Der Kostendruck in den Betrieben ist erheblich. Einspar- und Optimierungspotenziale sind willkommen. Sicher werden wir auf der BrauBeviale in Nürnberg wieder viele Neu- und Weiterentwicklungen sehen, die das Brauerleben leichter machen sollen.
Die Produktqualität wird verbessert, Durchsatzleistung oder Fertigungsmenge erhöht, Personalkosten eingespart, der Mensch von schwerer körperlicher oder monotoner Arbeit entlastet. Das sind nur einige wenige Punkte, die für einen möglichst hohen Automatisierungsgrad in der Produktion, auch von Getränken und Bier, sprechen. Sich alle Entscheidungen ganz aus der Hand nehmen lassen, sollte man dann aber wohl doch wieder nicht.
Zugegeben, auch in der BRAUWELT neigen wir häufig dazu, die großen, spektakulären Brauereineubauten oder Anlagenentwicklungen in den Vordergrund zu rücken – wenn wieder einmal neue Superlative aus einer mexikanischen Brauerei vermeldet oder Umsätze bzw. Auftragsvolumen im mehrstelligen Millionenbereich verkündet werden, ist unsere Aufmerksamkeit sicher. Dabei ist uns aber durchaus bewusst, dass die kleinen und mittelständischen Betriebe das Bild gerade der deutschen Brauwirtschaft prägen. So zeigen es auch die Zahlen: Das statistische Bundesamt listet 2015 gerade einmal 12 Brauereibetriebe in Deutschland mit einer Gesamtjahreserzeugung über 2 Mio hl. 1224 bzw. etwa 88 Prozent aller deutschen Betriebe liegen hingegen in der Größenordnung kleiner 50 000 hl.
Ein Blick aus dem Fenster reicht: Grau, nass und kalt hat uns der Herbst nun doch erreicht. Aber gut, Getreide- und Hopfenernte sind längst abgeschlossen, nur die Apfelernte ist mancherorts noch im Gange. Moment. Apfelernte? Was hat denn die Apfelernte in der BRAUWELT verloren?
„Die Märkte sind schwieriger geworden, Investitionen – vor allem auch in Energieeffizienz – haben an Bedeutung gewonnen, Marketing und Vertrieb spielen eine wichtigere Rolle … Bestimmte Dinge werden von Banken gar nicht mehr finanziert.“ Dieser Anfang des Beitrages „Alternativen zur Bank?“ unseres langjährigen Autors Dieter Lachenmaier, Babensham, beschreibt wunderbar die Hauptthemen der heutigen BRAUWELT.
Ja, es ist schon wieder September. Ab in den (Messe-)Herbst also, los geht’s mit unserer Vorschau zur diesjährigen FachPack ab Seite 1094. Dort können Sie sich schon einmal auf Hersteller, Neuheiten und Themen einstimmen, die vom 27. bis 29. September auf dem Gelände der Messe Nürnberg gezeigt werden.
Die meisten von Ihnen dürften ja inzwischen, hoffentlich bestens erholt, aus dem Sommerurlaub zurück sein, gerade rechtzeitig zur Hopfenernte. Wir berichten in dieser Ausgabe der BRAUWELT ab Seite 1013 noch einmal ausführlich von den Veranstaltungen rund um die Hopfenernteschätzungen 2016. Leider nicht ganz so rosig wie beim grünen Gold zeigt sich die Lage der Getreidebauern in diesem Jahr. Zwar sind keine Probleme bei der Korngesundheit zu erwarten, allerdings muss witterungsbedingt wohl mit unterdurchschnittlichen Werten etwa bei Sortierung und Hektolitergewicht gerechnet werden.
Sommerpause, Ferienzeit: „Der Kollege ist derzeit im Urlaub und erst in einer Woche wieder zu erreichen“. So oder so ähnlich finden derzeit viele Telefonate ein schnelles Ende. Ausnahmsweise ist es daher recht ruhig in der Redaktion der BRAUWELT und wir nutzen die Gelegenheit, um ebenfalls ganz entspannt den Blick etwas schweifen zu lassen. Jenseits des Tellerrands lassen sich dabei immer noch spannende Themen entdecken, die ansonsten im allgemeinen Getümmel fast untergehen.
„Das wird – wenn das Wetter mitspielt – mindestens eine Durchschnittsernte, aber mit Potenzial nach oben.“ So bewertete Dr. Johann Pichlmaier, Präsident des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, die Aussichten für die kommende Hopfenernte bei einer Pressekonferenz Ende Juli in Wolnzach. Nach den extremen Bedingungen 2015 freuen sich die Hopfenpflanzer aber schon über ein Normaljahr. Zudem tut sich einiges am Markt …
Aromahopfen oder Bitterhopfen? Filtrierbarkeit und gute Läuterarbeit oder positive physiologische Aspekte und stabiler Schaum? Kaufen oder Selbermachen? Sie müssen sich entscheiden. Zur Unterstützung finden Sie in der aktuellen BRAUWELT schon einmal einige Artikel, die Ihnen die Grundlage für die richtige Entscheidung bieten.
An dieser Stelle hatte ich ursprünglich vor, Ihnen einen Eindruck vom Festival 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot in München zu vermitteln. Es hatte alles so schön und friedfertig begonnen: Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hatte in Begleitung der Bierkönigin Sabine-Anna Ullrich und der Hopfenkönigin Anna Roßmeier am vergangenen Freitag das Festival mit den bayerischen Brauer-Präsidenten Georg Schneider und Gerhard Ilgenfritz bei schönstem Biergartenwetter eröffnet. Viele Menschen aus Nah und Fern, manche von sehr fern, waren auf den Münchner Odeonsplatz geströmt, um das Reinheitsgebot, Bayern und das Bier zu feiern. Und dann diese Wahnsinnstat im Norden Münchens! Zum Glück ist es den Organisatoren im Bayerischen Brauerbund und den Privaten Brauereien Bayern gelungen, die vielen Tausend Menschen auf dem Platz in Sicherheit zu bringen, bis die Situation klarer wurde. Das Festival, das eigentlich bis Sonntag dauern sollte, wurde noch in der Nacht abgesagt.
Das Thema beschäftigt nicht nur Häusle-Bauer und andere Geldanleger: Die Niedrig-Zinspolitik betrifft auch die Brauwirtschaft. Deutlich wurde das z. B. bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Station für Brauerei in München– mit Auswirkungen auf die Forschung.