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Rohstoffe

Hopfenmarkt -- Nach einem Bericht des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer vom 29. 1. 1993 sind in der Hallertau bis zum 28. 1. 1993 insgesamt 445 852 Ztr Hopfen der Ernte 1992 abgewogen worden, in Spalt 16 548 Ztr, im Hersbrucker Gebirge 2416 Ztr in Tettnang 35 720 Ztr, im Anbaugebiet Elbe-Saale 39 357 Ztr und in Baden/Bitburg, Rheinpfalz 566 Ztr. Im Anbaugebiet Hallertau werden nach diesem Bericht pro Zentner Hopfen folgende Preise notiert: Perle 420 DM, Hallertauer Mittelfrüher 380 DM, Hüller 350 DM, Hersbrucker 300 DM, Magnum 400 DM, Spalter Select 400 DM, Hallertauer Tradition 400 DM, Nugget/Target 380 DM, Northern Brewer 380 DM, Orion 350 DM und Brewers Gold 280 DM. Im Anbaugebiet Spalt werden für Freihopfen bis zu 500 DM geboten, in Tettnang bis zu 520 DM.

Markt

Getränkemarkt in Osteuropa -- Osteuropäische Getränkemärkte bieten westlichen Unternehmen gute Chancen für Produktion und Distribution. Das geht aus einer Studie von Euromonitor, London, hervor, die kürzlich erschienen ist. Diese umfaßt die Märkte für alkoholische und nichtalkoholische Getränke in Bulgarien, der CSFR, Ostdeutschland, Ungarn, Polen, Rumänien und in der früheren UdSSR. Trotz veralteter Anlagen und wesentlich geringerer Produktivität sind nach dieser Studie Ungarn und die CSFR gute Produktionsstandorte. Die Kosten für die Markteinführung und die Produktion sind dort sehr niedrig. In allen untersuchten Märkten dürfte der Bierkonsum wachsen. Die größten Chancen dürften bei den alkoholfreien Erfrischungsgetränken liegen. Auch hier lag Ostdeutschland mit 95 l vorne..

Diverses

Fehlerquellen bei der Weißbieranalyse -- Die seit 1. 1. 1993 in Kraft getretene neue Biersteuer in der engen Abstufung von einem Stammwürzegrad weist der Stammwürzebestimmung hinsichtlich Richtigkeit, Genauigkeit und Gleichwertigkeit der Methoden eine erhöhte Aktualität zu. Die theoretische Klassenbreite von 0,99% verringert sich durch unvermeidliche Analysenfehler bis auf ca. 0,6%, ja der Spielraum kann unter Beachtung von Handelsbrauch und Verkehrsauffassung bei einem Exportbier nur mehr 0,1% betragen. Da bisher über die Reproduzierbarkeit der Stammwürzebestimmung hefehaltiger Weißbiere wenig Material vorliegt, soll der nachfolgende Beitrag zur Klärung beitragen.

Diverses

Biologische Probleme -- Zu Beginn des 26. Technologischen Seminars in Weihenstephan gab Prof. Dr. Werner Back am 26. 1. 1993 einen Überblick über die mikrobiologische Situation im Jahre 1992, die gekennzeichnet war durch das Auftreten typischer Sekundärkontamination nen mit Lactobacillus brevis, aber auch mit Pectinatus und Megasphaera, gelegentlich auch mit Fremdhefen. Vor allem traten lt. Prof. Back Streukontaminationen in einzelnen Gebinden auf, die schwierig zu erfassen waren und zu massiven Retouren und Reklamationen geführt haben. Als Schwachstellen erwiesen sich, wie auch in den früheren Jahren, die Bereiche Füller und Verschließer, vermutlich weil hier besonders viele Schlupfwinkel bestehen, in denen sich die Bierschädlinge einnisten und an das Biermilieu adaptieren können. Prof.B.

Diverses

Kosten der Bierherstellung -- Nach einer Aufstellung des Verbandes mittelständischer Privatbrauereien in Bayern für das Jahr 1990 ergaben sich in Abhängigkeit der Betriebsgröße die Gesamtkosten wie aus der Tabelle ersichtlich. Wenn sich auch in der Zwischenzeit einige Erhöhungen bei den Kosten ergeben haben, geht aus der Übersicht doch hervor, wie stark kleinere und mittlere Betriebe in den Kosten gegenüber den größeren benachteiligt sind. Dies soll mit der Biersteuermengenstaffel, die im EG- Binnenmarkt für unabhängige Brauereien mit einem Ausstoß von bis zu 200 000 hl/Jahr gilt, zum Teil wieder ausgeglichen werden.

Rohstoffe

Hopfenbitterstoffe in der Würze -- Anläßlich der 42. Arbeitstagung des Bundes Österreichischer Braumeister und Brauereitechniker setzte sich Dr.-Ing. Adrian Forster, Wolnzach, kritisch mit Analysen zur Bewertung von Hopfenbitterstoffen auseinander, beschrieb eine Versuchsanstellung, mit deren Hilfe reproduzierbare Würzekochversuche im Labor durchgeführt werden können und beschäftigte sich mit den Umsetzungen der Hopfenbitterstoffe beim Würzekochen in Abhängigkeit von der Art der eingesetzten Hopfenprodukte sowie der Kochzeit. Die einzelnen Hopfenbitterstoffe haben beim Würzekochen unterschiedliche Lösungseigenschaften. Die Beta-Säuren lösen sich schlecht, die Alpha-Säuren besser und die Iso- Alpha-Säuren sowie die polaren Bittersubstanzen gut. Eine unerwünschte chemische Reaktion ist z. B.

Archiv

Cross-Flow-Mikrofiltration von Hefe und Bier -- Dr.-Ing. Diethard Wagner, Lehrstuhl für Technologie der Brauerei II und Technische Mikrobiologie, beschrieb den Einsatz der Cross-Flow-Mikrofiltration (CMF) im Brauereibereich. Hier ist die Porengröße der verwendeten Membrane von ausschlaggebender Bedeutung, um ein blankes Filtrat zu gewinnen das sich weder sensorisch noch analytisch von einem herkömmlich filtrierten Bier unterscheidet. Dieses Ziel kann nur mit Membranen im Bereich zwischen 0,2 und 0,5 fm Porengröße erreicht werden, um Produktqualität und biologische Haltbarkeit sicherstellen zu können. Die Filterleistung ist von der Unfiltrat- Strömungsgeschwindigkeit, dem transmembranen Druck, der Filtrationstemperatur und der periodischen Rückspülung abhängig. 3,5 mPas ansteigt. Ca.B..

Rohstoffe

Ausverkauf bei Braugerste? -- Auf einem Aussprachetreffen des Mälzerbundes Mittelrhein-Pfalz e.V. in Mannheim wurde die aktuelle Situation am Braugersten- und Malzmarkt diskutiert. Um den heimischen Braugerstenanbau weiter zu fördern, waren in Südwestdeutschland schon früh im Herbst letzten Jahres Empfehlungen zu Vorvertragspreisen für Braugerste der Ernte 1993 herausgegeben worden. Das angestrebte Preisniveau sollte für den Braugerstenerzeuger trotz der Agrarreform attraktiv genug sein, um den Rückgang der Anbaufläche aufzuhalten, der überall in Europa bei der Sommergerste festzustellen ist. Bislang hat die Landwirtschaft allerdings sehr verhalten auf diese Signale reagiert. Der Ernährungsdienst vom 26. 1. Umso unverständlicher sind die Vorgänge auf dem Malzmarkt.

Archiv

Indikatoren für die thermische Belastung der Würze -- In einer umfangreichen Arbeit untersuchte Dr. H. Hug, Versuchsstation Schweiz. Brauereien, Zürich, den Einfluß der Heißhaltezeit auf die Qualität der Würze und des fertigen Bieres (Brauerei- und Getränke-Rundschau Nr. 1/2, 1992, S. 1). Dabei kam er zu dem Schluß, daß lange Heißhaltezeiten eine um etwa eine EBC-Einheit dunklere Farbe der Würze und des Bieres bewirken. Bezüglich des DMS- Gehalt lassen sich sogar Extrem-Biere mit einer Kühldauer der Würze von 0 - 60 Minuten bzw. 110 bis 160 Minuten kaum voneinander unterscheiden. Aus dem mit zunehmender Heißhaltezeit ansteigenden Gehalt an Indikatoren für Maillard-Produkte, wie z. B. Insgesamt darf man den Einfluß der Heißhaltezeit nach Ansicht von Hug nicht überschätzen..

Rohstoffe

Zum deutschen Gerstenmarkt -- Der Markt für alterntige Braugerste tendiert nicht mehr so fest wie zu Beginn des Jahres. Der Preisfächer ist allerdings noch sehr breit und reicht je nach Herkunft, Sorte und Qualität von 42 DM/dt bis 45 DM/dt. Der Bedarf an Braugerste der Ernte 1993 ist im Augenblick kaum zu decken. Die Preisvorstellungen der Industrie lagen für die Vorverträge bei 37 DM/dt bis 38 DM/dt; die Abgabebereitschaft des Handels ist jedoch sehr gering. Die Unsicherheit auf dem deutschen Markt resultiert vor allem aus den Spekulationen über den Anbauflächenrückgang. Dänische Braugerste wird zur Zeit aus der Ernte mit 41 DM/dt cif Oberrhein angeboten..

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