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Der Spirituosenabsatz hat in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt um 9,3%, umgerechnet 555 Mio Flaschen a 0,7 Liter, zugenommen -- , wie der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie anläßlich seiner Jahrespressekonferenz am 19. 5. 1992 in Frankfurt erklärte. Der Umsatz aus eigener Erzeugung ist um 115% auf 6,796 Mrd DM gestiegen. Die Einfuhren haben mengenmäßig um 11,3% zugenommen, die Ausfuhren haben sich dagegen um 20% verringert.

In Deutschland betrug der Bierausstoß/Braustätte 1989 durchschnittlich 78 800 hl. -- Damit lag Deutschland nach Angaben des jetzt erschienenen 19. Statistischen Berichtes 1990 des Deutschen Brauer-Bundes e.V., Bonn, nach wie vor an letzter Stelle der wichtigsten biererzeugenden Länder. Japan führte die Liste an mit 1,729 Mio hl/Braustätte, vor den USA mit 1,424 Mio hl, den Niederlanden mit 1,106 Mio hl, Spanien mit 0,882 Mio hl, Irland mit 0,731 Mio hl, Portugal mit 0,726 Mio hl, Griechenland mit 0,642 Mio hl, Großbritannien mit 0,572 Mio hl, Frankreich mit 0,565 Mio hl und Italien mit 0,433 Mio hl.

Der Bierausstoß ist in der gesamten Bundesrepublik Deutschland in den ersten vier Monaten des Jahres 1992 um 1,6% gestiegen.-- Wie Josef Hattig, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, am 26. 5. 1992 in Hamburg bei einer Pressekonferenz mitteilte, stieg der Bierausstoß in den neuen Bundesländern um 39% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, während er in den alten Bundesländern um 1% zurückging. Hattig bezeichnete dies als einen normalen Pendelrückschlag (s.a. S. 1066 Report).

Alle ostdeutschen Brauereien im Wettbewerbsrhythmus -- Die deutsche Brauwirtschaft hat sich in den neuen Ländern in vorbildlicher Weise engagiert. Als erste Branche ist die Brauwirtschaft, wie Josef Hattig, Präsident des Deutschen Brauerbundes e.V. anläßlich einer Pressekonferenz am Ende des Deutschen Brauertages am 26. 5. 1992 in Hamburg erklärte, in den neuen Bundesländern unternehmerisch nahezu vollständig konsolidiert. Von den rd. 150 Brauereien dürften wohl schätzungsweise 95 ihren Betrieb aufrechterhalten haben, von denen etwa 10 - 20% selbständig geblieben sind. Allerdings, so Hattig, war das Engagement der westdeutschen Brauereien in den neuen Bundesländern doch teuerer als erwartet. Die meisten Betriebe machten dort, wie Hattig schätzte, einen Verlust von 30 - 50%.S. 1065).B.a.

Image tschechischer Biere in Deutschland -- Über das Image von Bieren aus der CSFR in Deutschland sprach Rüdiger Ruoss zur Eröffnung eines Marketingseminares in Skalsky Dvur bei Brno am 14. Mai 1992 (s.a. Brauwelt Nr. 20, 1992, S. 905) . Dabei stellte Ruoss fest, daß die beiden Marken Budweiser und Pilsner Urquell mit ihren Slogans Zuneigung zum Besonderen bzw. Nicht von dieser Welt und mit einem Werbeetat von je 0,5 bis 1 Mio DM über den deutschen Premium-Bieren im Super-Premium-Bereich angesiedelt werden sollen. Bei einer Untersuchung über das Image von Importbieren in Deutschland aus dem Jahre 1988 schnitten die beiden Biere aus der CSFR hervorragend ab. Als positive Punkte wurden von den befragten Bierkennern u.a. Biere aus Regionen mit hoher Braukompetenz besitzen lt.G..

Zum Marketingseminar für das Topmanagement und die Nachwuchs-Führungskräfte der tschechischen und slowakischen Brau- und Getränkeindustrie kamen mehr als 300 Teilnehmer. - - Die Veranstaltung unter der Leitung von R. Ruoss und der Schirmherrschaft des tschechischen und slowakischen Brauereiverbandes fand vom 13. - 16. 5. 1992 in Skalsky Dvur bei Brno/Mähren statt (s.a. S. 934).

Die Patrizier-Gruppe, Nürnberg, hat zum 1. 4. 1992 die Brauerei Meiningen/Thüringen übernommen. -- Dieser Betrieb hat eine Jahreskapazität von 200 000 hl und im letzten Jahr 20 000 hl Bier produziert sowie 10 000 hl an Handelwaren (Bier, AfG) vertrieben. Patrizier will mit einem groß angelegten Investitionsprogramm für die Marke Meininger Bier den Heimatmarkt weiter erschließen und ausbauen.

Die Hofmark Brauerei, Cham-Loifling, hat die Berliner Bürgerbräu GmbH, Berlin, von der Treuhand erworben. -- Bis 1995 sollen Investitionen in Höhe von rd. 20 Mio DM getätigt werden, um auch die 140 Arbeitsplätze zu sichern. 1991 wurden in der Bürgebräu 150 000 hl Bier gebraut, im laufenden Jahr sollen es 20% mehr werden.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 1991 betrug der Bierausstoß der bayerischen Brauereien 14,3 Mio hl, -- das bedeutet 10,6% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (13,0 Mio hl). Die versteuerte Biermenge im Monat Juni wuchs im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,2% auf 2,37 Mio hl.

Die westdeutsche Ernährungsindustrie hat 1991 ihren Umsatz um 7,9% auf 197,2 Mrd DM erhöht. -- Bei einer Steigerung der Erzeugerpreise von 1,7% lag der reale Umsatzzuwachs bei 6,1%. Umsatzerhöhungen von mehr als 10% verzeichneten u.a. auch die alkoholfreien Erfrischungsgetränke.

Der Fruchtsaftkonsum ist 1991 in Westdeutschland um 2,4 l auf 42 l pro Kopf angestiegen. In den neuen Bundesländern lag er bei ca. 18 l, gegenüber 15,3 l im Vorjahr. Daraus folgend betrug der Pro-Kopf-Verbrauch für Fruchtsaft in Deutschland 37 l (34,6 l). Damit liegt Deutschland weltweit an der Spitze vor der Schweiz mit 35 l und den USA mit 33 l. Der Verband der deutschen Fruchtsaft- Industrie e.V. erwartet für 1995 einen Fruchtsaft-Verbrauch von 40 l und für das Jahr 2000 einen von 46 l.

Werbefernsehen gestrichen -- Konsumgüter seien am wirksamsten über die TV-Werbung vorzuverkaufen, heißt es. Diese Auffassung wird von den auftraggebenden Unternehmen nicht mehr kritiklos geteilt: Die Bavaria St. Pauli- Brauerei, Hamburg, wird ihre Werbeinvestitionen (1991: 13 Mio DM für die Marken Jever, Astra und Tuborg) in Zukunft auf Printmedien und Hörfunk konzentrieren. Damit sollen, so Marketing-Vorstand Helmut Posern, Konsequenzen aus der Reizüberflutung im Werbefernsehen gezogen werden. Der einzelne Werbespot finde keine Aufmerksamkeit mehr. Während ein durchschnittlicher Fernsehzuschauer seit Jahren konstant zweieinhalb Stunden fernsehe, habe sich die Werbezeit in den Sendern seit Einführung des Privatfernsehens verachtfacht..

Mittelständische Gastronomie hat's im Osten schwer -- Die mittelständische und die Spitzen-Gastronomie kommen in den neuen Bundesländern nur zögernd voran. Die Imbisse, die nach der Grenzöffnung einen Boom erlebten, werden zusehends stationärer und wertiger in Ausstattung und Angebot, doch es fehlt an einem gastronomischen Mittelstand und größeren Unternehmen auf einer gesunden Basis. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Deutschen Fachverlages, Frankfurt/Main, die in Hamburg vorgestellt wurde. Die 65 Großen im Gastro-Bereich (bis auf Mitropa im übrigen alles westdeutsche Unternehmen) haben bisher über 450 Betriebsstätten in den neuen Bundesländern eröffnet; für 1992 sind weitere 200 geplant..

Vertriebssteuerung per Compouter. 3. Teol: Vertriebssteuerung und neue Führungsaufgaben für den Verkaufsleiter -- Die Informationsfülle im Vertrieb kann nicht mehr nach Gefühl effektiv verarbeitet werden. Modernes Vertriebscontrolling erfordert den aktiven Einsatz der EDV in der Abteilung. Doch welche Zahlen werden benötigt, und wie lassen sich diese aus der EDV ermitteln? Der stressige Vertriebsalltag läßt oft keine Zeit, sich in aller Ruhe einem Problem zu widmen. Vertriebsinformations- und -steuerungssysteme geben der Vertriebsleitung ein effektives Hilfsmittel an die Hand, die Aktivitäten des Außendienstes und Innendienstes zu überschauen und steuernd eingreifen zu können. Dafür verlangen sie besonders in der Anfangsphase ein hohes Maß an Engagement und Fachkompetenz..

Steuerung einer Kooperation im Vertriebsbereich. Projectcontrolling am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen einer West- und einer Ostbrauerei -- Die Wiedervereinigung Deutschlands hat der Braubranche lukrative Märkte in den neuen Bundesländern eröffnet. Neben der Möglichkeit der Direktbelieferung wurde von vielen Brauereien eine Kooperation mit einem Getränkebetrieb der ehemaligen DDR eingegangen. In Anlehnung an ein Praxismodell wurde am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre der Brauerei im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht, wie eine solche Kooperation im Bereich des Vertriebs gesteuert werden kann. Ziel dieser Arbeit ist es, den Controlling-Gedanken bei der Bearbeitung dieses neuen Marktes zu berücksichtigen.

Werbebeilagen -- Ein Abonnent hat keinen Anspruch darauf, seine Tageszeitung ohne die üblichen Werbebeilagen zugestellt zu bekommen; auch nicht dann, wenn er an seinem Briefkasten ein Schild angebracht hat, das die Zustellung unadressierter Wurfsendungen verbietet. Ein Rechtsanwalt hatte von einem Verlag verlangt, per Hauszustellung eine Zeitung ohne Werbebeilagen zu erhalten. Im Postvertrieb bekomme man die Zeitung ohne Beilagen. Nach Ansicht des Oberlandesgerichtes Karlsruhe hat ein Abonnent aber nur Anspruch auf die Auslieferung seiner Zeitung in der Form, wie sie vom Verlag in eigener Verantwortung hergestellt wird.

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