%) befürchten nach Abschluß dieses Abkommens eine Schwemme von US-Importbieren und bringen jetzt mit großem Werbeaufwand preisgünstige Konsumbiere auf den Markt. Im Jahre 1992 lag der Importbieranteil in Kanada bei lediglich 3,1 Prozent.

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Irland Erste Zertifizierung für irische Brauerei. -- Der irischen Brauerei Beamish & Crawford in Cork, die in diesem Jahr ihr 200jähriges Jubiläum feiert, wurde als erster Brauerei auf der Grünen Insel nach Einführung eines Total Quality Management Systems der ISO-9002 Qualitätsstandard zuerkannt. Nach Angaben von Produktionsdirektor David Twomey sei dieses Zertifikat ein wesentliches Verkaufsargument beim Export von Beamish Stout nach Großbritannien, in die USA, nach Frankreich, Spanien und Polen.

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Großbritannien Biersteuer soll angeglichen werden. -- In einer Parlamentsdebatte wies Sir Ivan Lawrence, Burton, darauf hin, daß die extrem hohe Biersteuer in England zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung führe. Dadurch, daß ganze Familien mit der Fähre nach Frankreich führen und dort ihr Bier einkauften und es reimportierten, müßte der Lebensmittelhandel beim Bierabsatz eine Einbuße von rund 8 Prozent hinnehmen. Aus diesem Grund forderte der Abgeordnete die Regierung auf, die Biersteuer auf den europäischen Durchschnitt abzusenken. Wirtschaftsminister Neil Hamilton räumte in der Debatte ein, daß die hohe englische Biersteuer den Wettbewerb verzerre, sah aber keinen Handlungsbedarf.

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Frankreich Stagnierender Bierkonsum. -In Frankreich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch für Bier seit 1984 bei rund 40 l. In den Jahren 1982 und 1983 hatte er noch 43,7 l betragen, 1987 sein Minimum mit 38,9 l erreicht. Im Jahre 1991 lag er dann bei 40,5 l. Die Gesamtbierproduktion in Frankreich hatte 20,99 Mio hl im Jahr 1991 betragen (- 2%). Der Gesamtbierabsatz wurde für 1991 mit 22,88 Mio hl (- 2%) angegeben.

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Dänemark Hoher Bierexport. -- Im Brauwirtschaftsjahr 1991/92 wurden in Dänemark 9,2 Mio hl Bier gebraut, von denen laut der letzten Ausgabe von Bier Aktuell, herausgegeben von der Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Brauer, 6,5 Mio hl im Inland abgesetzt, der Rest exportiert wurden. Insgesamt waren 19 Brauereien aktiv, die 22 Braustätten betrieben. Die drei größten Brauereien zusammen genommen bestimmen 95 Prozent des dänischen Biermarktes. Die Produktivität ist also mit 2137 hl/Beschäftigten relativ hoch. Die führende Gruppe ist die Carlsberg/Tuborg-Gruppe mit einem Gesamtausstoß im Inland von 5,3 Mio hl in den Braustätten Carlsberg und Tuborg in Kopenhagen und Fredericia. 2 Mio hl Bierausstoß. Faxe importierte allein 1991 rund 500 000 hl Dosenbier nach Deutschland.a..

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Alkoholfreies Bier im Faßausschank -- Beim Ausschank von alkoholfreiem Faßbier besteht eine mikrobiologische Gefährdung des Produktes durch den Verbleib von Restextrakten in dem Leitungssystem, die als Nahrungsquelle für bierschädliche Mikroorganismen dienen können. Dies läßt sich durch die bisher vorgeschriebene 14tägige Reinigung nicht verhindern. Eine tägliche Reinigung derartiger Schankanlagen ist unbedingt erforderlich. Aus diesen Gründen hat die Löwenbräu AG, München, in den Gaststätten, in denen alkoholfreies Bier vom Faß ausgeschenkt werden soll, die Schankanlagenreinigung auf das Schankanlagensystem der Kundo System-Technik GmbH, St. Georgen, umgestellt. Dabei wird täglich die Bierleitung mit Wasser und Schwammgummikugel gereinigt..

Diverses

Richtwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln -- Nach einer Meldung des Bundesverbandes Privater Brauereien hat die Zentrale Erfassungs- und Bewertungsstelle für Umweltchemikalien (ZEBS) des Bundesgesundheitsamtes, Berlin, die aktualisierten Richtwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln herausgegeben. Diese haben zur Zeit bis auf die Blei- und Cadmiumrichtwerte für Fleisch keinen gesetzlich bindenden, sondern nur einen administrativen, orientierenden Charakter. Sie sollen den für die Lebensmittel zuständigen Behörden, aber auch all denjenigen, die Lebensmittel erzeugen und vermarkten, aufzeigen, wann unerwünscht hohe Schadstoffwerte in Lebensmitteln vorliegen..

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Alkohol stärkt die Knochen -- Der Konsum von Alkohol stärkt die Knochen und schützt so vor spröden Knochen, unter denen vor allem Frauen im Alter von über 50 Jahren leiden. Nach einer Langzeitstudie von Professor Troy Holbrook, Department of Family Medicine, California University, publiziert in British Medical Journal, mit 182 Männern und 267 Frauen beeinflußt der Alkoholkonsum die Knochenstärke in den wichtigen Bereichen wie Oberschenkelknochen, Handgelenk, Arm und Rückgrat. Bei den Männern mit einem hohen Alkoholkonsum von über 6 l Bier pro Woche bzw. drei Flaschen Wein pro Woche wiesen die Knochen eine um 10 Prozent höhere Dichte auf als bei den Abstinenzlern. Die Männer, die einen mäßigeren Alkohokonsum von 3,4 bis 6 l Bier pro Woche bzw. neun Gläser Wein/Woche definiert..

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Rund ums Bier in Schwelm -- Dipl.-Br.-Ing. Dr. Walter Prestel, früherer geschäftsführender Gesellschafter der Brauerei Schwelm, Haarmann & Kathagen und Ehrensenator der TU München, hatte Teile seiner Sammlung einer Ausstellung zur Verfügung gestellt, die vor kurzem in der Stadtsparkasse Schwelm ihre Tore schloß. Er konnte aber auch eine Motivsammlung Bier auf Briefmarken präsentieren, die schon in vielen Städten Aufsehen erregt hatte. Unter den Krügen fanden sich zwei ungewöhnliche Stücke, nämlich für den Export nach Europa bestimmte chinesische Krüge, die nach dem Untergang des Handelsschiffes mit der gesamten Ladung rund 300 Jahre auf dem Meeresgrund gelegen hatten, bis das Wrack vor wenigen Jahren vor der vietnamesischen Hafenstadt Vung Tao entdeckt und der Schatz gehoben wurde..

Diverses

Duales System beendet Müllstreit -- Das Duale System hat seine Ankündigung zurückgenommen, künftig nur noch größere Kunststoffolien und Plastikflaschen auszusortieren. Damit will das Duale System Deutschland (DSD) sein Überleben langfristig absichern. In einem Gespräch von Bundesumweltminister Klaus Töpfer mit kommunalen Spitzenverbänden, dem Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. und dem DSD wurde angekündigt, ab sofort wieder alle Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt aussortieren und verwerten zu wollen. Den Kommunen blieben dadurch erhebliche Kosten für die Entsorgung von Sortierresten aus den gelben Tonnen erspart. Bis zum Jahr 1996 sollen nun ausreichende Verwertungsanlagen für Kunststoffverpackungen geschaffen werden..

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