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Argentinien Gute mittelfristige Aussichten für den Biermarkt. -- Die Wachstumsaussichten auf dem argentinischen Biermarkt dürften mittelfristig gut bleiben, auch wenn sich das Wachstum des Bierkonsums 1993 gegenüber dem Boomjahr 1991/92 abgeschwächt hat. In den ersten elf Monaten des Jahres 1993 nahm die Produktion um 8% auf 9,03 Mio hl zu. Im Gesamtjahr 1992 lag der Bierausstoß bei 9,52 Mio hl. In den Vorjahren hatte die Steigerung 32,9% bzw. 21,5% betragen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Argentinien mit 31,5 l im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern noch relativ niedrig. Die mit einem Marktanteil von 75% führende inländische Brauerei Cerveceria Quilmes hat in Zusammenarbeit mit Heineken begonnen, Dosenbier auszuliefern, um gegen die Bierimporte konkurrieren zu können.B..

Diverses

Entwicklungstendenzen der Ernährungsindustrie -- Die Kapazitätsauslastung der deutschen Ernährungsindustrie liegt heute mit einem Wert von knapp über 80 Prozent wieder auf dem Niveau von 1988. Dies sagte Michael Breitenacher vom Münchner ifo-Institut in einem Kurzreferat zur 7. Betriebswirtschaftlichen Tagung für die Lebensmittelindustrie, die am 10. und 11. März 1994 in Freising stattfand. Sie stand zum letzten Mal unter der Regie von Prof. Dr. Rudolf Krüger; die Organisation der nächsten Betriebswirtschaftlichen Tagung wird der neue Lehrstuhlinhaber, Prof. Dr. Wolfgang Lück, übernehmen. Die höchste Auslastung, so Breitenacher weiter, sei mit fast 90 Prozent während der Boomjahre 1990 und 1991 erreicht worden. Das Ernährungsgewerbe habe auch noch erhebliches im Export nachzuholen..

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Bulgarien Heineken plant Einstieg. -- Der niederländische Brauereikonzern Heineken plant den Einstieg bei der Brauerei Zagorka in Bulgarien. Nach Angaben der Brauerei will Heineken 51% der Anteile übrnehmen und rund 60 Mio DM investieren. Die Brauerei will weiterhin Zagorka-Bier brauen und eventuell 10% des Ausstoßes von Heineken in Lizenz. Der Ausstoß der Brauerei lag 1993 bei rund 0,8 Mio hl, von denen 10% exportiert wurden.

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China Asahi Breweries kooperieren mit AFC. -- Die Asahi Breweries Ltd. wird eine Übereinkunft über eine Kooperation mit dem chinesischen Hersteller von Erfrischungsgetränke, Appreciated Foods Corp (AFC), Ningbo, eingehen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird AFC Markennamen und Logo von Japans zweitgrößtem Bierbrauer verwenden. Asahi wird AFC mit Technologie für Erfrischungsgetränke versorgen und AFC bei der Entwicklung neuer Erfrischungsgetränke unterstützen. Zu welchem Preis blieb offen. Asahi will zunächst Technologie für die Herstellung von Orangensaft an AFC liefern, die bereits im April eine Produktion dieses Getränkes aufnehmen will. Asahi will in der Volksrepublik Bier brauen und denkt daran, dort ihr Asahi Super Dry herzustellen..

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China Noble China steigt in eine weitere Brauerei ein. -- Die Noble China Inc., Toronto, übernimmt von der China Coast Property Development Ltd. eine 70%ige Beteiligung an einer Brauerei in Shouguang, Provinz Shandong, 500 km von Peking entfernt im Nordosten Chinas. Die Transaktion kostet rund 30 Mio DM. Die restlichen 30% hält die Stadtverwaltung von Shouguang. Dabei handelt es sich kanadischen Pressemeldungen zufolge um ein Geschäft zwischen Brüdern. Die China Noble will über 20 Mio DM in den Ausbau der Brauerei investieren. Im November 1993 hatte Noble China bereits die Zhaoqing Blue Ribbon Brewery in der Provinz Guangdong erworben, die inzwischen die US-Biermarke Pabst Blue Ribbon unter Lizenz braut.

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China PepsiCo investiert rund 600 Mio DM. -- In den nächsten fünf Jahren will Pepsi-Cola Int. in der VR China rd. 600 Mio DM investieren und zehn Abfüllbetriebe aufbauen, und zwar in bisher weitgehend unerschlossenen Regionen des Landes. Mittels dieser Investitionen will PepsiCo seinen Ausstoß in China verdoppeln. Bisher hat der Konzern in China für rund 170 Mio DM acht Anlagen installiert. Auch Coca-Cola will zehn neue Abfüllbetriebe bauen. Bisher ist Coke mit 12% Marktführer in China, vor Pepsi mit 5% Marktanteil. Die beiden US-Konzerne konkurrieren mit etwa 3000 inländischen Abfüllbetrieben. Coca-Cola will bis 1996 die Zahl seiner Betriebe auf 23 erhöhen und dafür rund 850 Mio DM investieren.

Rohstoffe

Zur chemischen Charakterisierung der Hopfenernte 1993 -- Die Durchschnittswerte basieren auf einen rechnerischen H2O- Wert von 10% sowie auf der Woellmer Analyse EBC 7.3.4 Selten waren die Wachstumsbedingungen für Hopfen in den süddeutschen Anbaugebieten so günstig wie in dieser Saison. Den etwas zu trockenen, kalten Winter konnte der April durch seine optimalen Wachstumsbedingungen ausgleichen. Zwar waren die Folgemonate Mai und Juni allgemein zu trocken und zu warm, aber dieser Periode folgte im Monat Juli eine Abkühlung mit ergiebigen Niederschlägen. Von Anfang August bis hin zum Erntebeginn herrschten nahezu ideale Witterungsverhältnisse für Hopfen, allerdings begünstigte das feuchtwarme Wetter den Schädlingsbefall..

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Großbritannien Bass trifft Abkommen mit Grolsch. -- Der größte englische Brauereikonzern, Bass, und die niederländische Brauerei Grolsch gründeten zusammen eine Vertriebsfirma in England, an der Bass 49 Prozent der Anteile hält. Diese soll Grolsch in Irland und Britannien vertreiben. Der Absatz von Grolsch soll sich in etwa fünf Jahren auf 328 000 hl verdoppeln.

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Großbritannien Bier-Reimporte nehmen zu. -- Aufgrund der großen Differenz in der Biersteuer zwischen Frankreich und Großbritannien kaufen immer mehr Briten Bier in Frankreich und bringen es in größeren Mengen zurück nach Großbritannien. Die Brewers' and Licensed Retailers Association schätzt die Menge auf 3,5% des gesamten britischen Bierausstoßes und auf 15% des Bieres, das zuhause konsumiert wird. Die Regierung verliert dadurch umgerechnet über 400 Mio DM an Steuern und Mehrwertsteuer. Die Briten dürfen 110 l pro Person zollfei einführen. Dieser Wert kann auch überschritten werden, wenn glaubhaft gemacht werden kann, daß das Bier für den persönlichen Verzehr bestimmt ist. Allerdings lassen sich Wiederverkäufe nicht ausschließen.

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Japan Lockerungen der Vorschriften für Gasthausbrauereien. - - Bisher mußte in Japan eine Brauerei mindestens 20 000 hl Bier produzieren, wenn sie eine Lizenz zum Brauen und zum Ausschank von Bier beantragen wollte. Jetzt wurde diese Grenze auf 600 hl heruntergesetzt. Die nächste Hürde, die die Gasthausbrauereien in Japan zu nehmen haben, ist die Besteuerung. Die Biersteuer beträgt zur Zeit 44%. Für Gasthausbrauereien wird eine Halbierung dieser Steuer gefordert. Der Münchner Firma beraplan Härter GmbH ist es gelungen, auf dem japanischen Markt Fuß zu fassen und zusammen mit ihrem Partner, der Handelsagentur Marubeni, die erste Mikro-Brauerei in Tokio an einen Brauereikonzern zu verkaufen..

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