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Gut, es entspricht nur der Größe eines Parkplatzes, das Gebiet, das Coca-Cola FEMSA auf Drängen der venezolanischen Regierung räumen musste, um einer Anlage mit 450 Sozialwohnungen Platz zu machen. Das war halb so wild im Vergleich zu dem, was dem Agri-Food Konzern Cargill passierte: Deren Reismühle wurde von Präsident Hugo Chavez kurzerhand verstaatlicht. Man sieht daran: Chavez verfolgt seinen Weg zu „Sozialismus, Unabhängigkeit und nationaler Größe“ mit Schwung und walzt alles nieder, was im Wege steht. Das Coca-Cola-Vertriebszentrum, dessen Parkplatz konfisziert wurde und das nun in Gänze verlagert werden soll, versorgt den Westen der venezolanischen Hauptstadt Caracas und besteht seit 1992. Rund 300 Menschen haben dort ihren Arbeitsplatz. Coca-Cola FEMSA hat nun drei, vielleicht auch vier Monate Zeit, um neues Land zu kaufen und Lagerhäuser zu errichten. Die Regierung will dabei helfen.
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Der australische Senat hat die vor einem Jahr eingeführte Sondersteuer auf RTDs (Alcopops) im März vereitelt. Mit Hilfe der 70-prozentigen Steuererhöhung wollte die Regierung das Komasaufen eindämmen. Eine bittere Pille für die Regierung, die um so bitterer schmeckt, als dass 1,6 Mrd AUD (835 Mio EUR) in der Staatskasse fehlen, die man sich von einer solchen Steuererhöhung für die nächsten vier Jahre erhofft hatte. Wenn es schlimm kommt, muss die Regierung geschätzte 300 Mio AUD (156 Mio EUR) an die Alkoholindustrie zurückerstatten, die sie seit April 2008 kassiert hat.
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Neue Zahlen der British Beer & Pub Association (BBPA) zeigen ein Minus von 3,2 Prozent im Alkoholkonsum 2008. Was seine guten Seiten hat: Verhinderte der Rückgang doch satte 804 Mio GBP (871 Mio EUR) an Schäden, die exzessiver Alkoholkonsum verursacht hätte. Laut BBPA dürfe das aber kein Anlass für weitere „Strafsteuern“ sein. Während der vergangenen zwölf Monate mussten bereits 2000 Pubs schließen, 20 000 Jobs gingen verloren.
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Finnische Brauer – gibt’s noch welche? – heulen ins Bier. Ihre Landsleute wenden sich vom Gerstensaft ab. Das heißt, nicht generell, sondern nur vom heimischen Bier. Sie importieren ihr Billigbier lieber persönlich aus der EU, etwa aus dem nur 80 Fährenkilometern entfernten Estland. Für die finnischen Verbraucher mag’s ein Spaß sein, ihren Landesvätern den sprichwörtlichen Stinkefinger zu zeigen. Für die Brauer ist’s blutiger Ernst. Ihnen rammte die Regierung meuchlings das Messer in Form zweier Steuererhöhungen im Jahr 2008 ins Herz.
Rohstoffe
Die Entscheidung über die Entwicklung der Sommergersten-Anbauflächen fällt in Europa nicht einheitlich aus.
Rohstoffe
Angesichts der schwierigen Situation auf dem Hopfenmarkt garantiert Joh. Barth & Sohn den Hopfenpflanzern und den Kunden Sicherheit. Dies war das Fazit eines Informationsgesprächs zwischen dem CSU-Europaabgeordneten Manfred Weber und Vertretern von Joh. Barth & Sohn, Deutschlands größtem Dienstleister rund um Hopfen. „Die Kunden wissen, dass wir auch in den nächsten Jahren hohe Qualität liefern können, und die Pflanzer haben mit langfristigen Verträgen Sicherheit“, erklärte Thomas Kastner, Leiter Supply Chain Management bei Joh. Barth & Sohn.
Recht
Die Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ab 2010, die Ende März vom Bundestag beschlossen wurde, trifft viele kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland unvorbereitet. Dies belegt die Auswertung eines Wissenstests der Sage Software GmbH und des NWB Verlages unter knapp 1000 Unternehmen auf der gemeinsam initiierten Online-Plattform www.BilMoG2009.de. Dabei zeigte sich, dass mehr als ein Viertel der teilnehmenden Firmen schlecht (sechs Prozent) oder nur ungenügend (16 Prozent) auf die bereits lange angekündigte Gesetzesänderung vorbereitet ist. Immerhin ist aber die Mehrheit der Unternehmen (78 Prozent) bereits im Vorfeld gut informiert.
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Hochdruckreinigungen, aggressive Dämpfe, Feuchtigkeit, chemische Reinigungsmittel – diese besonderen Einsatzbedingungen in der Nahrungsmittelindustrie erfordern belastbare Betriebsmittel. ISV bietet hochresistente Steckvorrichtungen speziell für die Nahrungsmittelindustrie in Schutzart IP66 und IP67. Das Besondere dabei: die hohe Dichtigkeit wird automatisch mit dem Stecken des Steckers oder dem Schließen des Dosendeckels erreicht. Weitere Handgriffe, wie etwa das Zudrehen eines Dichtkragens, sind nicht nötig.
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Ein Offener Brief an den Ministerpräsidenten Horst Seehofer und den Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch in Verbindung mit dem Artikel in der SZ vom 20. März 2009 „TU lässt sich nicht beirren“ (vgl. auch BRAUWELT Nr. 14, 2009, S. 378) erreichte die Redaktion von Peter Kraus, Herrnbräu GmbH & Co. KG, Ingolstadt.