Corona Extra wieder auf dem Markt -- Das exotische Bier aus Mexiko - Corona Extra - , das in der Bundesrepublik und der Schweiz kurzzeitig vom Markt genommen werden mußte, ist ab sofort wieder überall im Handel und in der Gastronomie uneingesschränkt verfügbar, wie Seagram Deutschland- Geschäftsführer Wolfram Heinzerling bei dem Startschuß in Berlin bekanntgab. Bei der Wiedereinführung wurde das Corona Extra in neuer Abfüllung präsentiert, das von Mexikos größter Brauerei Cerveceria Modelo S.A. de C.V. produziert wird. Sowohl in Mexiko als auch in Deutschland wurden eingehende Laboranalysen unabhängiger Institute durchgeführt, z.B. von dem in der Geränkebranche renommierten Institut Fresenius in Taunusstein..
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Erfrischungsgetränken ist in Westdeutschland 1991 von 85 l auf 87 l gestiegen. -- Nach der Statistik 1992 des Bundesverbandes der Deutschen Getränke-Industrie e.V., Bonn, lag er in den neuen Bundesländern in beiden Jahren bei 85 l. Im Gegensatz hierzu blieb 1991 das Konsumniveau der Wässer mit 31,5 l und der Fruchtsäfte mit 18,1 l deutlich hinter den Verbrauchswerten in den alten Bundesländern mit 88,8 l bzw. 42,0 l zurück.
Die Zahl der Hersteller von Erfrischungsgetränken und Mineral-, Quell- und Tafelwasser hat von 1988 bis 1990 kontinuierlich abgenommen. Nach der Statistik 1992 des Bundesverbandes der Deutschen Getränke-Industrie e.V., Bonn, gab es 1988 noch 697 Betriebe, 1989 nur noch 673. Im Jahre 1990 ging die Zahl auf 640 zurück.
Die Marktchancen für einheimische Getränke haben sich in Ostdeutschland erheblich verbessert. -- Lt. Angaben im IFO- Schnelldienst 24/92 hat die Bierproduktion im ersten Quartal 1992 in den neuen Bundesländern um 52,9% auf 3,128 Mio hl zugenommen, die Mineralwasserherstellung um 373% auf 41 000 hl, die Erfrischungsgetränkeerzeugung um 177% auf 71 000 hl und die Produktion von Fruchtsäften und Fruchtnektaren um 536% auf 29 000 hl.
Biergenuß aus der Flasche -- Mit den sich ändernden Konsumgewohnheiten haben sich auch die Trinkgewohnheiten vieler Biertrinker geändert. Vor allem bei den jüngeren steht der unkonventionelle Genuß im Vordergrund, das kommunikative Erlebnis wird wichtig, die konsumierte Menge spielt eine untergeordnete Rolle. Das Trinken aus der Flasche, so die Bayreuther Bierbrauerei AG in ihrer jüngsten Pressemitteilung, komme diesem Wunsch entgegen. Allerdings muß die Flasche außergewöhnlich und formschön sein, emotionale Ausstrahlung haben und eine nicht zu große Menge an Bier enthalten. Die Flasche muß gesellschaftsfähig sein, Life-Style demonstrieren, alles Gründe, die wohl mit zum Erfolg des mexikanischen Bieres Corona mit beigetragen haben.B. kalorienarm, alkoholarm, und einen gewissen Pfiff haben.
Der Bierausstoß in Deutschland betrug im 1. Halbjahr 1992 70,8 Mio hl (+ 2,9%). -- Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes und den jetzt von der Zentralstelle Biersteuer beim Hauptzollamt Stuttgart korrigierten Zahlen (s.a. S.1832) stieg der Bierausstoß in den alten Bundesländern (ohne Berlin-West) um 0,6%, in den neuen Bundesländern (ohne Berlin-Ost) um 40,1%. Die Bierausfuhr ist im gleichen Zeitraum um 9,3% gestiegen.
Ostdeutsche übernehmen westliche Trinkgewohnheiten -- Die ostdeutschen Konsumenten passen sich der Struktur des westdeutschen Getränkeverbrauchs immer mehr an: Sie haben im vergangenen Jahr den Verbrauch insbesondere jener Getränke erhöht, bei denen der Abstand zum Westniveau relativ groß ist (Wein, Sekt, Mineralwasser, Fruchtsäfte, Bohnenkaffee), während sie andererseits den einstmals äußerst hohen Spirituosenkonsum eingeschränkt haben. In den alten Bundesländern expandiert nur noch der Verbrauch an alkoholfreien Getränken in nennenswertem Ausmaß. In den ersten Monaten des laufenden Jahres mußten die westdeutschen Getränkehersteller zum Teil erhebliche Absatzeinbußen hinnehmen, nicht zuletzt deswegen, weil die Getränkeindustrie der neuen Bundesländer wieder an Boden gewinnt.B.B.B.
Über 3,8 Mio hl dürfte der Ausstoß an alkoholfreien Bieren im Jahre 1991 betragen haben. -- Nach einer Grafik, die der Deutsche Brauer-Bund in seinem Memorandum 1992 Alkoholfreies Bier veröffentlichte, lag der Ausstoß an diesem Bier 1986 erst bei 0,5 Mio hl. Die hohe Akzeptanz des alkoholfreien Getränkes führt der DBB u.a. auch auf den in Deutschland erlaubten Restalkoholgehalt von 0,5% vol zurück. Nach Plänen der EG-Kommission sollen aber derartige Biere in Zukunft nicht mehr als alkoholfrei bezeichnet werden dürfen (s.a. S. 1830).
Die Erfrischungsgetränke liegen mit einem Umsatz von 5,07 Mrd DM an der Spitze aller alkoholfreien Getränke, und zwar vor den Fruchtsäften mit 3,43 Mrd DM und Mineralwasser mit 2,4 Mrd DM. Darauf verweist eine Pressemitteilung des Bundesverbandes der Deutschen Erfrischungsgetränke- Industrie anläßlich einer Bundestagung vom 17. bis 19. 9. 1992 in Berlin. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Erfrischungsgetränken ist bei 86,6 l angelangt. Zusammen mit Wasser (77,5 l) und Fruchtsaft (37,0 l) haben die alkoholfreien Getränke (201,1 l) den Bierkonsum mit 142,7 l inzwischen hinter sich gelassen.
Die Bierausfuhr aus Deutschland erhöhte sich im 1. Halbjahr 1992 um 11,1% auf 3,198 Mio hl. -- Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes betrug die Steigerung bei den Bierexporten im 2. Quartal 1992 15,3% (auf 1,911 Mio hl). Dagegen gingen die Biereinfuhren im 1. Halbjahr 1992 um 6,3% auf 1,375 Mio hl zurück, im 2. Quartal 1992 um 3,3% auf 0,766 Mio hl.
Ausstoß der US-Brauereien im ersten Halbjahr 1992 -- in Mio hl Veränder. in % Anheuser-Busch 50,71 + 1,7 Miller 25,22 - 1,4 Coors 12,12 + 9,5 Stroh 8,66 - 2,6 Heileman 5,76 +/- 0 Pabst 4,13 + 7,0 Rest 4,78 + 12,0 US-Produktion 111,13 + 1,9 Importe 4,74 + 5,5 Bierkonsum 116,12 + 2,0
In weiten Bereichen des Getränkesektors hat das heiße Sommerwetter zu einem Absatzboom geführt. -- Das gilt lt. M. Breitenacher im IFO-Schnelldienst 24/92 vor allem für die Brauereien und die Hersteller von Erfrischungsgetränken. Der Bierausstoß ist in Westdeutschland im Juni 1992 um 18% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Bei der Erfrischungsgetränkeindustrie lag die Kapazitätsauslastung mit 84% auf dem Vorjahresniveau, als die Branche wegen der hohen Nachfrage aus dem Osten sehr gut beschäftigt war.
Die Entwicklung der Brauereien in der BRD 1991. Eine Analyse der Ausfuhr- und Inlandsabsatzentwicklung der deutschen Brauereien mit einem versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl -- Wie schon in den Vorjahren wurde auch 1991 nach einer direkten Befragung der Brauereien, die einen versteuerten Bierausstoß von über 140 000 hl hatten, die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr bezüglich des Inlandabsatzes und derAusfuhr im Vergleich dargestellt. Durch die Wiedervereinigung Deuschlands haben sich aufgrund von Übernahme- oder Kooperationstätigkeiten in den neuen Bundesländern sehr unterschiedliche Zuwachsquoten ergeben (Tab. 1). Um die Gesamtausstoßleistung der einzelnen Brauereien zu ermitteln, ist in Tabelle 3 die Rangfolge der wichtigsten Brauereien im Exportbereich wiedergegeben..
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier lag 1991 in Deutschland bei 142,7 l. -- Nach den Berechnungen von M. Breitenacher im IFO Schnelldienst Nr. 24/92 war der Bierverbrauch in West- und Ostdeutschland gleich hoch. Die leichten und alkoholfreien Biere liegen z.Zt. bei einem Marktanteil von 5% und werden weiter zunehmen. Der Anteil der Importbiere dürfte derzeit bei 2% liegen. Die Biereinfuhr ist 1991 um 50% gestiegen. Allerdings ist hier das geringe Ausgangsniveau zu berücksichtigen.
Holsten will nationale Marke aufbauen -- Ihr Engagement als Hauptsponsor der neuen Sat 1-Fußball-Sendung ran koppelt die Holsten Brauerei, Hamburg, an Banden- und Printwerbung, Promotions und spezielle Tabellenpräsentationen, um mit dieser Vernetzung innerhalb ihres Kommunikationsmixes bundesweit eine deutliche Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke zu erreichen. Ziel ist der Aufbau einer nationalen Marke. Lt. Günter Ellenberg, Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing bei Holsten, kennt bereits jeder fünfte Bundesbürger aufgrund des starken Holsten- Sportengagements die Marke Holsten. Künftig wird die Brauerei freitags, samstags und sonntags in den Sendungen ran und rantissimo als Hauptsponsor dabei sein. In diesen Sendungen kostet ein 30- Sekunden-Spot fast 140 000 DM..
Werbung boomt -- Das erste Halbjahr 1992 brachte für die klassische Werbung ein Plus von 16,4%. Nach Angaben der Nielsen Werbeforschung S+P konnten alle Medien Zuwachsraten verzeichnen, der TV-Boom hielt an. Die Tageszeitungen erzielten eine Steigerung um 17,7%, die Publikumszeitschriften von 6,9%, die Fachzeitschriften von 11,3%, Fernsehen von 30,3%, der Hörfunk von 4,3% und das Plakat (Großfläche) von 14,4%. Ein kleiner Teil dieser außerordentlich guten Ergebnisse liegt in der Ausweitung der Erfassung von Plakat (zuzüglich Ost) sowie in den geänderten Organisationsstrukturen des ostdeutschen Hörfunks begründet. Erstmals in der Geschichte der Werbestatistik hat die TV-Werbung mit ihrem Plus von 30,3% die Publikumszeitschriften in den Bruttowerten übertroffen. 33, 1992, S..
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