Der Run der chinesischen Kunden auf Spezialitäten aus Deutschland ist laut German Export Association for Food and Agriproducts GEFA e.V., Berlin, ungebrochen. So stiegen die wertmäßigen Exporte nach China nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 um 62,4 Prozent auf 254,1 Mio EUR.
Natürlich ist die Vorstellung abstrus, dass die global agierenden Finanzakrobaten und Leser der „Bloomberg Businessweek” regelmäßig auf ein Sauerbier gehen. Oder können Sie sich den Coke-affinen Superinvestor Warren Buffett beim Trinken eines Rodenbach Grand Cru vorstellen? Eben.
Das deutsche Bier wird im Ausland nach wie vor hoch geschätzt. Beste Qualität, u.a. dank Reinheitsgebot, guter Geschmack und eine große Auswahl an bekannten sowie innovativen Sorten lassen die Brauer optimistisch in die „Ausfuhr-Zukunft“ schauen.
Man sollte glauben, das Ende der Welt stünde bevor, bei all den Tweets, Blogbeiträgen und Artikeln zu den Übernahmen von Craft Bier-Brauereien, die die Bierbranche 2015 erschüttert haben. Während ich bisher (vergebens) auf die Reiter der Apokalypse warte, raufen sich die notorischen Schwarzseher die Haare, weil der von ihnen vorhergesagte Weltuntergang noch nicht stattgefunden hat.
Kurz nach der Jahrtausendwende läuteten internationale Konzerne die Konsolidierung des deutschen Biermarktes ein. Eine Übernahme jagte die nächste. Schon 2004 war der Spuk wieder vorbei, seither ist wenig passiert. Das Interesse hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Einige Player denken offen über einen Abschied nach. Der europäische Markt hingegen ist in Bewegung – Auswirkungen für Deutschland sind nicht auszuschließen.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.
Das gab es schon lange nicht mehr – ein erfreuliches Jahr für den Saft! Im Durchschnitt trank jeder Deutsche im letzten Jahr einen Liter mehr Saft und Nektar als im Vorjahr – also 33 Liter pro Kopf, so der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie. Premiumprodukte, Direktsäfte und der Wunsch des Kunden nach natürlichen und gesunden Getränken unterstützten das Wachstum des Marktes und viele der herstellenden Unternehmen konnten sich über stabile bis steigende Absatzzahlen freuen.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.
Der Gesamtabsatz für die 32 größten Weißbierhersteller stieg im Jahr 2015 um 7,2 Prozent. Ein starker Zuwachs war bei der Ausfuhr zu verzeichnen.
Günther Thömmes ist ein vielseitiger Autor, der sich nicht nur in Büchern verewigt, sondern auch zum aktuellen Geschehen der Braubranche in den sozialen Medien oder Blogs Stellung bezieht. Bekannt geworden ist er durch seine drei historischen „Bierzauberer“-Romane.
Alkoholfreie Biere werden in Deutschland immer beliebter. Nachdem 2014 erstmals die Marke von fünf Mio Hektoliter überschritten worden war, nahm der Absatz alkoholfreier Biere 2015 erneut zu – um vier Prozent auf insgesamt 5,24 Mio Hektolitern. Der Anteil von Alkoholfreien an der Gesamtbierproduktion in Deutschland wuchs damit von 5,4 Prozent im Vorjahr auf nun 5,6 Prozent. Zusätzlich produzierten deutsche Brauereien 1,2 Mio Hektoliter Malztrunk. Zusammen mit den alkoholfreien Sorten und Malztrunk haben deutsche Brauereien im vergangenen Jahr rund 96 Mio Hektoliter gebraut.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Absatz von Biermischgetränken nach Bundesländern.
Die offizielle Statistik für Biermischgetränke zeigt für 2015 einen Rückgang der Gesamtumsätze um 2,9 Prozent. Die befragten Unternehmen liegen insgesamt um nur 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die Absätze der einzelnen Brauereien recht unterschiedlich entwickelten. Alkoholfreie Biermischgetränke sind weiterhin beliebt, vor allem wenn sie sich mit einer gesundheitsbewussten Ernährungsweise vereinbaren lassen.
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum steuerpflichtigen Bierabsatz nach Bundesländern.
„Im Wein liegt die Wahrheit, im Wasser Gesundheit“ – vielleicht ist das mit ein Grund für die erfreulichen Ergebnisse der befragten 40 Mineralbrunnen. Ein Plus von vier Prozent konnten die Brunnen insgesamt mit ihren Mineralwässern und Süßgetränken erreichen. Der Euro-Wert der abgesetzten Getränke wuchs sogar um gute fünf Prozent.
Betrachtet man den Inlandsabsatz der 74 größten Biermarken in Deutschland für das Jahr 2015, so fällt auf, dass in den vier untersuchten Regionen recht ähnliche Jahresergebnisse erzielt wurden. Fast die Hälfte der großen Biermarken konnte ihren Absatz im Vergleich zu 2014 erhöhen, doch auch die kleineren Marken unter 200 000 hl konnten Zuwächse verbuchen.
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