Eingabehilfen öffnen

Im heutigen Preiskampf ist es manchmal besser, die Maschinen still zu legen, als über Deckungsbeiträge nachzudenken. Allerdings haben die Hersteller selber angefangen mit der Preistreiberei. Diese Ansicht vertrat Heinz-Gregor Johnen, Generalbevollmächtigter der Geschäftsleitung und Mitglied des Beirates der Firma Franz Zentis, Aachen, bei der Bündner Runde, die vom 20. bis 24. Januar 2001 in Davos stattgefunden hat (s.a. S. 157). Jedes Unternehmen muss wissen, was es wert ist. „Billig sein und gut, das geht nicht.“ Allen Preistreibern schrieb Johnen ins Stammbuch: „Qualität kommt nie aus der Mode.“ Ungezügeltes Wachstum bringt die Unternehmen hinsichtlich der Preisgestaltung immer in gewisse Nöte.
Der unseriöse Preiskampf, wie er z.B. Vieles ist da auch bei den Unternehmen hausgemacht.

Im Jahre 2010 wird der Weltbiermarkt ein Potential von rd. 1,8 Mrd hl darstellen, im Vergleich zu heute etwa 0,6 Mrd hl mehr. Der Weltbierausstoß könnte sich alle fünf Jahre um rd. 200 Mio hl erhöhen. Das würde beim Pro-Kopf-Verbrauch eine Steigerung von 23 l auf 26 l/Jahr bedeuten. Diese Aussagen machte Karel Vuursten, Vorstandsvorsitzender von Heineken, Niederlande, in seinem Statement anläßlich der Podiumsdiskussion auf dem World Beer and Beverage Forum im Herbst 1997 in München. Dort referierten die Marktführer der fünf Kontinente unter der Moderation von Josef Hattig, Vorstandsvorsitzender der Brauerei Beck GmbH & Co., Bremen, nicht nur über die Strategien ihrer Unternehmen, sondern auch über die Entwicklung in den einzelnen Regionen dieser Erde. 1 der Welt sein..

Der Aktionsplan „Alkohol“, den die Gesundheitsminister der Länder auf ihrer jährlichen Konferenz am 20./21. November 1997 verabschiedeten, ist nach einer gemeinsamen Erklärung des Bundesverbandes der deutschen Spirituosenindustrie, der Bundesvereinigung Wein- und Spirituosenimport, des Deutschen Brauer-Bundes, des Deutschen Weinbauverbandes, des DIFA-Forums (Deutsche Initiative zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit alkoholhaltigen Genußmitteln) und des Verbandes Deutscher Sektkellereien mehr gegen den Konsum von Alkohol generell gerichtet als gegen den Alkoholmißbrauch. a. „Brauwelt“ Nr. 26, 1997, S. 1008).
Kritisch mit den im Aktionsplan vorgeschlagenen Maßnahmen setzte sich auch Erich Dederichs, Pressesprecher des Deutschen Brauer-Bundes, auseinander..

In seinem von den über 150 Teilnehmern mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag "Strategien für engere Märkte - Weichenstellung für die Zukunft" analysierte Dipl.-Kfm. Roland Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Roland Berger & Partner GmbH, anläßlich des 23. Management-Seminars für die Brauwirtschaft am 21. November 1997 in München in klaren, unmißverständlichen Worten die Situation der deutschen Brauwirtschaft. Die „Brauwelt“ wird über dieses richtungsweisende Referat in der umliegenden Ausgabe (s. S. 2160) und in ihrer nächsten Ausgabe berichten.
Für Berger steht die deutsche Braubranche vor ihrer schwierigsten Phase. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier wird auch in Zukunft weiter abnehmen, wenn er in diesem Jahr auch die Vorjahreshöhe erreichen sollte. 30%.B.B..

Nach einem Bericht in den „Nürnberger Nachrichten“ vom 30. Oktober 1997 haben die deutschen Unternehmen 1995 im Schnitt 1670 DM in die Weiterbildung jedes Mitarbeiters investiert. Im Vergleich zu 1992 sind damit die Pro-Kopf-Aufwendungen um 254 DM gesunken. Insgesamt sind 1995 rd. 33,9 Mrd DM in die Weiterbildung von Mitarbeitern geflossen gegenüber 36,5 Mrd DM im Jahre 1992. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) geht dieser Rückgang zu 90% zu Lasten von Industrie, Handel und Dienstleistungen und nur zu 10% auf das Konto der Handwerksbetriebe. Trotz der verminderten Ausgaben nahmen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Im Jahre 1995 waren es 754 von 1000 im Jahre 1992 lediglich 666 von 1000. B..

Dieser mittlerweile berühmte Satz von Gorbatschow findet zur Zeit immer mehr Anwendung für das Thema „Vorbereitung auf den EURO“. Kein Seminar für Führungskräfte, auch im Bereich der Brau- und Getränkewirtschaft, läßt dieses Thema aus. Alle Referenten betonen dabei, daß der EURO auf jeden Fall und pünktlich kommt. Alle, die bisher daran gezweifelt und gehofft haben, der Kelch werde an ihnen vorübergehen, sollten sich, so die einhellige Meinung der Referenten, so schnell wie möglich auf die Einführung des EURO einstellen, ob sie wollen oder nicht, wie es Helmut Schieber, Direktoriumsmitglied der Deutschen Bank, anläßlich eines Unternehmenskongresses in Straßburg ausdrückte. „Wer bei diesen Pflichten zu spät kommt, den bestraft das Leben.“
Wie Schieber so wies auch Prof. Dr. a. S. Prof..

Der Pro-Kopf-Verbrauch für Bier ist in den letzten zehn Jahren um knapp 15 l zurückgegangen. Die Braubranche reagierte darauf einerseits mit Rationalisierungen, Fusionen und Stillegungen, andererseits mit einer enormen Steigerung der Werbeausgaben zur Markenführung und zur Sicherung der Marktanteile. Von 1993 bis 1996 sind die Werbeaufwendungen für Bier von 425 Mio DM auf 663 Mio DM gestiegen. Im Mediasplit erhöhten sich nach Angaben von IP Deutschland, Kronberg/Ts, die TV-Werbeaufwendungen für Bier von 41% im Jahre 1993 über 60% im Jahre 1996 und auf 64% im ersten Halbjahr 1997. Radio kam im Mediamix der Bierbranche auf 20%, Printmedien auf 15%. Diese liegen, nach der neuen IP-Studie BranchenProfile "Der Biermarkt", neben den Sportsendungen ganz oben in der Gunst der Biertrinker..

Daß mäßiger Alkoholkonsum, besser noch mäßiger Biergenuß, gesund ist, dürfte aufmerksamen „Brauwelt“-Lesern hinreichend bekannt sein, nicht zuletzt durch die ausführliche Berichterstattung über das Diskussionsforum „Bier und Gesundheit“, das anläßlich des Deutschen Brauertages in Köln in diesem Sommer, veranstaltet vom Deutschen Brauer-Bund, abgehalten wurde. Der Sonderdruck Bier und Gesundheit kann beim Getränke-Fachverlag Hans Carl, Nürnberg bestellt werden.
Daß mäßiger Bierkonsum gesund ist, sollten aber in erster Linie die Konsumenten wissen. Aufklärung tut Not. Und wieder einmal kann das Bier vom Wein lernen. Die Wissenschafts-Sendung Sonde des SWF behandelte das Thema Wein und Gesundheit am 5. Oktober 1997.sehr ausführlich. Prof. Alkohol, so Prof.
Lt. Prof.
Prof..

Obwohl die Besucherzahlen leicht zurückgegangen sind, waren die Aussteller zum größten Teil mit der diesjährigen Weltmesse für die Getränketechnik, die vom 19. bis zum 26. September 1997 in München stattgefunden hat, hoch zufrieden. Sind, wie bereits gemeldet, Fachbesucher aus deutschen Brauereien, vor allem aus den kleineren und mittleren, weniger stark vertreten gewesen, so konnten die Aussteller doch vermehrten Besuch aus dem Ausland melden, insbesondere auch aus Osteuropa und Asien. Diese Fachbesucher, hochrangig mit entsprechender Kompetenz, zeigten sich nicht nur interessiert und aufgeschlossen allen Neuerungen gegenüber, sondern sie orderten auch kräftig, so daß es bei einigen Ständen sogar zu spontanen Bestellungen von beträchtlichem Ausmaß gekommen ist.B..

In diesen Tagen ist München das Mekka der Führungskräfte aus der Brauerei- und Getränkebranche, Drei Spitzenereignisse trafen und treffen noch zusammen: Das World Beer & Beverage Forum, die drinktec interbrau 97, die Weltmesse für die Getränketechnik, und das Münchner Oktoberfest.
Zum World Beer & Beverage Forum sind vom 16. bis 18. September 1997 über 730 Manager aus allen fünf Kontinenten nach München gekommen. Der Gründer und Präsident Rüdiger Ruoss, Chur, hatte im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um alles, was in der internationalen Brau- und Getränkewelt Rang und Namen hat, nach München einzuladen. a. S. 1784).
Die drinktec interbrau findet vom 19. bis 26. September auf dem Münchner Messegelände statt, seit 1951 zum siebten Male in München. 75 000 Besucher. a. S..

In ganz Deutschland steht der Braugerstenmarkt gegenwärtig erheblich unter Druck. Das berichtete H. Hermannsen im Ernährungsdienst vom 30. August 1997. Aus der Sorge heraus, daß die Landwirte zur Ernte 1998 nicht mehr genug Braugerste anbauen, wird lt. Hermannsen bereits jetzt über die neuen Vorvertragspreise gesprochen. Als Hauptgrund für den Preisverfall bei der Braugerste werden überfüllte Läger beim Handel sowie bei den Mälzereien angeführt und logistische Probleme bei der Abwicklung der Vorkontrakte. Auch brächten die „zum Teil sehr scharfen und nicht immer praxisnahen Malzkontrakte etlicher Brauereien die Mälzereien in arge Bedrängnis“. Diskussionspunkte sind in erster Linie der Schimmelpilzbefall und das Premalting.
Die Mälzereien warten lt..

Wie die GfK, Nürnberg, in ihrem Pressedienst vom 25. August 1997 schreibt, hat die „Lean production“ die Unternehmen schlanker gemacht, jetzt fangen die Konsumenten an abzunehmen: „Lean consumption“ heißt die Devise. Dieser fügen sich die meisten Verbraucher aber nicht freiwillig. Das frei verfügbare Einkommen reicht oft nicht mehr aus, alle Bedürfnisse im gewohnten Maß zu befriedigen. Immer mehr Verbraucher versuchen den Spagat zwischen notwendigem Sparen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung ihrer individuellen Genußmoral.
In Westdeutschland machten 1996 die Wohnungsmieten knappe 24% vom monatlichen Familien-Budget eines Arbeitnehmerhaushalts (zwei Erwachsene, zwei Kinder) mit mittlerem Einkommen bzw. mit 4265 DM für den privaten Verbrauch. ä. 7,2%.T. erheblich ändern. Lt.B..

Brauwelt-Newsletter

Newsletter-Archiv und Infos

Pflichtfeld

Brauwelt-Newsletter

Newsletter-Archiv und Infos

Pflichtfeld

BRAUWELT unterwegs

Trends in Brewing
Datum 06.04.2025 - 09.04.2025
EBC Symposium
18.05.2025 - 20.05.2025
kalender-icon