Der Abwärtstrend in der deutschen Braubranche scheint im laufenden Jahr zunächst einmal gestoppt, wie Gerhard Ilgenfritz, Präsident Private Brauereien Bayern e. V., im Vorfeld der BRAU Beviale 2008 feststellte. Für das Jahr 2008 rechnet er mit einem Gesamtausstoß von etwa 102 Mio hl und einen Pro-Kopf-Verbrauch von
„In der deutschen Braubranche findet man Charakterköpfe, die Bier leben und Bier mit Leidenschaft genussvoll zelebrieren.“ Gerhard Ilgenfritz, Präsident Private Brauereien Bayern, ist stolz darauf, in dieser deutschen Braubranche tätig zu sein. Das betonte er in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen BRAU Beviale 2008, die trotz Finanzkrise und drohender Rezession wieder ein voller Erfolg war. Unter medialen Gesichtspunkten sei die Branche zwar vergleichsweise langweilig, setze aber auf echte Werte, die in Zeiten finanzieller Turbulenzen zur Bewältigung unerlässlich seien, so Ilgenfritz. Echter Biergenuss, einzigartige Vielfalt, handwerkliches Können – das sind Werte, die der Verbraucher schätze und so Kunstprodukte oder Pseudomarken ohne Hintergrund in unserem harten Markt rigoros enttarne und aussortiere (S. 1437).
Nun ist es wieder soweit: Die Brauwirtschaft trifft sich in Nürnberg zur BRAU Beviale 2008. Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen, es kann losgehen. Die Aussteller zeigen ihre neusten Entwicklungen, und die Besucher können sich einen Überblick verschaffen, was heute Stand der Technik ist oder spätestens morgen sein wird. Wir dürfen gespannt sein, und so wünsche ich uns allen eine erfolgreiche Messe mit guten Geschäften, interessanten Kontakten und neuen Anreizen für den Biermarkt von morgen.
Die Welt ist bei der Energieversorgung keineswegs auf einem nachhaltigen Weg. Mit dieser nüchternen Erkenntnis begann Prof. Hermann-Josef Wagner vom Institut für Energietechnik, Uni Bochum, seinen Vortrag bei der diesjährigen VLB-Oktober-Tagung in Berlin. „Wir müssen damit rechnen, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten sowohl Energieverbrauch als auch CO2-Emissionen weiter ansteigen werden.“ Erst dann sei der Energiehunger der aufstrebenden Nationen wie Indien oder China annähernd gestillt. Der einzige Lichtblick ist, dass Deutschland Technologieführer in allen Bereichen der nachhaltigen Energieerzeugung ist, sodass die Wirt-schaft hier gut aufgestellt ist. Trotzdem geht der Energieverbrauch auch hierzulande nicht zurück, der bedenkenlose Umgang mit Energie ist für den Verbraucher doch noch recht selbstverständlich (S. 1317).
Man glaubt sich fast in einem Märchen. Stellen Sie sich vor, in Deutschland gäbe es eine national bekannte Verbraucherorganisation, die dafür kämpft, eine breite Palette an Brauereien und Biersorten zu erhalten, dem Brauereiwesen in der breiten Öffent-
Mit einer nochmals gesteigerten Zahl an Ausstellern und Ausstellungsflächen bietet auch die diesjährige BRAU Beviale 2008, die vom 12. bis 14. November im Nürnberger Messezentrum stattfinden wird, eine umfassende Angebotspalette, die keine Wünsche offen lässt. Rund 1450 Aussteller, davon knapp 40 Prozent internationale Beteiligung, zeigen auf über 81 000 Quadratmetern in neun Hallen alles, was die Brau- und Getränkewirtschaft begehrt: beste Rohstoffe, hocheffiziente Technologien und modernste Getränkelogistik.
Die BRAU Beviale wirft ihre Schatten voraus. Jeder spürt es: Langsam wird es hektischer, die Terminlage enger. Damit Sie sich rechtzeitig über das Angebot bei der BRAU Beviale 2008 informieren können, liegt wie gewohnt bereits in der heutigen Brauwelt Nr. 43 unser Vorschau-Heft bei. So haben Sie noch genügend Zeit, sich in Ruhe Ihre ganz persönliche Messe-Tour zusammenzustellen. Schauen Sie mal hinein, es gibt viel Innovatives zu sehen.
Mit diesem Zitat eröffnete Dr. Karl Glas, wissenschaftlicher Leiter des cpw, das
Eigentlich hatten wir uns das etwas anders vorgestellt.
„Selten zuvor waren das Interesse und die Spannung der internationalen Brauwelt für das Ergebnis der Ernteschätzung so groß wie in diesem Jahr.“ Dieses Zitat vom bayerischen Landwirtschaftsminister J. Miller anlässlich der Hopfenrundfahrt Ende August in der Hallertau lässt sich problemlos auf die Braugerstenernte übertragen. Gespannt blicken Landwirtschaft, Handel und Brauwirtschaft auf die vorläufigen Ernteergebnisse, gen Himmel, ob das Wetter denn auch hält, und auf die ersten Erkenntnisse zur Verarbeitungsfähigkeit der Rohstoffe.
Deutschland heute: Die Kosten steigen, die Ansprüche auch. Die Margen sinken, der Bierabsatz auch. Vom Handlungsspielraum, den die Politik dem Teil der Getränkewirtschaft lässt, der alkoholische Getränke produziert, ganz zu schweigen. Ein echtes Dilemma! Wer nicht aktiv nach Lösungen sucht, sondern hofft, dass es irgendwann mal wieder besser werden wird, wird bald das Nachsehen haben. Auf vielen Gebieten wird intensiv nach Lösungen und Alternativen gesucht.
Schon lange geht es nicht mehr ausschließlich um die Produktion eines Lebensmittels. Konsumenten interessieren sich für das Wie und Woher, von den Rohstoffen bis zur Logistik. Der moderne Verbraucher interessiert sich für die Hintergründe. Er möchte Konsum mit reinem Gewissen. „Sustainability“ heißt das Zauberwort, also nachhaltiges, verantwortungsbewusstes Wirtschaften, ein Trend mit guten Chancen zum Kassenschlager.