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Filtration

Beispiel CFS Neo Bier-Membranfilteranlage für 400 hl/h, installiert direkt vor der Abfüllung

Qualitätssicherung | Für die einwandfreie Beschaffenheit eines Bieres ist die Abwesenheit von vermehrungsfähigen Bier­schädlingen eine Grundvoraussetzung. Um dies zu gewährleisten, kommen, neben einer hygienischen Arbeitsweise und Anlagen mit hygienischem Design, verschiedene Möglichkeiten zur Inakti­vierung bzw. Abtrennung der Mikroorganismen aus dem Produkt zur Anwendung. Die wesentlichen Technologien zur mikrobiologischen Stabilisierung sind die Abtrennung durch Filtration und die Inaktivierung durch thermische Verfahren.

Passende Lösung | Der Konzentrationsprozess schreitet seit Jahren nicht nur in der Getränkezulieferindustrie stetig voran. Wie es bei einem Trend so ist, ruft dieser auch eine gewisse Gegenbewegung hervor. Zahlreiche kleine Firmen und Anbieter gründen sich neu, um Nischen zu besetzen und die Lücken zu füllen, welche die Großen hinterlassen. Im Bereich Filtrationstechnik für Bier ist dies bislang fast ausgeblieben. Die unzähligen Neugründungen von Brauereien auf der ganzen Welt, die längst nicht mehr unter dem Begriff Gasthausbrauerei einzuordnen sind, suchen aber nach einer passenden Filtrationslösung. Hier setzt das Schulz-Filtrationssystem an.


CFS Neo Membrantechnologie | Die Pasteurisation von Bier – egal ob mit Kurzzeiterhitzung oder Tunnelpasteur – wird von den meisten Brauern als notwendiges Übel zur mikrobiologischen Stabilisierung gesehen, das mit den Attributen Frische und Natürlichkeit schwer vereinbar ist. Die Biersterilfiltration mit Membranen stellt hier eine Alternative dar, die jedoch aufgrund früherer Erfahrungen als kostenintensiv und aufwändig empfunden wird. Dieses Vorurteil wurde über die letzten Jahre mit Neuentwicklungen im Bereich der Anlagentechnologie, der Membranreinigung und der Filterkerzen selbst entkräftet.


Anwendung bei Prozesswasseraufbereitung | Im Jahr 1972 hat Karl Diether Esser seinen Membranfiltertest zur Beurtei­lung der Filtrierbarkeit von Bier vorgestellt [1]. Bestand seinerzeit der Bedarf darin, schlecht filtrierbare Biere möglichst einfach und frühzeitig zu identifizieren, stellt sich nunmehr die Frage, ob der Esser-Test nicht auch heutzutage einen wertvollen Beitrag in Bereichen jenseits der Bierfiltration leisten kann.


Trübungsmessung | Prozess- und hygienegerechte Trübungs­messsysteme bis 13 200 FAU – bald sogar bis 26 400 FAU – lösen in der lebensmittel- und getränketechnischen Verfahrenstechnik an vielen Stellen einen Paradigmenwechsel aus. Bekannte Applika­tionen, wie z. B. die Separator- und die Filterüberwachung in der Brauwirtschaft, können jetzt betriebstechnisch und wirtschaftlich wesentlich effizienter überwacht werden.


Wasser, Hopfen, Hefe und Malz – die Zutaten eines traditionellen Craft Bieres sind in der Regel nahezu identisch. Aber neben den hochwertigen Rohstoffen spielt auch die optimal angepasste Anlagentechnik eine wichtige Rolle. Von entscheidender Bedeutung ist in dieser Hinsicht sicherlich die Separation und die Filtration, nicht nur der Würzen und Biere, sondern auch des Wassers, der Hefe und nicht zuletzt der Wertstoffe am Ende der Produktionskette. Weltweit gibt es in diesem Segment nur wenige Anbieter mit einem ebenso tiefen Prozesswissen wie auch breitem Produktportfolio für all diese Anwendungsbereiche, wie es Andritz aufzeigen kann.


Die Membranfiltration zur mikrobiologischen Stabilisierung von Bier erfährt eine zunehmende Aufmerk­samkeit in der europäischen Brauwirtschaft. Basierend auf den großen Erfolgen von nicht pasteurisiertem Bier in Asien und Nord­amerika, ist auch in Europa ein deutlicher Trend zu nicht pasteurisierten Bieren zu verzeichnen. Dabei spielt neben der Geschmacksdiskussion die Produktpositionierung eine zunehmende Rolle. Neben diesen Marketingaspekten sind die mikrobiologische Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Membranfiltration wesentliche Entscheidungsfaktoren für Brauereien.


Malzqualität | Die Verarbeitung von Rohstoffen mit jahrgangs- und standortbedingten Schwankungen stellt bei der Bierbereitung vor dem Hintergrund einer steigenden Prozessautomatisierung und wachsender Anforderungen an die Produktqualität ein immer größeres Problem dar. Vor allem Bottleneck-Prozessschritte wie das Läutern und die Bierfiltration stehen hier im Fokus der Prozess­optimierung. Neben der Verbesserung der Prozesstechnik bieten aber auch die Rohstoffe, insbesondere die Malzqualität, ein hohes Optimierungspotential.


Klar | Waren vor einigen Jahren klare und trübungsstabile Biere vor allem bei größeren Brauereien selbstverständlich, erwartet der Konsument sie heute auch von mittelständischen Brauereien. Der Artikel zeigt, warum die gerbstoffseitige Stabilisierung mittels Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) hier eine effektive Lösung ist.


Prozessautomation | Die Gärkellermodernisierung in der Erzquell Brauerei Haas & Co. KG in Bielstein im Bergischen Land war eine lang geplante Investition. Im Projekt galt es, die gewachsenen Strukturen der Automation zu analysieren und ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, aber auch einen Partner zu finden, der alles aus einer Hand liefern konnte.


Auch Klein- und Craft-Brauereien können ab sofort ihre Biere stabilisieren, ohne dabei auf Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) zurückgreifen zu müssen. Möglich macht es laut Unternehmensmeldung das neue CSS 020 (CSS für Controlled Stabilization System), welches die Albert Handtmann Armaturenfabrik auf Basis ihrer CSS Bierstabilisierung speziell für kleinere Brauereien mit einem Mengenaufkommen zwischen 20 und 30 hl/h entwickelt hat.