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Diverses

Verbrauchsanalyse _92 für Lebensmittel erschienen -- Angestammte Ostprodukte aus der ehemaligen DDR haben - oft zu Unrecht -- im letzten Jahr Verwenderanteile eingebüßt. Das zeigt ein Ranking der Ost-Lebensmittelmarken in der nationalen Verbraucheranalyse _92 der Verlage Bauer und Springer nach höchsten Verwenderanteilen. Während 1991 noch 29% der Ostbürger diesen Sekt tranken, wird er 1992 nur noch von 25% genossen. Die am meisten verwendeten heimischen Produkte sind preisgünstige Koch- und Bratmargarinen, ohne aber zusätzliche Abnehmer gefunden zu haben. Eine stärkere heimische Verwenderschaft konnten die Ost-Biermarken für sich gewinnen. Immerhin jeder fünfte Ostdeutsche trinkt mittlerweile Radeberger oder Wernesgrüner..

Archiv

Keine alkoholisierende Wirkung des alkoholfreien Bieres -- Schwerwiegende Bedenken gegen die Pläne der EG-Kommission, die Werbung mit dem Begriff alkoholfrei einzuschränken, hat der Deutsche Brauer-Bund e.V., Bonn, erhoben. Er fordert die Beibehaltung der in Deutschland geltenden Rechtslage, nach denen ein Produkt dann als alkoholfrei bezeichnet werden kann, wenn es weniger als 0,5% vol Alkohol enthält. Nach den Vorstellungen der EG-Kommission soll der Begriff alkoholfrei nur noch verwendet werden dürfen, wenn kein Alkohol oder lediglich Spuren von Alkohol vorhanden sind. Da die analytische Nachweisgrenze für Ethanol inzwischen bei 0,00000001% liegt, kann man nach einer Pressemitteilung des Deutschen Brauer-Bundes kein Produkt mehr als alkoholfrei bezeichnen.h. Prof. 1. 10. 1988..

Archiv

Frauen und Bier -- In seinem Vortrag über Frauen und Bier, den er anläßlich eines Freundschaftstreffens des Bier Convent International Ende Mai dieses Jahres in Leipzig gehalten hat, versuchte Dr. F.- L. Schmucker die Verdienste, die sich Frauen um das Volks- und Nationalgetränk Bier erworben haben, einmal schlagwortartig darzustellen. Der folgende Beitrag stellt einen Auszug aus diesem mit großem Beifall aufgenommen Vortrag dar.

Markt

Der Bierausstoß in Deutschland betrug im 1. Halbjahr 1992 70,8 Mio hl (+ 2,9%). -- Nach einer Mitteilung des Deutschen Brauer-Bundes und den jetzt von der Zentralstelle Biersteuer beim Hauptzollamt Stuttgart korrigierten Zahlen (s.a. S.1832) stieg der Bierausstoß in den alten Bundesländern (ohne Berlin-West) um 0,6%, in den neuen Bundesländern (ohne Berlin-Ost) um 40,1%. Die Bierausfuhr ist im gleichen Zeitraum um 9,3% gestiegen.

Diverses

Biosensoren zur Trinkwasserüberwachung -- Bei dem Pestizid- Biosensor der Firma Dr. Lange, Berlin, handelt es sich um ein neuentwickeltes Analyseverfahren, das Pestizide im Trinkwasser schon in geringsten Konzentrationen (0,1 fg/l) nachweist. Der charakteristische Teil des Biosensors ist eine Membran, in die das Enzym Acetylcholinesterase (AChE) eingebettet ist. AChE ist ein Enzym, das ständig Essigsäure und Cholin freisetzt, so lange es nicht z.B. durch Pestizide gehemmt wird. Der Grad der Hemmung der AChE ist ein Maß für die Konzentration an Pestiziden. Damit lassen sich in einigen Fällen sogar Pestizidwerte von bis zu 0,5 fg/l nachweisen. Erst ein positiver Befund fordert den Einsatz konventioneller Analysenmethoden, um differenziertere Aussagen treffen zu können..

Diverses

pH-Elektrodenwechsel unter Druck ohne Prozeßunterbrechung -- Bei der pneumatisch betätigten Wechselsonde zur kontinuierlichen pH- oder Redoxmessung der Ingold Meßtechnik GmbH, Steinbach, kann man die Sonde zur Kalibrierung, Reinigung und Erneuerung auf einfache Weise, ohne Prozeßüberwachung aus dem Kessel herausnehmen. Die Armatur, angeflanscht am Kessel oder am T-Stück der Rohrleitung, nimmt in ihrem Schlitten die Elektrode auf. Zur Messung ist dieses Schlittenrohr in den Kessel eingefahren. Mittels einer separaten Steuereinheit wird der Schlitten pneumatisch entriegelt und in die Wartungsposition gebracht, so daß die notwendig gewordene Wartung durchgeführt werden kann. Dabei ist durch eine Sicherheitsverriegelung sichergestellt, daß das zu messende Medium in keinem Fall austreten kann..

Rohstoffe

Keine Währungsausgleichsbeträge mehr wird es ab 1. 1. 1993 geben. -- Das hat die EG-Kommission in einer Verordnung dem Rat vorgeschlagen. Damit der Gemeinschaft keine unnötigen Ausgaben entstehen, sollen die im voraus festgesetzten Währungsausgleichsbeträge für die ab 1. Januar 1993 erfolgenden Ein- und Ausfuhren als ungültig erklärt werden. Die Kommission hat dies durch die Verordnung 2147/92 bestimmt, die am 29. 7. 1992 inkraftgetreten ist.

Archiv

Nitratelimination aus dem Trinkwasser -- In seinem Vortrag anläßlich der 9. Technischen Arbeitstagung für das Brauwesen ging Dipl.-Brm. Gerhard Schmidt, Doemens- Technikum, Gräfelfing, auch auf die Nitratentfernung aus dem Trinkwasser ein und beschrieb, wie sich die Wasserzusammensetzung bei den einzelnen Verfahren ändert. Bei der Nitratelimination durch Umkehrosmose nehmen die Werte für NO3, S04, Cl, HCO3, pH, Ca, Mg, Na und K ab, für CO2 zu. Das gleiche gilt zum größten Teil bei der Teilentsalzung durch kombinierten Kationen- und Anionenaustausch, bei dem die Gehalte an Na und K gleich bleiben. Beim Ionenaustausch gegen Chlorid steigt der Wert für Cl erwartunsggemäß stark an, während NO3, SO2, stärker, HCO3 und pH leichter abnehmen. Der Ionenaustausch gegen Hydrogenkarbonat, der lt..

Markt

Die Erfrischungsgetränke liegen mit einem Umsatz von 5,07 Mrd DM an der Spitze aller alkoholfreien Getränke, und zwar vor den Fruchtsäften mit 3,43 Mrd DM und Mineralwasser mit 2,4 Mrd DM. Darauf verweist eine Pressemitteilung des Bundesverbandes der Deutschen Erfrischungsgetränke- Industrie anläßlich einer Bundestagung vom 17. bis 19. 9. 1992 in Berlin. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Erfrischungsgetränken ist bei 86,6 l angelangt. Zusammen mit Wasser (77,5 l) und Fruchtsaft (37,0 l) haben die alkoholfreien Getränke (201,1 l) den Bierkonsum mit 142,7 l inzwischen hinter sich gelassen.

Markt

Über 3,8 Mio hl dürfte der Ausstoß an alkoholfreien Bieren im Jahre 1991 betragen haben. -- Nach einer Grafik, die der Deutsche Brauer-Bund in seinem Memorandum 1992 Alkoholfreies Bier veröffentlichte, lag der Ausstoß an diesem Bier 1986 erst bei 0,5 Mio hl. Die hohe Akzeptanz des alkoholfreien Getränkes führt der DBB u.a. auch auf den in Deutschland erlaubten Restalkoholgehalt von 0,5% vol zurück. Nach Plänen der EG-Kommission sollen aber derartige Biere in Zukunft nicht mehr als alkoholfrei bezeichnet werden dürfen (s.a. S. 1830).

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